Björn Freitag kocht grenzenlos köstlich: Breslau – polnische Metropole an der Oder

Björn Freitag kocht grenzenlos köstlich - Breslau Servicezeit 13.08.2021 29:20 Min. UT Verfügbar bis 13.08.2022 WDR

Björn Freitag kocht grenzenlos köstlich: Breslau – polnische Metropole an der Oder

Breslau (polnisch: Wroclaw) ist eine pulsierende, vibrierende Studentenstadt im Westen Polens. Björn Freitags nächstes kulinarisches Ziel ist die Hauptstadt Niederschlesiens – das Venedig des Ostens.

Was hat Breslau in unserem polnischen Nachbarland anzubieten und aufzutischen? Der Spitzenkoch stößt zwischen der schönsten Straße Ul. Norwida und den berühmten Breslauer Zwergen Krasnale auf viele Überraschungen.

Bei seinem Trip lernt er, was es mit einem Triple Fruited Coco Weizen auf sich hat und warum auch er den kulinarischen Verlockungen der traditionellen Teigtaschen, der Pierogi, erlegen ist. Björn Freitag entdeckt weitere Leckereien wie Bigos oder Pączki und wird in die Geheimnisse der jüdischen Streetfood-Küche eingeführt.

Kulinarisches Breslau

Das hat Breslau zu bieten.

Das Bild zeigt Pierogi Ruskie aus dem Restaurant Dwór Polski.

Pierogi – leckere Teigtaschen, vergleichbar mit den Maultaschen bei uns. Es gibt sie mit Fleisch, vegetarisch oder auch süß mit Obst. Die Pierogi Ruskie aus dem Restaurant Dwór Polski sind mit Kartoffeln, Zwiebeln und Sauerrahm. Traditionell werden sie bis auf ein paar Schmorzwiebeln ganz ohne Beilage gereicht.  Lecker, wie sie sind, brauchen sie die eigentlich auch nicht!

Pierogi – leckere Teigtaschen, vergleichbar mit den Maultaschen bei uns. Es gibt sie mit Fleisch, vegetarisch oder auch süß mit Obst. Die Pierogi Ruskie aus dem Restaurant Dwór Polski sind mit Kartoffeln, Zwiebeln und Sauerrahm. Traditionell werden sie bis auf ein paar Schmorzwiebeln ganz ohne Beilage gereicht.  Lecker, wie sie sind, brauchen sie die eigentlich auch nicht!

Das Alt-Polnische Bigos gehört zu den traditionsreichsten Gerichten des Landes. Es wird in einem kleinen Brotlaib serviert. Im Wrocławska-Restaurant gibt es das klassische Bigos, einen Sauerkrauteintopf, angereichert mit drei Wurstsorten, Schweinefleisch, Zwiebeln, Pilzen, Pflaumenmus und Honig.

Hier im Wrocławska-Restaurant hat man sich ganz auf die traditionsreiche deftige Küche Polens spezialisiert, zu denen auch das Bigos Wrocławski gehört. In gusseisernen Pfannen serviert beinhaltet es Rotkohl, drei Fleischsorten, Rosinen, Äpfel und Rotwein.

Pączki sind polnische Berliner – runde in Fett ausgebackene Hefegebäcke, die traditionell mit Hagebuttenkonfitüre oder anderen süßen Füllungen versehen werden. Außergewöhnliche Pączki mit Eierlikör und Marzipan oder Rosenwasser hat die im Zentrum Breslaus liegende Cukiernia Łomżanka in ihrem täglichen Angebot.

Die Craft-Beer-Szene wächst stetig in Breslau. Das Browar Stu Mostów, 2014 als Start Up begonnen, setzt auf selbstgebraute und exotische Biersorten wie Triple Fruited Coco Weizen oder auch Berliner Weiße mit Erdbeeren. Der Chef am Zapfhahn, Ben Gutierrez, hat über 20 Biersorten im Angebot.

Einen BJÖRN-Wodka-Shot gibt es im Mistrz i Małgorzata, Die Bar gehört zu gut 30 Gastro-Spots am NASYP, dem Hipster-Place entlang des Bahndammes in Breslau. Hier ist die junge Party-Szene am Start. Wer das Bahn-Feeling liebt, wird sich hier wohlfühlen. Sämtliche Züge von und nach Breslau rollen über den Bars hinweg.

Latkes sind kleine, frittierte Kartoffelpuffer, die in der jüdischen Küche als Beilagen zu Mahlzeiten serviert werden. Traditionell gehören sie zum Menü beim Fest Chanukka.

Arek Fochtman – jüdischer Koch in Breslau – zeigt Björn Challah. Das jüdische Zopfbrot wird in der israelischen Küche häufig zu Streetfood-Gerichten verwendet. Der Hefezopf sollte im Ofen schön aufgehen. Die Topping-Saucen, wie die Zwiebel-Marmelade, sollten frisch vorbereitet sein. Lecker auch dazu: Tahini-Sauce, ein Mix aus Sesam-Mus, Zitronensaft, Knoblauch, Honig, Salz, die mit Wasser cremig verrührt wird.

Die Hala Targowa, Breslaus Markthalle an der Sandbrücke, bietet typisches Markt-Feeling. Ob Blumen, Obst oder Gemüse – hier kommt man auf seine Kosten. Das über 100 Jahre alte Kaufmannshaus enthält viele wertvolle Elemente aus der Vergangenheit.

Viele Strandbars säumen die Ufer der Oder. So auch gegenüber des Odra-Centrums. Hängematten, chillige Sitzecken, Live-Musik sowie Getränke und Snacks ziehen das junge Publikum an.

Sehenswürdigkeiten in Breslau

Das gibt es in Breslau zu sehen.

Rynek: Der große Ring ist das Herzstück der Stad

Der große Ring ist das Herzstück der Stadt, steht heute für den historischen Marktplatz von Breslau. Der Rynek ist allerdings mehr Rechteck als Ring. Gleich elf Straßen gehen von ihm ab. Dort befinden sich beschauliche Cafés und Restaurants. Abseits kann man durch die engen Gassen der Altstadt schlendern.

Der große Ring ist das Herzstück der Stadt, steht heute für den historischen Marktplatz von Breslau. Der Rynek ist allerdings mehr Rechteck als Ring. Gleich elf Straßen gehen von ihm ab. Dort befinden sich beschauliche Cafés und Restaurants. Abseits kann man durch die engen Gassen der Altstadt schlendern.

Im Zentrum der Stadt, an der südöstlichen Ecke des Großen Rings, befindet sich das Rathaus, das Wahrzeichen Breslaus. Das altehrwürdige Gebäude wurde vom 13. bis 16. Jahrhundert erbaut und ist heute das Museum für bürgerliche Kunst und immer einen Besuch wert.

Sie ist eine der größten und ältesten Kirchen Breslaus, deren Silhouette den Breslauer Marktplatz dominiert. Die Elisabethkirche ist ein backsteingotischer Kirchenbau, deren 91 Meter hoher Turm bestiegen werden kann, wohlgemerkt zu Fuß. Doch der Aufstieg lohnt, denn das prachtvolle Panorama Breslaus in luftiger Höhe ist schon imposant.

Es soll derweil über 500 dieser Zwerge, Krasnale, in der Stadt geben und gefühlt monatlich werden es mehr. Wer in die schlesische Metropole kommt, wird verblüfft sein, wie viele es vor allem rund um den Marktplatz sind. Die Figuren aus Bronze sind nicht größer als 30 Zentimeter und sollen den Anwohnern und Besuchern Glück bringen. Heute gehören die Zwerge zu den begehrtesten Fotomotiven.

Die Synagoge zum weißen Storch ist ein neoklassizistischer Bau. Erbaut in den Jahren 1827 bis 1829 durch Carl Ferdinand Langhans. Nach umfassender Renovierung wurde das ehemalige Gotteshaus 2010 wieder eröffnet. Sie steht im Vier-Tempel-Viertel, das auch als Viertel der gegenseitigen Achtung bezeichnet wird, da hier 4 Tempel verschiedener Konfessionen stehen.

Auf den Spuren der deutschen Vergangenheit begibt man sich in Nadodrze. Dieser Stadtteil Breslaus zeigt an alten Mietshäusern, welche vor dem 2. Weltkrieg erbaut wurden. Witterungsbedingt kommen alte Beschriftungen wieder zum Vorschein.

Die Neon Side Galerie muss man gesehen haben. Aber bitte nur abends, wenn die Neonröhren im Hinterhof aus allen Richtungen strahlen. Der Neon-Friedhof, wie er von den Einwohner*innen Breslaus genannt wird, erinnert an die 60er und 70er Jahre, als die bunten Neonröhren in Polen einen ungeahnten Boom erlebten. Zur Zeit des Kommunismus waren die Neon-Leuchten nicht gern gesehen, da sie für eine amerikanische kapitalistische Konsumwelt standen.

Die Grunwaldbrücke ist 112 Meter lang und die bekannteste Brücke Breslaus. Sie ist bis heute die längste Hängebrücke in Polen und die Einzige, die regelmäßig von Fahrzeugen befahren werden kann. Die Stadt an der Oder wird mit ihren über 120 Brücken auch das Venedig des Ostens genannt.

Das Odra-Centrum ist die Heimat der Kanufahrer Breslaus. Direkt an der Grunwaldbrücke gelegen kann man von hier aus mit einem Kanu aufs Wasser. Der beliebte, wie belebte Spot ist ein Hausboot, das im Wasser vertäut liegt. Vom Rooftop des Hausbootes selbst genießt man ein grandioses Panorama. Darüber hinaus gibt es mit Blick auf die blaue Hängebrücke die Odrathek, wohl Breslaus einzige schwimmende Bibliothek. Ein echter Geheimtipp.

Oskar Zietas Skulptur NAWA war Teil der Feier Breslaus zur Europäischen Kulturhauptstadt 2016. Sie steht auf der Daliowa Insel in der unmittelbaren Nähe zur Markthalle. Die polierte Stahloberfläche spiegelt ihre Umgebung wider. NAWA ist das beliebteste Selfie-Objekt der Stadt. Das futuristisch aussehende Kunstwerk ist frei zugänglich.

Stand: 13.08.2021, 13:15