Das rosa Haus und der Flüchtling

Das Bild zeigt den Protagonisten Hajy.

Das rosa Haus und der Flüchtling

Nach fast einem Jahr auf der Flucht zieht der vierzehnjährige Hajy, ein unbegleiteter minderjähriger Flüchtling aus Afghanistan im Dezember 2015 ins ‚Rosa Haus‘ ein. Dort leben die beiden Schwestern Heike und Nicole mit ihren Söhnen und ihrer Mutter Doris.

Die Kölner Familie hat nicht lange überlegt, als sie beschloss, Hajy aufzunehmen. „Du schürst deine eigenen Ängste und kannst so rechtfertigen, dass du zu einem passiven Menschen wirst. Das bringt ja alles gar nichts. Man wächst mit seinen Aufgaben sage ich mir immer!

Mittellos und sprachlos muss der Junge sich in einer völlig fremden Welt zurecht finden, deren Regeln er nicht kennt und deren Sprache er nicht spricht. Was er auf der Flucht erlebt hat, darüber erzählt er nichts. Und fast wie nebenbei muss er auch noch erwachsen werden.

Vier Jahre begleitet die Regisseurin Britta Wandaogo Hajy in seinem neuen Zuhause. Der Junge aus Afghanistan und der strukturierte Frauenpowerhaushalt mit Weihnachtszeremonien, Karneval und Festen über alle Etagen hinweg und beobachtet wie alle miteinander zurecht kommen. Wird das ‚Rosa Haus‘ zu Hajys neuer Heimat?

Ein Film von Britta Wandaogo
Redaktion: Britta Windhoff

Stand: 12.03.2020, 15:24

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