Weiße Magie – warum wir den Schnee brauchen

Weiße Magie – warum wir den Schnee brauchen

Viele Menschen vermissen die weiße Magie, wenn es bis Ende Januar noch immer nicht geschneit hat. Tatsächlich fällt der Schnee weltweit immer seltener. Weil es keinen Skitourismus ohne Schnee gibt, werden jedes Jahr allein in den Alpen etwa 70.000 Hektar beschneit. Das entspricht 100.000 Fußballfeldern. Ein irrsinniger Aufwand an Energie, Zeit und Geld. Gleichzeitig häufen sich aber auch Schneekatastrophen: Lawinen, Schneestürme, eingestürzte Strommasten und eingedrückte Dächer. Quarks zeigt, wie beides zusammenpasst, warum unsere Erde den Schnee dringend braucht und was die Menschen tun können, um ihn zu erhalten.

Eine Welt ohne Schnee

Dass Schnee immer seltener wird, könnte gravierende Folgen für unser Leben haben. Denn er ist Klimaschützer und Wasserspeicher zugleich. Verschwinden die riesigen Schneeflächen der Nordhalbkugel, drohen Dürre und Hunger. Auch das höchste Gebirge der Welt, das Himalaya, ist in Gefahr. Nach einigen düsteren Prognosen könnte bis 2100 fast alles Eis rund um den Mount Everest verschwinden. Damit sind vor allem Gletscher gemeint, die den Schnee quasi konservieren. Für die Menschen dort wäre das eine Tragödie, denn ihre Wasserversorgung hängt größtenteils von den Gletschern ab. Das Schneesterben könnte aber auch für alle anderen Menschen dramatische Konsequenzen haben. Quarks macht eine beunruhigende virtuelle Reise in eine Welt ohne Schnee.

Gletscher retten mit Schneekanonen

Wo der Schnee schwindet, herrscht Sorge - aber auch Kreativität. In der Schweiz versuchen Forscher, mit Schneekanonen einen Gletscher vor dem Schmelzen retten – Kosten: 100 Millionen Schweizer Franken. Auf den ersten Blick wirkt das eher verzweifelt. Aber die riesigen Eiszungen gelten als wertvolle Süßwasserreserve, für die es sich zu kämpfen lohnt. Ranga Yogeshwar prüft vor Ort, wie das Rettungsmanöver funktionieren könnte und ob es ökologisch vertretbar ist.

Wie passen Schneesterben und Schneekatastrophen zusammen?

Die Statistiken sprechen auf den ersten Blick eine eindeutige Sprache: Nicht nur in Deutschland, weltweit steigen die Schneegrenzen und die Zahl der Schneetage sinkt. Schneeglöckchen blühen zwei Wochen früher als noch vor 30 Jahren und Gletscher verändern ihr Gesicht oder sind bereits verschwunden. Auf den ersten Blick passt ein anderer Trend dazu gar nicht: dass die Zahl der Katastrophen durch Niederschläge und damit auch durch Schnee weltweit zunimmt, wenn zum Beispiel innerhalb einer Nacht ganze Landstriche im Schneechaos versinken. Meteorologen haben darauf Antworten – und die hängen mit dem Klimawandel zusammen.

Stand: 07.11.2017, 12:00