Vollenden - Bestatten und mehr

Die Hände einer Verstorbenen

Vollenden - Bestatten und mehr

Der Film beginnt da, wo unser Körper unwiderruflich fremden Händen ausgeliefert ist. Händen wie jenen von Tini und Markus. Ihre Arbeit als Thanatologen fängt da an, wo für andere das Leben endet.

Tini und Markus bereiten Verstorbene für die Aufbahrung am offenen Sarg vor und begleitet Angehörige beim Abschiednehmen.

Liebevoll sorgen sie für den toten Körper - ob entstellt, verstümmelt oder erst nach Tagen aufgefunden. Sie waschen, restaurieren und konservieren die Toten so, dass ein letztes Berühren, ein letzter Kuss möglich werden. Der Film nähert sich den beiden bestechend offenen Menschen mit diesem außergewöhnlichen Beruf, die uns mit Körper, Tod und eigenen Grenzen konfrontiert.

Tini und Markus während der Arbeit

Da wo Kirche und Kult allgegenwärtig sind, setzen Tini und Markus auch auf individualisierte Abschiedsrituale und tun für die Angehörigen all das, wovor uns normalerweise ekelt. In diesem umstrittenen Geschäft mit dem Tod gibt es kaum ein Tabu, das sie noch nicht gesehen, gerochen, ertastet und erlebt haben. Doch sie seien hart im Nehmen, beteuern die zwei Profis.

Autorin: Susanne Eigenheer Wyler

Redaktion: Claudia Heiss / Andrea Ernst

Stand: 23.11.2020, 15:15

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