Der Einbrecher und das Hochhaus: ein Neuanfang

Menschen hautnah 05.05.2022 44:34 Min. UT Verfügbar bis 05.05.2023 WDR


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Der Einbrecher und das Hochhaus - ein Neuanfang

Stand: 07.04.2022, 22:45 Uhr

„Wir haben hier 228 Mietparteien! Nicht alle sind einverstanden mit mir als Hausmeister – wegen meiner Vergangenheit. Ich werde es aber schaffen.“ Udo, 56, ist der neue Hausmeister eines in die Jahre gekommenen Hochhauses im Kölner Osten.

Ungewöhnliche Nachbarn: Architekt Igor und Ex-Ganove Udo

Ungewöhnliche Nachbarn: Architekt Igor und Ex-Ganove Udo

Für ihn Herausforderung und Chance zugleich, denn 30 Jahre lang war Udo Einbrecher – jetzt verwaltet er alle Schlüssel des 12-stöckigen Hochhauses.

Auch das Hochhaus hat eine schwierige Vergangenheit und keinen guten Ruf. Aber auch hier gibt es Anzeichen für eine neue Zukunft. Architekt Igor, 43, der seit seiner Studentenzeit im Hochhaus wohnt, bemüht sich inzwischen im Verwaltungsbeirat um bauliche Verbesserungen, damit das Haus endlich sein Brennpunkt-Image loswird: “Man muss sich einfach kümmern – sonst verkümmert es.”

Das Hochhaus im Kölner Osten wurde von den Bewohnern wegen der Drogen, die früher dort gedealt wurden, auch „Pulverturm“ genannt

Das Hochhaus im Kölner Osten wurde von den Bewohnern wegen der Drogen, die früher dort gedealt wurden, auch „Pulverturm“ genannt

Ein Jahr lang haben die Filmemacherinnen Udo mit der Kamera begleitet. Während das Hochhaus Tür für Tür repariert wird, lernt Udo die unterschiedlichen Mieter kennen. Vorbehalte hat er nicht, er geht angstfrei und direkt auf Menschen jeder Herkunft zu. Packt an und kümmert sich.

Hausmeister Udo in seiner Werkstatt – sein Rückzugsort, an dem er zur Ruhe kommt

Hausmeister Udo in seiner Werkstatt – sein Rückzugsort, an dem er zur Ruhe kommt

Wenn es ihm zu viel wird, zieht Udo sich in seinen Arbeitskeller zurück, den er seinen „War Room“ zu Deutsch „Kriegsraum“ nennt. Hier setzt er sich mit seinen Erinnerungen und den Dämonen seiner Vergangenheit auseinander.

Der Film zeigt, welches Potenzial die Möglichkeit einer zweiten Chance haben kann, persönlich, aber auch gesellschaftlich.

Autorinnen: Tama Tobias-Macht und Johanna Sunder-Plassmann

Redaktion: Angelika Wagner

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