Die besten Tipps für Stein- und Betonplatten-Terrassen

Die besten Tipps für Stein- und Betonplatten-Terrassen

Von Britt Vollmann

Den richtigen Platz für die Steinterrasse finden

Direkt vom Wohnzimmer oder der Küche/Esszimmer auf eine Terrasse zu treten ist sehr praktisch. Die meisten Menschen bevorzugen diese häufig genutzten Bereiche für den Open-Air-Platz. Aber natürlich macht eine Solitär-Terrasse auch mitten im Garten viel Sinn. Günstige Lagen sind Ausrichtungen von Ost-Südost bis Südwest.

Haben Sie den perfekten Platz für die Terrasse gefunden, markieren Sie mithilfe von Holzstöcken oder Eisenstangen und etwas Maurerschnur Ihre gewünschte Terrassengröße. Jeweils vier Stangen sollten die Fläche (Breite x Tiefe) markieren. Schlagen Sie zusätzlich etwa 50 Zentimeter mehr auf, denn damit haben Sie auch gleich das Fundament für die Terrassen-Randeinfassung mit einbezogen.

Boden für den Aufbau der optimalen Terrassenfläche ausheben und mit Frostschutzkies füllen

Lassen Sie bei größeren Terrassen die Fläche ausbaggern. Das ist oft günstiger, denn Profis rollen mit einem Bagger an und bringen Frostschutzkies und andere Materialien gleich mit.

Eine Rüttelplatte (Verdichtungsmaschine) können Sie in Baufachmärkten für circa 25 Euro pro Tag leihen (wiegt rund 50 Kilogramm).

Heben Sie die Fläche vor allem bei Lehmboden mindestens 80 Zentimeter tief aus (Frostschutz-Grenze). Die Höhe an Schotter, mit dem Sie anschließend auffüllen, ist individuell abhängig davon, wo Ihre Ebene zum Türaustritt liegt.

Frostschutzkies ist ein Muss. Die Auskofferung wird idealerweise nur damit gefüllt und anschließend ordentlich mit der Rüttelplatte verdichtet. Wer ganz sicher gehen will, lässt den verdichteten Schotteraufbau einige Monate ruhen (zum Beispiel über den Herbst/Winter bis ins kommende Frühjahr). Nach Regen, Schnee und Frost wird im Frühjahr dann nochmals eine Lage aufgebracht und erneut gut verdichtet.

Der Untergrund wird mit einem Rüttler verdichtet

Leicht feuchter Boden lässt sich mit einem Rüttler besser verdichten als trockener Untergrund.

Betonfundament für die Terrassen-Randeinfassung anlegen

Damit die Terrassen-Randeinfassung auch einen festen Sockel bekommt, wird die Randeinfassung in ein circa 15 Zentimeter hohes Betonfundament gesetzt. Sie können Mörtel selbst anrühren oder Dickbettmörtel fertig als Gebinde kaufen.

Achten Sie darauf, dass die Steine der Randeinfassung immer in einer Flucht und mit dem nötigen Gefälle gesetzt werden. Maßgabe sind zwei Prozent Gefälle. Es muss das Regenwasser immer und ohne Ausnahme vom Haus ableiten. Perfekt ist es, am unteren Ende der Terrasse eine Drainage zu legen.

Die Randeinfassung für eine Steinterrasse

Bei der Terrassen-Randeinfassung empfiehlt es sich, eine Wasserwaage von zwei Metern Länge (oder länger) zu nutzen. Unebene Randsteine sind Anfängern nicht zu empfehlen, auch wenn sie schöner aussehen. Sie erhalten nie ein genaues Maß. Wer dies jedoch unbedingt möchte, wählt glatte Randsteine. Deren Höhe wählen Sie nach Ihren individuellen Gegebenheiten/Maßen. Berechnen Sie dabei die Plattenstärke, plus 2 bis 5 Zentimeter für das Splitt-Bett, plus 10 Zentimeter für das Mörtelbett, in welches sie gesetzt werden sollten.

Das Splitt-Bett richtig anlegen

Berechnen Sie Ihre benötigte Menge an Splitt für einen optimalen Untergrund der Stein- oder Betonplatten. Wählen Sie einen Edelsplitt mit 2/5 Millimeter Korn.

Von einem Sand-Bett raten wir ab: Sand ist ein Tummelplatz für Ameisen und Regenwasser läuft schwerer ab. Splitt kostet nur ein paar Euro mehr und ist obendrein praktischer. Wählen Sie die Höhe der Steinplatten auch als Höhe für das Splitt-Bett. Mindestens 30 Millimeter Höhe sollte es aufweisen.

Legen Sie dann sogenannte Spione (Vierkant-Metallstangen) auf den verdichteten Boden und richten Sie diese in der Waage aus. Gegebenenfalls müssen Sie sie etwas unterfüttern oder in den Boden drücken. Eine, besser zwei Wasserwaagen sind beim Bau einer Terrasse ein wichtiges Muss. Eine Ein- und eine Zwei-Meter-Wasserwaage (oder länger) leisten gute Dienste.

Liegen alle Spione, wird der Splitt aufgetragen, sorgfältig auf der Fläche verteilt und mit einer großen Alu-Wasserwage oder einem Abziehbrett abgezogen.

Wichtig: alle Kanten und Ränder bitte unbedingt akribisch glätten und Unebenheiten mit Splitt auffüllen. Dann die Spione entfernen und auf Anschluss wieder anlegen. Füllen Sie die Löcher der entfernten Spione ebenfalls behutsam mit Splitt. Jetzt können Sie die ersten Platten legen.

Als Terrassenuntergrund wird ein Bett aus Splitt bereitet

Mithilfe von Metallstangen, sogenannten Spionen, kann man Splitt-Betten gerade ausrichten und überschüssiges Material abziehen.

Das richtige Verlegen der Stein- oder Betonplatten

Das Einzige, was an einem Haus gerade ist, ist der Strich auf der Zeichnung des Architekten, heißt es. Und in der Realität trifft dies auch häufig zu. Selbst Hauswände von Neubauten sind nicht immer exakt gerade.

  • Legen Sie also die oberste Lage der Platten in einem Abstand von circa 8 Zentimetern zur Hauswand.
  • Später werden diese Fugen mit Edel-Kies gefüllt.
  • Legen Sie oben längs der Schnur die ersten vier Platten. Drücken Sie sie gut in den Splitt und prüfen Sie mit der kurzen Wasserwaage.
  • Dann legen Sie unter Verwendung von 5-Millimeter-Fugenkreuzen die Platten diagonal nach unten weiter.
  • Wieder legen Sie oben vier Platten und arbeiten sich erneut diagonal nach unten. Das geht bis zur letzten Platte nach gleichem System.
  • Danach legen Sie den nächsten Teil des Splitt-Betts an und fahren weiter so fort, bis die Terrassenfläche komplett belegt ist.
  • Sie können Fugensand einkehren, wenn Sie möchten. Allerdings verzichten mittlerweile viele Menschen darauf. In unserem Beispiel wurde Granit-Fugensand verwendet.
Nach und nach werden die Terrassen-Platten verlegt

Nach und nach arbeitet man sich beim Platten verlegen vor, das Splitt-Bett wird dafür abschnittweise vorbereitet.

Welche Terrassensteine?

Bei den Terrassensteinen haben Sie eine große Auswahl an Farben, Strukturen und Formen. Sie sollten jedoch eine Steinvariante wählen, die bei Nässe nicht zur Rutschbahn wird. Also bitte keine glänzenden Terrassensteine, sondern lieber matte und raue Oberflächen wählen. Darauf gehen Sie auch barfuß am sichersten …

Geeignete Untergründe für eine Steinplatten-Terrasse

Mutterboden/Erde, wie beschrieben mit Schotter vorbehandelt

Dieses Werkzeug brauchen Sie:

  • Wasserwaage lang (mindestens 2 Meter)
  • Wasserwaage kurz
  • Gummihammer
  • Maurerkelle
  • Meterstab
  • Maurerschnur, 4 Holz- oder Eisenpflöcke für die Terrassenbegrenzung
  • Spione/Vierkantmetallrohr zum Abziehen des Splitt-Bettes
  • Schubkarre
  • Schaufel(n), Spaten, Rechen
  • Schlauch mit Wasseranschluss, Wassereimer
  • Trennscheibe (große Flex), Diamantscheibe(n)
  • Marker/Stift
  • Schutzausrüstung (Brille, Handschuhe, Mundschutz)
  • Rüttelplatte (mindestens 50 Kilogramm) zum Verdichten des Schotters
  • Fäustel
  • Flachmeißel

Dieses Material brauchen Sie:

  • Terrassenplatten, Randsteine zur Einfassung der Terrassenfläche
  • Schotter (Frostschutzschotter) 0/32 oder 0/45 Millimeter Korn
  • Splitt 2/5 Millimeter Korn, Edel-Kies zum Füllen der Randfugen
  • Dickbett-Klebemörtel
  • Plattenlager bei Bedarf
  • Fugenkreuze

Stand: 23.06.2017, 18:15