Herbert Knebel trifft Uwe Karl Heinrich Lyko

Herbert Knebel trifft Uwe Karl Heinrich Lyko

30 Jahre Mitternachtsspitzen

Herbert Knebel trifft Uwe Karl Heinrich Lyko

Seit mehr als 25 Jahren ist er Rentner, trägt er stets dieselbe Kleidung, redet er, wie man so redet im Ruhrgebiet: Uwe Lyko in seiner Rolle als Herbert Knebel.

In Nordrhein-Westfalen ist er "weltberühmt", wird Herbert Knebel von seinem Publikum bei Bühnen- und Fernsehauftritten frenetisch gefeiert. Privat aber bleibt Uwe Lyko meist unerkannt und unbehelligt.

Ob im Fußballstadion bei einem Spiel des BVB oder beim täglichen Einkauf, stets bringt allenfalls die Stimme des gebürtigen Duisburgers den einen oder anderen ins Grübeln: Die hab ich doch schon mal gehört? Wer ist das bloß?

Im Fernsehportrait von Klaus Michael Heinz geschieht insofern ein kleines Wunder: Unterwegs in Dortmund, Lünen oder Oberhausen, vor allem in Duisburg, der Stadt seiner Kindheit, oder in Altenessen, wo er mit "Herbert Knebels Affentheater" in der Zeche Carl erste Auftritte bestritt, wie auch in Essen-Werden, wo er heute lebt, gewährt der eher scheue Darsteller und Musiker Uwe Lyko Einblicke in sein Privatleben.

Vom eher durchschnittlichen Schüler zum Fernmeldehandwerker und Punk-Rocker und schließlich zum umjubelten Herbert-Knebel-, Helmut-Schmidt-, Jogi-Löw- oder Papst-Benedikt-Darsteller in den "Mitternachtsspitzen", es war ein langer und anfangs auch steiniger Weg, den Uwe Lyko ebenso risikofreudig wie stur beschritt.

Stets legte er Wert darauf, dass er und Herbert Knebel zwei unterschiedliche Personen sind. Stellt sich die Frage, was geschieht, wenn sich die beiden begegnen...

Stand: 08.08.2018, 08:30