Krankenhauskeime – wie gefährlich sind sie wirklich?

Krankenhauskeime – wie gefährlich sind sie wirklich?

"Millionen Menschen sterben bald an resistenten Keimen, weil kein Antibiotikum mehr hilft.“ Immer häufiger liest man diese Schlagzeile in den Medien. Sowohl die Bundesregierung als auch die Europäische Kommission haben einen Aktionsplan gegen die Verbreitung von antibiotikaresistenten Keimen entwickelt, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor der zunehmenden Antibiotikaresistenz. Ist sie also berechtigt – die Angst vor tödlichen Keimen?

Der große Quarks-Keim-Test

Denn diese Angst ist verbreitet: Etwa drei Viertel aller Menschen in Deutschland fürchten sich davor, sich im Krankenhaus mit einem resistenten Keim anzustecken. Doch das passiert eben nicht erst im Krankenhaus – und nicht jeder wird durch einen solchen Keim krank. Gemeinsam mit Experten haben wir in einer riesigen Aktion Zuschauerinnen und Zuschauer getestet, ob sie den sogenannten "Krankenhauskeim" MRSA auf dem Körper tragen. Die Frage ist: wann werden resistente Keime gefährlich?

Selbst aktiv gegen resistente Keime

Die Hauptursache für die Verbreitung von resistenten Keimen: wir nehmen zu häufig Antibiotika – und zu ungezielt. Bei Erkältungen etwa werden sie häufiger als nötig verschrieben, obwohl sie oft durch Viren verursacht werden. Und dagegen sind diese Medikamente wirkungslos. Wann also muss ein Antibiotikum wirklich sein – und wann kann man darauf verzichten, damit Antibiotika auch in Zukunft noch wirksam sind, wenn wir sie wirklich brauchen?

Stand: 13.11.2017, 12:00