Björn Freitag kocht grenzenlos köstlich - Danzig und die polnische Ostseeküste

Björn Freitag kocht grenzenlos köstlich 12.08.2022 29:19 Min. UT Verfügbar bis 12.08.2023 WDR

Björn Freitag kocht grenzenlos köstlich - Danzig und die polnische Ostseeküste

Stand: 12.08.2022, 12:00 Uhr

Spitzenkoch Björn Freitag zieht es dieses Mal an die polnische Ostseeküste. Danzig – oder wie man hier sagt Gdanśk – ist eine Stadt mit vielen Seiten. Alt und Neu liegen dicht beieinander und gerade dieser Kontrast begeistert Björn Freitag immer wieder auf seiner Tour durch die Stadt.

In den letzten Jahren ist vieles neu entstanden. Eine innovative Drehbrücke verbindet den historischen Stadtkern jetzt mit der Speicherinsel, ein gelungenes Paradebeispiel moderner Architektur.

Und genauso wie die Stadt selbst ist auch die Küche jung und traditionell zugleich: Authentisches Essen wie bei Oma zu Hause, fangfrischer Fisch sommerlich leicht und schnell zubereitet, handfestes polnisches Essen, Street Food aus umgebauten Frachtcontainern und moderne Kreationen mit den besten Zutaten – all das ist Danzig!

Ein Ausflug in das nahegelegene Seebad Sopot, das zusammen mit Danzig und dem benachbarten Gdynia die sogenannte Dreistadt bildet, darf auf der Tour natürlich nicht fehlen. Hier locken endlose Sandstände und die längste Holz-Seebrücke Europas.

Überall trifft Björn Freitag auf authentische Menschen, die mit Danzig und seiner bunten Gastroszene tief verwurzelt sind - und nebenbei lernt er auch etwas Polnisch.

Rezepte aus der Sendung:

Kulinarisches Danzig

Das hat Danzig zu bieten.

Das Bild zeigt das Strandrestaurant Bulaj.

Das Bulaj liegt, versteckt zwischen Dünen, am schönen Sandstrand von Sopot. Hier kann man die Ruhe genießen und dabei hervorragend essen. Fastfood findet man hier nicht, dafür Gerichte mit fangfrischem Fisch und Produkten von Bauernhöfen aus der Umgebung.

Das Bulaj liegt, versteckt zwischen Dünen, am schönen Sandstrand von Sopot. Hier kann man die Ruhe genießen und dabei hervorragend essen. Fastfood findet man hier nicht, dafür Gerichte mit fangfrischem Fisch und Produkten von Bauernhöfen aus der Umgebung.

Im Bulaj bereiten Björn Freitag und Artur Moroz "Flunder auf Sommergemüse" zu. So lecker und gemacht, denn im Sommer will keiner lange in der Küche stehen.

Chłodnik ist eine geeiste Cremesuppe, die Rote-Bete-Fan Björn Freitag hier im Bulaj nicht nur wegen ihrer Farbe begeistert.

In der Tawerna Mestwin gibt es traditionelles Kaschubisches Essen. Björn Freitag hat schon den Hering über allen Maßen gelobt und richtig zugeschlagen, als auch noch ein Hauptgericht kommt: Frikassee mit Huhn in weißer Soße (ferkase kura w białym sosie). Ein klassisches Feiertagsessen in der Kaschube. Eine absolute Empfehlung!

Das DUCHA66 ist noch ein echter Geheimtipp: In einer ruhigen Seitenstraße gelegen, findet man auf der Terrasse einen schönen Platz zum Entspannen und Genießen. Egal ob zum Frühstück oder Abendessen.

Die junge, kreative Küche kocht auf hohem Niveau. Mit regionalen Zutaten werden völlig neue Geschmackskompositionen kreiert. Ein kulinarisches Erlebnis zu fairen Preisen. Hier gibt es z.B. diese leckere Ziegenkäse-Krokette mit marinierten Zwiebeln, geräucherten Rosinen, Rote Bete, Apfel mit Minze und gerösteten Pistazien

Das Wiśniewski hinter der Marienkirche ist abends ein beliebter Treffpunkt – nicht nur für die jungen Danziger:innen. Das Konzept ist wohl einzigartig, denn zu trinken gibt es hier nur Kirschlikör - aber was für einen!

Wodka, Sauerkirschen und Zucker - mehr steckt hier nicht drin. Gereift in Eichenfässern wird der 16-prozentige Kirschlikör in der Bar frisch gezapft. Noch ein paar Kirschen ins Glas, lecker! Aber Vorsicht: Die Kirschen haben nicht nur Steine, sondern es auch in sich!

Das Gdański Bowke liegt in bester Lage direkt an der Uferpromenade der Motława, und ist trotzdem keine Touristen-Falle.

Hier gibt es ehrliche polnische Küche. Pierogi gehören natürlich auch dazu.

Auf dem Werftgelände ist in den letzten Jahren eine bunte Containerstadt aus recycelten Schiffscontainern entstanden. Das 100cznia ist inzwischen ein Treffpunkt für Jung und Alt. Hier gibt es Street Food aus aller Welt, mehrere Bars, Kunst, Konzerte und vieles mehr.

"100cznia" steht drauf – aber wie spricht man es aus und was bedeutet das überhaupt? Hier die Lösung: 100 heißt auf Polnisch "sto" und zusammen mit "cznia" ergibt das "stocznia" – auf Deutsch: Werft.

In der Pierogarnia Mandu gibt es nicht nur über 30 verschiedene Pierogi (von Blaubeer- bis Wildschweinfüllung) sondern auch wirklich fantastisch schmeckende hausgemachte Limonade.

"Rurki z kremem" machen süchtig! In Polen findet man sie in fast jeder Bäckerei – aber selten so hübsch angerichtet wie im TYGLE. Ein süßer Abschluss des Menüs.

Sightseeing in Danzig

Das gibt es in Danzig zu sehen.

Danzig heißt auf Polnisch Gdańsk. Der riesige Schriftzug vor dem Riesenrad ist ein beliebtes Fotomotiv.

Die Uferpromenade an der Mottlau heißt Lange Brücke und ist gesäumt von Restaurants. Maritimes Flair spürt man hier den ganzen Tag.

…und abends wird es richtig romantisch.

Der Kontrast von Alt und Neu ist in Danzig zu einer Einheit verschmolzen. Links die historische Rechtstadt mit dem Krantor und rechts die neu bebaute Speicherinsel – verbunden durch die futuristische Drehbrücke.

Die Rechtstadt ist das Herz von Danzig. Hier reiht sich eine Sehenswürdigkeit an die nächste. Der Lange Markt wird zur Flussseite vom Grünen Tor begrenzt.

Die meisten der wunderschönen Häuser in der Rechtstadt sind nicht so alt wie man meinen könnte, denn im 2. Weltkrieg wurde fast die komplette Innenstadt zerstört. Der Wiederaufbau nach historischen Vorbildern ist eine städtebauliche Meisterleistung.

Um den Neptunbrunnen, der auf dem Langen Markt vor dem Artushof steht, ranken sich viele Sagen und Legenden. Hier soll das weltberühmte „Danziger Goldwasser“ entstanden sein. Heute ist der Brunnen eins der vielen Wahrzeichen der Stadt.

Die terrassenähnlichen Vorbauten heißen Beischläge. Früher waren sie im Ostseeraum häufig zu finden, doch in kaum einer Stadt sind so viele erhalten geblieben wie in Danzig.

Die gotische Marienkirche ist die größte Backsteinkirche Europas – und damit einfach zu groß fürs Foto. Wer die 409 Stufen bis zur Aussichtsplattform auf der Turmspitze hochsteigen will, wird mit einem großartigen Ausblick belohnt.

Direkt neben der Marienkirche kann man in der Galeria Sztuki Kaszubskiej nicht nur Porzellan, sondern auch handbestickte Tischdecken mit den typisch Kaschubischen Mustern kaufen.

Danzig gilt als die Hauptstadt des Bernsteins. Der Bernsteinaltar in der Brigittenkirche ist weltweit einzigartig. Er ist elf Meter hoch und wird immer noch erweitert.

Wasser aus bietet sich ein ganz anderer Blick auf die Stadt. Auf Holzbooten wie der Galar wurden früher Waren wie Salz, Kohle und Getreide transportiert. Die Nachbauten der Boote bieten heute verschiedenen Rundtouren in und um Danzig an.

Das Highlight ist natürlich die Route in die Werft. Stadtführerin Małgorzata "Margarette“ Milewska ist in Danzig zu Hause und schneidert ihre Touren für jeden individuell zurecht – Björn ist begeistert!

Das Museum des Zweiten Weltkriegs beeindruckt von außen Fans von moderner Architektur und bietet von innen auf über 5000 eine der größten Geschichtsausstellungen der Welt. 14 Meter unter der Erde gibt es virtuelle Spaziergänge, moderne Multimedia-Stationen und unzählige Exponate. Auch für Kinder unter 12 Jahren gibt es ein spezielles Angebot.

Im wunderschönen Strand- und Kurbad Sopot ist Björn mit Katarzyna "Kasia“ Boniecka-Billot verabredet. Gemeinsam geht es über die längste hölzerne Seebrücke Europas

Sopot lockt mit endlosen Sandstränden. Hier findet jeder ein ruhiges Plätzchen. Dabei ist der Ort von Danzig aus in rund zwanzig Minuten mit der Bahn oder dem Auto zu erreichen.