Assistenzhunde helfen bei posttraumatischen Belastungsstörungen

Assistenzhunde helfen bei posttraumatischen Belastungsstörungen Tiere suchen ein Zuhause 07.03.2021 09:30 Min. Verfügbar bis 07.03.2022 WDR

Assistenzhunde helfen bei posttraumatischen Belastungsstörungen

PTBS-Hunde sind darauf trainiert, Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen zu helfen. Sie beruhigen ihre Menschen, wenn sie ihre traumatischen Erlebnisse immer wieder durchstehen müssen. Der ausgebildete Rüde Balou spürt etwa, wenn bei seiner Halterin eine plötzliche Bewusstlosigkeit naht und er einen möglichen Sturz abfangen muss. Hündin Milla kann eine Medikamententasche anreichen, wenn ihre Halterin einen Krampfanfall hat. Assistenzhunde sind unabdingbare Hilfen für ihre Menschen, doch ihre Ausbildung wird nicht von der Krankenkasse übernommen. Während zum Beispiel Blindenhunde bekannt und akzeptiert sind, werden PTBS-Hunde oft in Einzelhandelsgeschäften oder sogar in Kliniken als Begleitung abgelehnt.

Autor: Goran Markovic-Schomburg

Stand: 05.03.2021, 14:00

Kommentare zum Thema

11 Kommentare

  • 11 Hasenberg 11.03.2021, 13:53 Uhr

    Mein Assistenzhund darf mich Tetraplegiker nicht zum Hausarzt begleiten. Er könnte klingeln und für mich die Türe öffnen, ich kann es nicht und er darf es nicht

  • 10 Petra Weidt-Fengler 10.03.2021, 17:42 Uhr

    Danke für den Beitrag. Die Frauen waren sehr mutig. Die Hundetrainer und die Hunde leisten wirklich bewundernswerte Arbeit. Allerdings möchte ich mal für die Tiere sprechen. Hoffentlich werden sie nicht nur als Nutztiere behandelt. Habe schon von vielen Therapiehunden gelesen, die nach 10 jahre guter Arbeit ausgedient haben und dann noch eine Familie suchen. Um vielleicht endlich ein artgerechtes Leben führen zu dürfen.

  • 9 Marta 10.03.2021, 16:16 Uhr

    Wenn ich hier so manche Kommentare lese, dann werde ich echt wütend. Tierquälerei, man kann so jemanden nicht alleine rauslassen. Die Arbeit als Assistenzhund ist KEINE Tierquälerei. Natürlich ist nicht jeder Hund dafür geeignet, aber genau deshalb werden diese Hunde nach ihrem Wesen her ausgesucht. Sie werden positiv trainiert und gut auf ihre Aufgabe vorbereitet und haben KEINEN Stress bei der Arbeit. Ich selbst habe einen Anfallswarnhund und PTBS-Assistenzhund und mein Hund hat Freude am Arbeiten. Für ihn ist es kein Stress. Hunde wurden nicht gezüchtet um 23 Stunden lang auf der Couch zu liegen und 1 Stunde am Tag Gassi zu gehen. Hunde sind Arbeitstiere und viele von ihnen brauchen eine Aufgabe für ein erfülltes Leben. Und bzgl dessen, dass man so jemanden nicht rauslassen kann: ich habe auch sehr oft Krampfanfälle - was soll wir denn eurer Meinung nach machen? Uns für den Rest unseres Lebens einsperren? Ganz sicher nicht. Und unsere Assistenzhunde helfen uns dabei maßgeblich.

  • 8 Iris Vahsen 09.03.2021, 13:23 Uhr

    Ein toller Beitrag, vor allem, weil die beiden Protagonistinnen mutig und bereit waren, sich für diesen Bericht zu öffnen, sogar, sich bei ihrem Krampfanfall drehen zu lassen. Es ist wünschenswert, dass diese Arbeit von Assistenzhunden mehr in den Fokus, vor allem dem der Politik und den Kassen rückt.

  • 7 Ina Kahl 09.03.2021, 09:54 Uhr

    Mein Sohn hat eine PTBS. Wir haben auch einen Hund. Können Sie mir mehr sagen zu der Trainerin oder an wen kann ich mich wenden.

    Antworten (1)
    • WDR.de 09.03.2021, 14:25 Uhr

      Hallo Frau Kahl, vielen Dank für Ihre Anfrage, aber wenden Sie sich doch bitte über unsere Kontaktseite direkt an die Redaktion: https://www1.wdr.de/fernsehen/tiere-suchen-ein-zuhause/kontakt/index.html Mit freundlichen Grüßen, der Admin

  • 6 Andrea Schweikart 08.03.2021, 10:09 Uhr

    Total richtiger und wichtiger Beitrag. Diese Hunde helfen so sehr und sind für ihre Menschen eine Hilfe im Alltag - ich würde es begrüssen wenn das mehr anerkannt wird

  • 5 Heike Peter 07.03.2021, 19:32 Uhr

    Liebes Team Bedauerlicherweise hängt De in Sachen Emotional support animal hinten an. Da sollte man über den Tellerrand ( USA _ emotional support animal) schauen.

  • 4 Dr. Andrea Niemeyer 07.03.2021, 18:56 Uhr

    Ich habe noch nie einen Kommentar im Netz abgegeben, aber dieser Bericht hat mich so empört, dass ich es nicht lassen kann. Mal wieder geht der Egoismus der Menschen über das Wohl der Tiere. Assistenzhunde sind eine Bereicherung für körperlich eingeschränkte Menschen. Aber jeder sollte inzwischen wissen, was auch über die Tierschützer in der Sendung vermittelt wird: dass ein Hund Sicherheit und souveräne Führung braucht. Andererseits braucht ein Mensch mit PTBS gute menschliche Therapeuten. Hunde sind damit völlig überfordert. Sie wollen sich in ihrem Rudel geborgen fühlen. Ich hoffe, dass die Krankenkassen standfest bleiben und dieses "Geschäft" im Sande verläuft.

    Antworten (2)
    • Marta 08.03.2021, 18:20 Uhr

      Sorry, aber was für ein respektlose Kommentar. PTBS-Assistenzhunde haben genauso ihre Berechtigung wie Assistenzhunde für mobilitätseingeschränkte Menschen. Diese Hunde werden speziell für diese Aufgabe ausgesucht und trainiert damit sie keinen Stress empfinden bei der Arbeit. Ich selbst habe einen Anfallswarnhund und PTBS-Assistenzhund und er ist eine absolute Bereicherung und hat KEINEN Stress bei der Arbeit.

    • Edyta Lukasiak 11.03.2021, 03:51 Uhr

      Dr. Niemeyer, 👍!!! Auch ich hoffe, dass die Ausbeutung der Tiere zum Wohle des Menschen mit der Zeit geringer wird. Das Geschäft mit Assistenhunden geht im Zweifel auf Kosten der Hunde.

  • 3 Halbach 07.03.2021, 18:46 Uhr

    Guter Beitrag, mehr davon ! Ich bin selbst betroffen von Depressionen, Panikattacken etc. und leide sehr unter Vereinsamung. Mein größter Wunsch wäre ein Assistenzhund, finanzieren kann ich das leider nicht selbst.

    Antworten (1)
    • Astrid Pirone 08.03.2021, 14:57 Uhr

      Ich bin selbst körperlich eingeschränkt und habe einen Assistenzhund. Ich kann nirgends hin, weil mein Hund nie mit darf. So bin ich seit einem Jahr im Haus gefangen. Soziale Teilhabe und Integration? In Deutschland Fehlanzeige!!!

  • 2 Maha 07.03.2021, 18:39 Uhr

    Ich verstehe schon, wie wichtig Assistenzhunde sind. Aber den Hunden wird dadurch ihr eigenes, artgerechtes Leben genommen. Ein Tier ist nicht auf der Welt, um auf Menschen aufzupassen. Das ist leider bei vielen Tieren der Fall - der Mensch "verpflichtet" Tiere ein Ausstellungsstück im Zoo zu sein, ein Spielzeug für Kinder (Meerschweinchen), zum Sportgerät (Pferdesport) zum Therapiegerät (Delphintherapie) ect Tiere sind auf der Welt, um Tiere zu sein und nicht dem Menschen zu dienen!

  • 1 Anja 07.03.2021, 18:29 Uhr

    Ich finde, dass man niemanden allein einkaufen lassen kann, die/der andauernd ohnmächtig werden kann. Das geht nicht!