Getigerte Katze in Nahaufnahme

Clickertraining für Katzen

Stand: 06.08.2021, 12:00 Uhr

Der Trick mit dem Klick – Clickertraining ist eher aus der Hundeerziehung bekannt. Aber auch mit Katzen kann man clickern. Es lastet sie aus und macht Spaß.

Clickern mit Katzen

„Katzen kann man nichts beibrigen“ - von wegen... Durch Clickertraining können auch Katzen Tricks lernen. Fünf Dinge die man dabei beachten sollte.

Katzen

Clickern mit Katzen
Clickern ist eher aus der Hundeerziehung bekannt. Dass es aber durchaus Sinn macht, mit Katzen zu clickern, ist noch relativ neu. Tatsächlich profitiert die Katze sogar sehr vom Clickern, denn: Sie wird dadurch nicht nur geistig ausgelastet und ist ausgeglichener, sondern entwickelt auch mehr Selbstbewusstsein. Und außerdem ganz wichtig: Die Beziehung zum Menschen wird während des Clickerns vertieft und beide Seiten lernen sich gegenseitig besser kennen.

Clickern mit Katzen
Clickern ist eher aus der Hundeerziehung bekannt. Dass es aber durchaus Sinn macht, mit Katzen zu clickern, ist noch relativ neu. Tatsächlich profitiert die Katze sogar sehr vom Clickern, denn: Sie wird dadurch nicht nur geistig ausgelastet und ist ausgeglichener, sondern entwickelt auch mehr Selbstbewusstsein. Und außerdem ganz wichtig: Die Beziehung zum Menschen wird während des Clickerns vertieft und beide Seiten lernen sich gegenseitig besser kennen.

Was man zum Clickern braucht
Es gibt zwei Utensilien, die man zum Clickern braucht: einen Clicker und eine Belohnung. Der Clicker gibt das akustisches Signal, welches im Verlauf der Übungen mit der Belohnung (einem kleinen Leckerchen) „verknüpft“ wird. Welches Leckerchen für die Katze geeignet ist, sollte vorher getestet werden. Wichtig: Es darf nicht zu reizvoll sein, sonst kann sich die Katze möglicherweise nicht mehr konzentrieren.

Klassisches Konditionieren
Zunächst wird die Katze mittels klassischer Konditionierung an den Clicker gewöhnt. Sie lernt: Immer wenn es klickt, bekomme ich ein Leckerchen. Sie hört den akustischen Reiz „Klick“ und wird sofort belohnt. Der Klick und die Freude über ein Leckerchen werden also miteinander verbunden. Nach einer Weile erwartet die Katze bei einem Klick, dass sie sofort ein Leckerchen bekommt. Wenn diese Verknüpfung stattgefunden hat, kann man mit den Übungen beginnen.

Try and Error oder operantes Konditionieren
Nun ist die Katze selbst gefragt und muss kreativ werden. Sie probiert so lange herum, bis es klickt und die Belohnung erfolgt. Das war also das gewünschte Verhalten. So findet sie quasi zufällig heraus, was genau ihr Mensch wollte. Soll sie beispielsweise Pfötchen geben, dann gibt sie vielleicht zuerst die Nase oder versucht nach dem Leckerchen zu greifen. Vielleicht macht sie auch gar nichts. Alles ist erlaubt. Die Katze testet aus und wenn sie das gewünschte Verhalten zeigt (oder anfangs auch nur ein Schritt in die richtige Richtung), folgt der Klick und sie wird sofort belohnt. Es gibt kein Nein, kein Drängen, Schubsen oder negative Worte. Es wird ausschließlich positiv belohnt. Die Katze wird während der Übungen immer schneller das Verhalten zeigen, für das sie gerade erst mit Klick und Leckerchen belohnt wurde. Wenn die Katze keine Lust mehr hat, darf sie sich ausruhen.

Das richtige Timing
Wenn zwischen Trick, Klick und der Belohnung zu viel Zeit vergeht, fällt es der Katze schwer, diese Aktionen miteinander zu verbinden. Wer zu spät klickt, bestätigt womöglich ein ganz anderes Verhalten, als das gewünschte. Es kommt also auf das richtige Timing an. Daher ist es wichtig, sehr konzentriert zu arbeiten. Zu viele Worte verwirren die Katze, am besten nur die jeweiligen Bezeichnungen der Tricks laut sagen und ansonsten schweigen.

Autorin: Katharina Hadem

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