Was ein Zirkus! Menschen mit Behinderung in der Manege

Was ein Zirkus! Menschen mit Behinderung in der Manege

Die bodelschwinghsche Stiftung Bethel hat sich zum 150-jährigen Geburtstag ein außergewöhnliches Zirkusprojekt ausgedacht: Dani, die mit einer geistigen Behinderung lebt, und Julius mit Down-Syndrom trainieren für einen ganz besonderen Tag - ihren ersten großen Auftritt in der Manege.

„Zirkus ist kein Zuckerschlecken“, sagt Dani nach dem ersten Trainingstag. Und Julius ist sich sicher: „Ich will Fakir werden“.

Das außergewöhnliche Zirkusprojekt hat sich die bodelschwinghsche Stiftung Bethel zum 150-jährigen Geburtstag ausgedacht. Julius und Dani sollen stellvertretend für andere Behinderte den Beweis antreten: Niemand muss sich vor der Öffentlichkeit verstecken. Und jeder kann ein Star in der Manege sein.

Tag7 begleitet das Projekt über mehrere Monate. Zirkuspädagogen helfen beim Training und führen die behinderten Zirkusmacher an ihre Grenzen: Wie steigt man als Nachwuchsfakir auf die Glasscherben ohne sich zu verletzen? Wie hält man die drehenden Plastikteller auf der Stange unter Kontrolle und schafft man es aus dem Rollstuhl aufs Trapez? Glücksmomente und Rückschläge bleiben da nicht aus. Wir begleiten die behinderten Zirkusstars auch im Alltag, der so gar nichts mit Rampenlicht und Applaus zu tun hat. Dani verpackt in einer Behindertenwerkstatt Schrauben und Julius sitzt mit schwerbehinderten Klassenkameraden in einer Förderschule.

Werden die beiden wirklich den Mut aufbringen, vor mehr als 1.000 Menschen in die Manege zu treten?

Ein Film von Wolfgang Luck

Redaktion: Markus Schall

Stand: 25.10.2017, 15:51

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