Änderung der Gebührenordnung: Höhere Tierarztkosten ab November

Tiere suchen ein Zuhause 18.09.2022 07:25 Min. UT Verfügbar bis 18.09.2023 WDR

Änderung der Gebührenordnung: Höhere Tierarztkosten ab November

Stand: 16.09.2022, 10:00 Uhr

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Ab 22. November müssen Tierhalter beim Tierarzt tiefer in die Tasche greifen. Der Bundesrat hat der Neufassung der Tierärztegebührenordnung (GOT) zugestimmt. Zur Begründung heißt es, dass die aktuell geltende Gebührenordnung noch aus dem Jahr 1999 stamme. Zuletzt gab es vor fünf Jahren zwar eine Anpassung einiger Posten, doch nun wurde sie grundlegend überarbeitet. Erwartet werden Preissteigerungen für fast alle tierärztlichen Leistungen von zwischen 20 bis hin zu 100 Prozent. Das hat Folgen für die Tierhalter, aber auch für den Tierschutz. Für Tierärzt:innen hingegen ist die Anpassung der Gebührenordnung längst überfällig. Sie sehen darin eine Chance, den Beruf des Tierarztes wieder attraktiver zu machen. Denn Tierärzte und Tierärztliche Notdienste sind in vielen Regionen mittlerweile absolute Mangelware.

Autorin: Birgit Grigo

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22 Kommentare

  • 22 Nicole 21.09.2022, 21:44 Uhr

    Tieleid Es wird mehr Tiere geben ,die nicht mehr versorgt werden ,da viele Tierhalter es sich nicht mehr leisten können zum Arzt zu gehen. Vielleicht noch bei Hund oder Katze, werden sich die Menschen dies vom Munde absparen,aber wie sieht es bei Kleintieren aus ,wenn doch ein Hamster nur " 20 Euro " kostet und ein Tierarztbesuch ,dann 100 Euro kostet ,werden dann nicht vielleicht, mehr Tiere ihrem Schicksal überlassen? Ich mache mir auf jeden Fall Sorgen ,dass auch so mancher Bauer diese Kosten scheut ,so wie es heute schon so oft ist ,da das Tier ein wirtschaftlicher Schaden ist ,wenn es krank ist ,oder ein männliches Rind ist ,wenn sie heute schon so denken ,wie wird es dann aussehen ,wenn die Tierarztkosten so hoch sind .Ich finde das gar nicht gut!Alles auf Kosten der Tiere

  • 21 Lydia Thoma 21.09.2022, 21:28 Uhr

    Die Folge von den extrem erhöhten Kosten für den Tierarzt: Die Tiere werden ausgesetzt oder im Tierheim abgegeben. Traurig!!! Nicht jeder kann Rücklagen bilden. Die Lebensumstände ändern sich oder es wird jemand arbeitslos, Trennung usw. Oft ist das Haustier das einzige was z.B. Rentner noch haben und die können sich hohe Tierarztkosten nicht mehr leisten. Also nur noch Leute die nicht aufs Geld schauen müssen können sich ein Tier leisten. Die Tiere bleiben im Tierheim, werden immer voller weil sich niemand mehr ein Tier anschafft. Traurig aber wahr🙄

  • 20 Anonym 21.09.2022, 15:19 Uhr

    Dieser Kommentar wurde mehrfach abgegeben und daher an dieser Stelle gesperrt. (die Redaktion)

  • 19 Jennifer 21.09.2022, 15:06 Uhr

    Ich verstehe durchaus, dass die Tierärzte mehr verlangen. Trotzdem kommt es für mich jetzt ganz dicke. Ich habe einen sehr alten kranken Hund, der jeden Tag fast 15 verschiedene Medikamenten benötigt, einen Allergikerhund und viele chronisch kranke Kaninchen. Seit Frühjahr diesen Jahres habe ich monatliche Tierarztkosten von 600 - 800 € monatlich, so dass mein Vermögen quasi auf 0 € geschrumpft ist. Wenn jetzt die Erhöhung kommt muss ich mich wohl von einigen Tieren trennen, wenn ich nicht in die Schuldenfalle kommen will. Es bricht mir das Herz auch nur daran zu denken. Und es macht mich wütend, wenn ein TA im Fernsehen sagt, dass man daran denken soll bevor man sich ein Tier holt. Ich habe daran gedacht, aber es gibt nun mal Dinge die man nicht voraussehen kann. Und wie soll ich für den Tierarzt sparen, wenn er soviel Geld von mir will, dass ich nicht sparen kann? Und das jeden Monat.

  • 18 Vera 20.09.2022, 20:19 Uhr

    Die Verordnung mit Mehrkosten, nachdem bereits schon einmal erhöht, kommt in der Lage absolut ungeeignet. Zumal es Patienten gibt die in Abständen zur Kontrolle müssen. Sollen diese jetzt deswegen versäumt werden? Tierschutz wird Gefährte dadurch und Halter noch mehr ruiniert.

  • 17 Astrid Kurze 20.09.2022, 16:38 Uhr

    Warum.die Preissteigerungen beim TA gerade jetzt. Nichts ist Zufall, alles geplant wie so vieles in dem Staat. Bei uns wird es bald auf den Straßen sein wie in Osteuropa und Urlaubsländern. Die Tiere werden ausgesetzt. Warum? Man kann sie sich nicht mehr leisten. Traurig

  • 16 Birgit Wustrow 20.09.2022, 14:02 Uhr

    Ich bin ebenfalls entsetzt , dass gerade jetzt diese Erhöhung der Kosten bei den Tierärzten kommt. Ein Tierarzt kann , wie bereits erwähnt, den x fangen Satz nehmen und das sollte ja wohl reichen. Ich fürchte , dass die Tierheime wieder übervoll werden, weil es nun mal Besitzer gibt, die sich das nicht leisten können. Ich habe eine Katze und bin Rentnerin, soll ich sie nun einschläfern lassen, wenn die Rechnung zu hoch ist?? Meine Mutter hatte daran gedacht ,sich wieder einen Hund an zu schaffen. Davon hat sie nun Abstand genommen. Tiere also nur noch für Reiche?

  • 15 Verena Kronenberger 20.09.2022, 12:18 Uhr

    Es ist eine Frechheit, die Tierarztgebühren künftig um das 20 bis 100 fache zu erhöhen. Schon heute können die Tierärzte den einfachen bis dreifachen Satz berechnen. Die Gebühren sind allgemein hoch genug, ebenso für die Medikamente und Futter. Das können auf Dauer weder Rentner noch Behinderte und Geringverdiener leisten. Schon heute verzichten viele von ihnen auf anderer Seite zugunsten ihres Tieres. Und ich empfinde es als persönliche Ohrfeige, wenn die Moderatorin das explizit so süffisant herausstellt. Von der Dame bin ich mit dieser Sendung enttäuscht. Also künftig alles nur für Reiche. Und die holen sich sicher keinen Hund aus dem Tierheim. Die kaufen sich Rassetiere direkt beim Züchter. Da die Tierheime übervoll werden, die allgemeinen Kosten nicht mehr zu bewältigen sind, vermute ich mal, Tötungsstationen werden dann auch bei uns normal.

    • Alexandra 20.09.2022, 23:12 Uhr

      Ich finde es eine grosse Frechhheit . Tierarztkosten teuer zu machen. Um die Pharmaindustrie Millionenhöhe Einnahmen zu Gewinnen. Menschen wo ihre Tiere über alles lieben Und die Ausrede .Man muss sich gut überlegen ob man sich ein Tier anschafft Frechheit

    • Alexandra 20.09.2022, 23:20 Uhr

      Verena sehr gut geschrieben. Krankenversicherungen für Hunde ist der nächste Schrei.Da verdienen auch nur wieder die Versicherungen. Der klein Verdiener wird doch alles genommen. Ich kenne jetzt schon einige Tiere die nicht mehr behandelt werden. Nur noch das Nötigste.Impfung wird weg gelassen .Nur das was gerade noch so geht . 33

    • Anonym 21.09.2022, 10:57 Uhr

      Leider ja . Glaube ich auch

  • 14 CLAUDI 20.09.2022, 08:20 Uhr

    Auch Tierärzte haben mit den massiven Preiserhöhungen zu kämpfen.Ich kann nur jedem empfehlen eine Krankenversicherung für sein Haustier abzuschließen. Die monatlichen Kosten gleich einkalkuliert können einen bei großen Rechnungen retten. Wir haben schon lange für unsere Katzen so eine Versicherung und waren oft froh darüber. Allerdings ist hier ein genauer Vergleich von Preis/Leistung sehr wichtig. Und wer einmal am WE auf der Suche nach einem Notdienst war,wäre froh wenn es davon mehr gäbe.Wenn der Beruf des Tierarztes wieder lohnender wäre hätten wir sicher mehr davon. Für den Tierschutz sollte es zwigend eine eigene Regelung geben. Viele Grüße aus dem Kreis Gütersloh

    • Peg Roberts 22.09.2022, 14:21 Uhr

      Soweit so gut und wenn man den max. 2 Fälle für die Tierkrankenversicherung hat fliegt man raus weil es der TKV . Zu teuer wird oder man muss höhere Beiträge bezahlen . Und wenn ich 150. Euro Beiträge zählen muss kann man das Feld auch besser wegpacken um es dann zu nehmen wenn man es für das Tier braucht .

  • 13 Andi 20.09.2022, 07:21 Uhr

    Vor 15 Jahren habe ich für die Kastration von Kater und Kleintiere 40 Euro gezahlt, 5 Jahre später 60 Euro. Seit 2 Jahren 100 Euro. Die Gebühren können nicht seit den 90er gleich sein. Dazu kommt die Einlassgebühr von 50 Euro für den Notdienst. Einfach damit einem die Tür geöffnet wird. Viele Menschen können sich wegen der hohen Gas Abschläge kaum noch Lebensmittel leisten, Tierärzte zählen da sicher nicht zu. Völlig unangemessen zur aktuellen Zeit die Preise zu erhöhen. D Ja auch für Tierärzte sind die Energiekosten gestiegen aber es kann nicht sein dass alles immer der kleine Mann zahlen muss, weil alle anderen auf nichts verzichten möchten.

  • 12 Bianca 20.09.2022, 05:34 Uhr

    Leider zum ganz falschen Zeitpunkt. Wir wissen kaum noch, wie wir Kinder und Tiere versorgen sollen. Wir haben immer hochwertig gefüttert und müssen nun auf Billigfutter umsteigen, um die Katzen nicht abgeben zu müssen. Und dann kommt ausgerechnet JETZT auch noch die Erhöhung der Gebührenordnung. Das wird dazu führen, das eine Menge Tiere abgegeben werden müssen, weil sich niemand mehr den Tierarzt leisten kann. Danke liebe Regierung für Garnichts. Das eine Registrierung in so kurzer Zeit ein ganzes Land an die Wand fährt - DAS muss man erstmal schaffen.