Das Milliardengeschäft mit neuen MS-Medikamenten

Risiken und Nebenwirkungen inklusive

Das Milliardengeschäft mit neuen MS-Medikamenten

Rund 1,3 Milliarden Umsatz machen die vier am häufigsten eingesetzten neuen Langzeitarzneimittel gegen Multiple Sklerose (MS) in Deutschland. Und immer mehr Substanzen, die das Immunsystem dämpfen, drängen auf den lukrativen Markt. Zuletzt die Kapsel „Tecfidera“ mit dem Wirkstoff Dimethy fumerat - kurz DMF, der auch für Schuppenflechte als Fumarsäure zugelassen ist. Fumarsäure hat in der Vergangenheit schon eine seltene, aber tödliche Hirnentzündung verursacht - PML genannt. Sie trat auch schon unter anderen MS-Medikamenten auf, wenn das Immunsystem langfristig gedämpft wird. Experten warnen nun, dass es früher oder später auch unter Tecfidera passieren kann. Bis jetzt gibt es keine Warnungen und keine Studien über Langzeitfolgen solcher immuntherapeutischer Dauermedikamente. Hersteller sind dazu nicht verpflichtet.

Filmautorin: Monika Härle

Stand: 26.06.2014, 12:00

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