Coronavirus im Münsterland: Gesundheit

Ein Wegweiser vor dem Universitätsklinikum in Münster mit der Aufschrift "Corona"

Coronavirus im Münsterland: Gesundheit

  • Coronazahlen steigen deutlich
  • 65 Neuinfektionen binnen 24 Stunden
  • 538 Menschen akut infiziert

Im Münsterland ist die Zahl der amtlich bestätigten akut Corona-Infizierten (Stand 06.10.2020, 12.05 Uhr) weiter gestiegen. Derzeit sind 538 Menschen akut infiziert, das sind 65 mehr als am Montag.

Seit dem Ausbruch der Pandemie sind im Münsterland insgesamt 6.571Corona-Infektionen durch Tests nachgewiesen worden, das sind 65 mehr als am Montag. Davon sind 5.843 Infizierte inzwischen wieder genesen. Die Zahl der Menschen, die in Verbindung mit Covid-19 gestorben sind, liegt inzwischen bei 190.

+++ Hinweis: Aktuelle Entwicklungen und regional begrenzt auftretende plötzliche Anstiege der Corona-Infektionen fließen mitunter erst ein bis zwei Tage später in die offizielle Statistik der Bezirksregierung ein. Grund sind unterschiedliche Meldeverfahren der Gesundheitsämter. +++

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Für die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche hat die Bezirksregierung für die Münsterlandkreise und die Stadt Münster folgende Werte ermittelt (06.10.2020 12.05 Uhr):

Kreis Borken 21,6
Kreis Coesfeld 23,2
Stadt Münster 26,1
Kreis Steinfurt 14,1
Kreis Warendorf 24,1


Wird die Obergrenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten, müssen die Behörden reagieren.

Corona-Tests: Unterstützung für Labore im Münsterland?

Die Corona-Test-Labore im Münsterland sind völlig überlastet. Sie könnten Hilfe bekommen von Veterinär-Laboren. Diese haben ihre Unterstützung längst angeboten, vergeblich. Der Haken: Die tiermedizinischen Labore können ihre Kosten bislang nicht mit den Krankenkassen abrechnen, anders als die humanmedizinischen Labore. Deren Kosten werden über die Kassenärztliche Vereinigung verrechnet. (Stand: 02.10.2020)

Bald Corona-Schwerpunktpraxen im Münsterland

Im Münsterland soll es in den kommenden Tagen Schwerpunktpraxen geben, die sich um Corona-Verdachtsfälle kümmern. Sie sollen die Hausärzte entlasten. (Stand: 01.10.2020)

Erneute Corona-Tests in Zerlege-Betrieb in Emsdetten

Nach dem Corona-Ausbruch bei einem Geflügelverarbeiter in Emsdetten musste die Belegschaft am Dienstag erneut zu einem Massentest. Das Gesundheitsamt des Kreises will so erfahren, ob es gelungen ist, die Infektionsketten zu unterbrechen. In der vergangenen Woche wurden von 340 Mitarbeitern 55 positiv getestet.

Fieberlazarett in Laer wieder hochgefahren

Die Kreisverwaltung in Steinfurt hat nach dem Corona-Ausbruch in Emsdetten das sogenannte Fieberlazarett in Laer wieder in Betrieb genommen. Dort können bis zu 100 Infizierte aufgenommen werden. Der Kreis will das Geschehen so besser unter Kontrolle bekommen. Man könne dort besser kontrollieren, ob sich alle an die Quarantäne halten. Aber der Gang dorthin ist freiwillig, die infizierten müssen nicht nach Laer. Auch deshalb, weil die vorwiegend osteuropäischen Leiharbeiter zum Teil in sehr beengten Wohnverhältnissen leben, ist das ein Angebot. Die Unterbringung wird von mehreren Hilfsorganisationen begleitet.

Gesundheitsämter und Milliardenhilfen

Die Bundesregierung plant den öffentlichen Gesundheitsdienst in Deutschland mit 4 Milliarden Euro zu unterstützen. Die Gesundheitsämter in der Region freuen sich zwar über das Geld, fordern aber auch noch mehr Unterstützung - Das Gesundheitsamt in Borken zum Beipiel sucht schon länger händeringend Fachkräfte.

Neue Corona-Fachstelle in Münster

Um das Gesundheitsamt zu entlasten, hat die Stadt Münster eine neue Corona-Fachstelle eingerichtet. Sie soll sich zentral um alle Fragen rund um die Pandemie kümmern. Die neue Anlaufstelle liegt im Süd-Osten der Stadt in der ehemaligen York-Kaserne.

Material für Corona-Tests wird knapp

Die Zahl der Tests auf Corona steigt und dadurch wird für einige Labore das Material knapper. Vor dem Hintergrund eines sich abzeichnenden Engpasses bei den Testmaterialien erwägt ein Corona-Testlabor in Münster seit Dienstag (25.08.2020) Tests bestimmter Personengruppen bei der Auswertung zu bevorzugen. Oberste Priorität bei den täglich etwa 3.000 Proben hätten dann zum Beispiel Patienten mit Symptomen oder Klinikpersonal.

Patienten in Münster brauchen Corona-Test

In Münster müssen Patienten, die in einem der Krankenhäuser der Stadt geplant stationär aufgenommen werden, ab Dienstag (25.08.2020) sofort einen negativen Corona-Test vorlegen. Das gilt jedenfalls für geplante Krankenhaus-Aufenthalte. Die Kliniken wollen so ihr Personal angesichts steigender Corona-Zahlen besser schützen.Auf die Vorsichtsmaßnahme hatten sich die Krankenhäuser gemeinsam verständigt.

Lehrer an Ahlener Berufskolleg testen selbst

Das Ahlener Berufskolleg versucht seine Lehrerinnen und Lehrer bei den Corona-Tests entlasten, die diese alle zwei Wochen machen können und sollen. Indem der Test von den eigenen Kolleginnen und Kollegen in der Schule gemacht wird, bleibt ihnen der Gang zum Hausarzt erspart.

neuen Coronafälle in der ZUE in Ibbenbüren

In der Zentralen Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge in Ibbenbüren ist auch eine zweite Corona-Testreihe negativ ausgefallen. Eine Bewohnerin war in der vergangenen Woche positiv getestet worden, daraufhin waren weitere 56 Bewohner und Betreuer unter Quarantäne gestellt worden. Wie der sofort veranlasste erste Test, war auch der zweite am Dienstag bei allen negativ, teilte die Bezirksregierung am Donnerstag (13.08.2020) mit. Trotzdem bleiben die Betroffenen bis kommenden Mittwoch in einem abgetrennten Gebäudeteil in Ibbenbüren unter Quarantäne.

Keine Corona-Testpflicht für Sassenberger Wursthersteller

Ein Wursthersteller aus Sassenberg hat sich erfolgreich gegen die Auflage gewehrt, seine Mitarbeiter zweimal wöchentlich auf eine Corona-Infektion testen zu müssen. Das Verwaltungsgericht Münster hat einem Eilantrag gegen die entsprechende Allgemeinverfügung des Landes stattgegeben. Es folgte der Argumentation des Sassenberger Wurstherstellers, wonach die dortige Coronagefahr nicht mit der von Schlachthöfen und Zerlegebetrieben gleichzusetzen sei. Insofern gebe es keine hinreichende Begründung für die Testauflage.

Negative Corona-Tests auf Borkener Gemüsehof

Die letzte Testreihe von 140 Beschäftigten eines Gemüsehofs in Borken ist negativ ausgefallen. Derzeit gibt es auf dem Hof nach Angaben des Kreises damit noch vier Beschäftigte sowie zwei weitere Kontaktpersonen, die aufgrund voriger positiver Tests unter Quarantäne stehen. Teilweise handelt es sich um neue Mitarbeiter, die am vergangenen Wochenende angereist waren. Sie sollen Mitte der kommenden Woche noch einmal getestet werden. 16 Arbeiter auf dem Gemüsehof hatten sich mit Corona infiziert.

Neues Corona-Testzentrum in Dülmen

In Dülmen hat das Gesundheitsamt des Kreises Coesfeld zusammen mit dem DRK ein Corona-Testzentrum in einem Schulgebäude eingerichtet. Gedacht ist es vor allem für Personen, die in eine Alten- oder Pflegeeinrichtung aufgenommen werden wollen und dafür einen Coronatest brauchen. Tests für Urlaubsrückkehrer bietet das Zentrum nicht an.

Kliniken auf zweite Welle vorbereitet

Die Kliniken im Münsterland sehen sich für eine zweite Corona-Welle gut gewappnet. Das Uniklinikum Münster hat aktuell gut 130 Betten für Covid-19-Patienten zur Verfügung. Das Klinikum Westmünsterland zum Beispiel hat in seinen Häusern weiterhin 70 Intensivbetten zur Verfügung. Beatmungsgeräte gibt es auch genügend. Die Christophorus-Kliniken in Nottuln, Coesfeld und Dülmen können innerhalb von 24 Stunden von Normal- auf Coronabetrieb umstellen. Im Steinfurter Marienhospital wurden mehr Hygienefachkräfte eingestellt, um den Hygiene-Anforderungen gerecht zu werden.

Blutkonserven-Mangel

Die Blutspende-Zahlen im Münsterland liegen weiter unter den Erwartungen. Das Deutsche Rote Kreuz meldet ein Drittel weniger Blutkonserven als geplant als Folge der Corona-Pandemie. Viele Termine entfallen, weil mancherorts die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Das DRK versucht nun bis zum Herbst ein Online-Terminreservierungssystem im ganzen Münsterland zu etablieren, um Wartezeiten und Menschenansammlungen zu vermeiden. Zufrieden ist dagegen das Uniklinikum in Münster. Dort waren die Aufrufe in den Social-Media-Kanälen erfolgreich: Ein Drittel mehr Spender! Dennoch werden weiterhin mehr Konserven benötigt.

Krankenhausärztin infiziert

Nach der Corona-Infektion einer Krankenhausärztin in Ahaus gibt es bislang keine Hinweise auf weitere Ansteckungen in dem Fall. Der Kreis Borken hatte das dienstliche und private Umfeld der Ärztin testen lassen. Die Ergebnisse des Schnelltests waren ebenso negativ wie bei der ersten Testreihe. Patienten waren nicht betroffen, so die Klinik. (Stand 04.08.2020)

Massentest im Kreis Borken

Im Kreis Borken hat es am Wochenende (02.08.2020) eine größere Corona-Testaktion gegeben. In Heek und Legden wurden mehr als 140 Personen auf Covid-19 getestet. Grund war die Infektion eines Senioren aus Heek. Der Mann war in der Kurzzeitpflege eines Seniorenheims in Legden. Nachdem die Corona-Infektion des Mannes bekannt wurde, nahmen Einsatzkräfte Abstriche von mehr als 140 Bewohnern und Mitarbeitern. Auch sein privates Umfeld wurde ermittelt und untersucht.

Erste Testergebnisse von Rückkehrern am FMO

Die ersten Testergebnisse von Reiserückkehrern am Flughafen Münster/Osnbabrück liegen vor: Alle bislang (Stand 30.07.2020) gemachten Tests sind negativ. Am FMO kommen pro Woche aktuell rund 1.000 Reisende aus der Türkei an. Die gilt als Corona-Risikogebiet.

Große Hilfsbereitschaft unter Ärzten und Pflegern

Bei der westfälischen Ärztekammer haben sich bislang rund 350 Ärzte und Pfleger als freiwillige Helfer gemeldet. Die Kammer aus Münster koordiniert das neue Freiwilligenregister für ganz NRW. Die Freiwilligen sollen bei Corona-Hotspot-Ausbrüchen schnell Kräfte vor Ort unterstützen. Weil es das Register erst seit zwei Wochen gibt, ist die Ärztekammer Westfalen-Lippe mit der Teilnehmerzahl zufrieden. Sie hofft aber, dass es nach den Sommerferien noch mehr werden.

Wichtige Arbeit der Corona-Scouts

Die Corona-Scouts leisten wichtige Arbeit. Ohne diese vom Robert-Koch-Institut angestellten und geschulten neuen Mitarbeiter wären die Ämter völlig überfordert, so ein Sprecherin des münsterischen Gesundheitsamtes. In Münster gibt es 16 dieser sogenannten Containment-Scouts. Ihre Hauptaufgabe ist die Kontaktpersonennachverfolgung. Die Containment-Scouts des Robert-Koch-Instituts arbeiten noch mindestens bis Mitte Oktober im Münsterland - ob darüber hinaus, ist zurzeit noch unklar.

Entwarnung nach Corona-Ausbruch in Altenheim

Im Seniorenheim Sankt Benedikt in Recke hat definitiv kein Bewohner mehr Corona. Das hat nach Auskunft der Heimleitung auch ein zweiter Nachtest von fünf Bewohnern ergeben. Alle Betroffenen hatten keine Symptome gezeigt.

Corona-Infektion bei Westfleisch in Coesfeld erkannt

Das neue Corona-Konzept bei Westfleisch funktioniert offenbar: Die Infektion eines Mitarbeiters in Coesfeld wurde nach Unternehmensangaben frühzeitig entdeckt. Ein Corona-Ausbruch bei Westfleisch in Coesfeld hatte im Mai für Einschränkungen im Kreis Coesfeld gesorgt.

Lockdown im Kreis Warendorf beendet

Die für den Kreis Warendorf verschärften Corona-Regeln ("kleiner Lockdown") sind in der Nacht zu Mittwoch (01.07.2020) ausgelaufen. Sie waren nach dem Corona-Ausbruch in der Großschlachterei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück am 24. Juni in Kraft getreten , weil im Kreis Warendorf die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf 68 angestiegen war und damit deutlich über den Reaktionswert von 50 lag.

Kreis Steinfurt stellt Krankenhaus zur Verfügung

Der Kreis Steinfurt und die Stiftung Marienhospital haben ein früheres Krankenhaus zur Verfügung gestellt, um bei der Situation im Kreis Warendorf unterstützen zu können. Dort werden hauptsächlich infizierte Tönnies-Mitarbeiter in Quarantäne untergebracht um sie von den nicht-infizierten zu trennen. Bis zu 100 Tönnies-Mitarbeiter kann das frühere Marienhospital in Laer aufnehmen. Das leerstehende Krankenhaus war während der ersten Phase der Pandemie als sogenanntes „Fieberlazarett“ wieder in Betriebsbereitschaft genommen worden. Für die Nutzung wurde ein Sicherheitskonzept erarbeitet, ein Wachdienst ist rund um die Uhr vor Ort. Die untergebrachten Menschen dürften das Gelände nicht verlassen.

Corona-Behandlungszentren schließen

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe hat ihre Corona-Behandlungs- und Testzentren in Münster, Rheine und Warendorf am Sonntag (14.06.2020) geschlossen. Zuvor waren bereits die Behandlungszentren in Bocholt, Legden und Dülmen wieder geschlossen worden. Der Grund: Aktuell sind deutlich weniger Menschen mit dem Corona-Virus infiziert als in den vergangenen Monaten.

Die Zentren wurden eingerichtet, um Haus- und Fachärzte zu entlasten. Außerdem wollte die Kassenärztliche Vereinigung so erreichen, dass sich das Virus nicht in Praxen ausbreitet. Sie hatte Menschen mit Corona-Symptomen, also beispielsweise Atemwegbeschwerden aufgerufen, direkt ambulante Zentren aufzusuchen und eben nicht beispielsweise den Hausarzt.

Meldekette der Behörden funktioniert gut

Die Corona-Meldekette funktioniert bei uns in der Region offenbar gut. Während es nach Recherchen des Bayrischen Rundfunks in vielen anderen Regionen offenbar von den ersten Symptomen bis zur Registrierung beim Gesundheitsamt oft mindestens eine Woche dauert, schneidet das Münsterland deutlich besser ab.

Besonders gut läuft es nach einer Studie im Kreis Warendorf. Dort benötigt man im Durchschnitt nur drei Tage von den ersten Krankheitszeichen der Betroffenen über den Test bis zur Meldung ans Gesundheitsamt. Ganz ähnliche Zahlen meldet der Kreis Steinfurt. Der Kreis Coesfeld und die Stadt Münster benötigen nach eigenen Angaben im Durchschnitt vier Tage dafür. (Stand 26.05.2020)

Coronavirus-Medikament aus Münster soll getestet werden Lokalzeit Münsterland 04.06.2020 02:32 Min. Verfügbar bis 04.06.2021 WDR Von Hartmut Vollmari

Wieder planbare Operationen

Rückkehr zum Normalbetrieb auch in den Kliniken: In den Krankenhäusern im Münsterland finden inzwischen auch wieder planbare Operationen statt, die zuvor verschoben worden waren, um Kapazitäten für die Behandlung von Corona-Infizierten freizuhalten. Außerdem müssen Krankenhäuser nicht mehr so viele Intensivbetten für Covid-19-Erkrankte vorhalten.

Besuche in Seniorenheimen möglich

Bereits seit dem 10.05.2020 dürfen Angehörige nach einem Beschluss des Landes wieder Senioren in Pflegeheimen besuchen. Allerdings gelten noch immer strenge Auflagen. So müssen Besuche oft angemeldet werden, in den Häusern gilt Maskenpflicht. Da die Regelungen unterschiedlich sind, sollte sich Besucher zuvor im Heim nach den Vorgaben erkundigen. Auch im Münsterland waren während der Infektionswelle mehrere Seniorenheime betroffen.

Stand: 06.10.2020, 19:19

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