Rückkehr der Bettwanzen

Rückkehr der Bettwanzen

Bettwanzen waren früher auch in den westlichen Industrieländern, wie Deutschland, verbreitet. Doch die zunehmende Hygiene mit Staubsauger und Co und der ungehemmte Einsatz von Insektengiften in Hotels und anderen Großunterkünften haben es geschafft, die kleinen Blutsauger verschwinden zu lassen. Was sie zurückbringt ist neben dem heutigen Verzicht auf Insektizide vor allem unsere Reiselust. Die Wanzen stammen oft aus den Betten ferner Reiseziele. Sie verstecken sich in Gepäck, Souvenirs, Mitbringseln und Antiquitäten. Dank ihres flachen Körpers sind sie wahre Versteckkünstler - sie passen in nahezu jede Ritze.

Das Bett ist ihr Lebensraum

Einmal eingeschleppt verbreiten sich Bettwanzen rasant und bevorzugen dabei unsere Betten. Der Grund: Sie wollen in der Nähe ihres Wirtes sein: Dem Menschen. Sie besuchen ihn bevorzugt nachts, wenn er schläft. Nur dann können sie ungestört zustechen und Blut saugen. Die Stiche äußern sich bei jedem Menschen unterschiedlich und können mit Mückenstichen verwechselt werden. Das macht die Diagnose schwierig. Ist jedoch klar, dass man tatsächlich Bettwanzen als ungewollte Untermieter hat, so muss die Wohnung unter Quarantäne gestellt werden. Dann kann nur noch der Kammerjäger mit speziellen Insektengiften helfen oder einer teuren Hitzetherapie für die gesamte Wohnung.

Filmautor: Hilmar Liebsch

Stand: 27.11.2017, 12:00