Coronavirus im Münsterland: Gesundheit

Ein Wegweiser vor dem Universitätsklinikum in Münster mit der Aufschrift "Corona"

Coronavirus im Münsterland: Gesundheit

  • 27 Neuinfektionen seit gestern
  • 278 Menschen aktuell infiziert
  • Insgesamt 5.401 Infektionen gemeldet

Im Münsterland ist die Zahl der amtlich bestätigten akut Corona-Infizierten weiter gestiegen (Stand 14.08.2020, 12.20 Uhr). Seit gestern kamen 27 Neuinfektionen hinzu. Derzeit sind 278 Menschen aktuell infiziert, das sind 25 mehr als am Donnerstag.

Seit dem Ausbruch der Pandemie sind im Münsterland insgesamt 5.401 Fälle durch Tests nachgewiesen worden. 4.940 Menschen sind inzwischen wieder gesund. 183 sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

+++ Hinweis: Aktuelle Entwicklungen und regional begrenzt auftretende plötzliche Anstiege der Corona-Infektionen fließen mitunter erst ein bis zwei Tage später in die offizielle Statistik der Bezirksregierung ein. Grund sind unterschiedliche Meldeverfahren der Gesundheitsämter. +++

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Die aktuellen Fallzahlen des Robert-Koch-Institutes

Weil die sogenannten Sieben-Tage-Inzidenzen (Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche) zur Zeit keine Rolle spielen, werden sie von der Bezirksregierung Münster bis auf weiteres nicht mehr veröffentlicht. (Stand 24.07.2020) Würde die Obergrenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten, müssten die Behörden reagieren.

50 Bewohner in der ZUE in Ibbenbüren werden erneut getestet

Nachdem bei einer Frau in der Zentralen Unterbringungseinrichtung für Geflüchtete in Ibbenbüren Covid-19 festgestellt worden war, wurden heute erneut rund 50 Personen, die Kontakt zu ihr hatten, getestet. Alle Kontaktpersonen sind vorsorglich in Quarantäne und in einem besonderen Gebäudeteil untergebracht. Die ersten Tests ergaben negative Ergebnisse, teilte die Bezirksregierung mit. (Stand 11.08.2020)

Keine Corona-Testpflicht für Sassenberger Wursthersteller

Ein Wursthersteller aus Sassenberg hat sich erfolgreich gegen die Auflage gewehrt, seine Mitarbeiter zweimal wöchentlich auf eine Corona-Infektion testen zu müssen. Das Verwaltungsgericht Münster hat einem Eilantrag gegen die entsprechende Allgemeinverfügung des Landes stattgegeben. Es folgte der Argumentation des Sassenberger Wurstherstellers, wonach die dortige Coronagefahr nicht mit der von Schlachthöfen und Zerlegebetrieben gleichzusetzen sei. Insofern gebe es keine hinreichende Begründung für die Testauflage.

Negative Corona-Tests auf Borkener Gemüsehof

Die letzte Testreihe von 140 Beschäftigten eines Gemüsehofs in Borken ist negativ ausgefallen. Derzeit gibt es auf dem Hof nach Angaben des Kreises damit noch vier Beschäftigte sowie zwei weitere Kontaktpersonen, die aufgrund voriger positiver Tests unter Quarantäne stehen. Teilweise handelt es sich um neue Mitarbeiter, die am vergangenen Wochenende angereist waren. Sie sollen Mitte der kommenden Woche noch einmal getestet werden. 16 Arbeiter auf dem Gemüsehof hatten sich mit Corona infiziert.

Neues Corona-Testzentrum in Dülmen

In Dülmen hat das Gesundheitsamt des Kreises Coesfeld zusammen mit dem DRK ein Corona-Testzentrum in einem Schulgebäude eingerichtet. Gedacht ist es vor allem für Personen, die in eine Alten- oder Pflegeeinrichtung aufgenommen werden wollen und dafür einen Coronatest brauchen. Tests für Urlaubsrückkehrer bietet das Zentrum nicht an.

Kliniken auf zweite Welle vorbereitet

Die Kliniken im Münsterland sehen sich für eine zweite Corona-Welle gut gewappnet. Das Uniklinikum Münster hat aktuell gut 130 Betten für Covid-19-Patienten zur Verfügung. Das Klinikum Westmünsterland zum Beispiel hat in seinen Häusern weiterhin 70 Intensivbetten zur Verfügung. Beatmungsgeräte gibt es auch genügend. Die Christophorus-Kliniken in Nottuln, Coesfeld und Dülmen können innerhalb von 24 Stunden von Normal- auf Coronabetrieb umstellen. Im Steinfurter Marienhospital wurden mehr Hygienefachkräfte eingestellt, um den Hygiene-Anforderungen gerecht zu werden.

Blutkonserven-Mangel

Die Blutspende-Zahlen im Münsterland liegen weiter unter den Erwartungen. Das Deutsche Rote Kreuz meldet ein Drittel weniger Blutkonserven als geplant als Folge der Corona-Pandemie. Viele Termine entfallen, weil mancherorts die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Das DRK versucht nun bis zum Herbst ein Online-Terminreservierungssystem im ganzen Münsterland zu etablieren, um Wartezeiten und Menschenansammlungen zu vermeiden. Zufrieden ist dagegen das Uniklinikum in Münster. Dort waren die Aufrufe in den Social-Media-Kanälen erfolgreich: Ein Drittel mehr Spender! Dennoch werden weiterhin mehr Konserven benötigt.

Krankenhausärztin infiziert

Nach der Corona-Infektion einer Krankenhausärztin in Ahaus gibt es bislang keine Hinweise auf weitere Ansteckungen in dem Fall. Der Kreis Borken hatte das dienstliche und private Umfeld der Ärztin testen lassen. Die Ergebnisse des Schnelltests waren ebenso negativ wie bei der ersten Testreihe. Patienten waren nicht betroffen, so die Klinik. (Stand 04.08.2020)

Massentest im Kreis Borken

Im Kreis Borken hat es am Wochenende (02.08.2020) eine größere Corona-Testaktion gegeben. In Heek und Legden wurden mehr als 140 Personen auf Covid-19 getestet. Grund war die Infektion eines Senioren aus Heek. Der Mann war in der Kurzzeitpflege eines Seniorenheims in Legden. Nachdem die Corona-Infektion des Mannes bekannt wurde, nahmen Einsatzkräfte Abstriche von mehr als 140 Bewohnern und Mitarbeitern. Auch sein privates Umfeld wurde ermittelt und untersucht.

Erste Testergebnisse von Rückkehrern am FMO

Die ersten Testergebnisse von Reiserückkehrern am Flughafen Münster/Osnbabrück liegen vor: Alle bislang (Stand 30.07.2020) gemachten Tests sind negativ. Am FMO kommen pro Woche aktuell rund 1.000 Reisende aus der Türkei an. Die gilt als Corona-Risikogebiet.

Große Hilfsbereitschaft unter Ärzten und Pflegern

Bei der westfälischen Ärztekammer haben sich bislang rund 350 Ärzte und Pfleger als freiwillige Helfer gemeldet. Die Kammer aus Münster koordiniert das neue Freiwilligenregister für ganz NRW. Die Freiwilligen sollen bei Corona-Hotspot-Ausbrüchen schnell Kräfte vor Ort unterstützen. Weil es das Register erst seit zwei Wochen gibt, ist die Ärztekammer Westfalen-Lippe mit der Teilnehmerzahl zufrieden. Sie hofft aber, dass es nach den Sommerferien noch mehr werden.

Wichtige Arbeit der Corona-Scouts

Die Corona-Scouts leisten wichtige Arbeit. Ohne diese vom Robert-Koch-Institut angestellten und geschulten neuen Mitarbeiter wären die Ämter völlig überfordert, so ein Sprecherin des münsterischen Gesundheitsamtes. In Münster gibt es 16 dieser sogenannten Containment-Scouts. Ihre Hauptaufgabe ist die Kontaktpersonennachverfolgung. Die Containment-Scouts des Robert-Koch-Instituts arbeiten noch mindestens bis Mitte Oktober im Münsterland - ob darüber hinaus, ist zurzeit noch unklar.

Entwarnung nach Corona-Ausbruch in Altenheim

Im Seniorenheim Sankt Benedikt in Recke hat definitiv kein Bewohner mehr Corona. Das hat nach Auskunft der Heimleitung auch ein zweiter Nachtest von fünf Bewohnern ergeben. Alle Betroffenen hatten keine Symptome gezeigt.

Corona-Infektion bei Westfleisch in Coesfeld erkannt

Das neue Corona-Konzept bei Westfleisch funktioniert offenbar: Die Infektion eines Mitarbeiters in Coesfeld wurde nach Unternehmensangaben frühzeitig entdeckt. Ein Corona-Ausbruch bei Westfleisch in Coesfeld hatte im Mai für Einschränkungen im Kreis Coesfeld gesorgt.

Lockdown im Kreis Warendorf beendet

Die für den Kreis Warendorf verschärften Corona-Regeln ("kleiner Lockdown") sind in der Nacht zu Mittwoch (01.07.2020) ausgelaufen. Sie waren nach dem Corona-Ausbruch in der Großschlachterei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück am 24. Juni in Kraft getreten , weil im Kreis Warendorf die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf 68 angestiegen war und damit deutlich über den Reaktionswert von 50 lag.

Kreis Steinfurt stellt Krankenhaus zur Verfügung

Der Kreis Steinfurt und die Stiftung Marienhospital haben ein früheres Krankenhaus zur Verfügung gestellt, um bei der Situation im Kreis Warendorf unterstützen zu können. Dort werden hauptsächlich infizierte Tönnies-Mitarbeiter in Quarantäne untergebracht um sie von den nicht-infizierten zu trennen. Bis zu 100 Tönnies-Mitarbeiter kann das frühere Marienhospital in Laer aufnehmen. Das leerstehende Krankenhaus war während der ersten Phase der Pandemie als sogenanntes „Fieberlazarett“ wieder in Betriebsbereitschaft genommen worden. Für die Nutzung wurde ein Sicherheitskonzept erarbeitet, ein Wachdienst ist rund um die Uhr vor Ort. Die untergebrachten Menschen dürften das Gelände nicht verlassen.

Corona-Behandlungszentren schließen

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe hat ihre Corona-Behandlungs- und Testzentren in Münster, Rheine und Warendorf am Sonntag (14.06.2020) geschlossen. Zuvor waren bereits die Behandlungszentren in Bocholt, Legden und Dülmen wieder geschlossen worden. Der Grund: Aktuell sind deutlich weniger Menschen mit dem Corona-Virus infiziert als in den vergangenen Monaten.

Die Zentren wurden eingerichtet, um Haus- und Fachärzte zu entlasten. Außerdem wollte die Kassenärztliche Vereinigung so erreichen, dass sich das Virus nicht in Praxen ausbreitet. Sie hatte Menschen mit Corona-Symptomen, also beispielsweise Atemwegbeschwerden aufgerufen, direkt ambulante Zentren aufzusuchen und eben nicht beispielsweise den Hausarzt.

Meldekette der Behörden funktioniert gut

Die Corona-Meldekette funktioniert bei uns in der Region offenbar gut. Während es nach Recherchen des Bayrischen Rundfunks in vielen anderen Regionen offenbar von den ersten Symptomen bis zur Registrierung beim Gesundheitsamt oft mindestens eine Woche dauert, schneidet das Münsterland deutlich besser ab.

Besonders gut läuft es nach einer Studie im Kreis Warendorf. Dort benötigt man im Durchschnitt nur drei Tage von den ersten Krankheitszeichen der Betroffenen über den Test bis zur Meldung ans Gesundheitsamt. Ganz ähnliche Zahlen meldet der Kreis Steinfurt. Der Kreis Coesfeld und die Stadt Münster benötigen nach eigenen Angaben im Durchschnitt vier Tage dafür. (Stand 26.05.2020)

Coronavirus-Medikament aus Münster soll getestet werden Lokalzeit Münsterland 04.06.2020 02:32 Min. Verfügbar bis 04.06.2021 WDR Von Hartmut Vollmari

Wieder planbare Operationen

Rückkehr zum Normalbetrieb auch in den Kliniken: In den Krankenhäusern im Münsterland finden inzwischen auch wieder planbare Operationen statt, die zuvor verschoben worden waren, um Kapazitäten für die Behandlung von Corona-Infizierten freizuhalten. Außerdem müssen Krankenhäuser nicht mehr so viele Intensivbetten für Covid-19-Erkrankte vorhalten.

Besuche in Seniorenheimen möglich

Bereits seit dem 10.05.2020 dürfen Angehörige nach einem Beschluss des Landes wieder Senioren in Pflegeheimen besuchen. Allerdings gelten noch immer strenge Auflagen. So müssen Besuche oft angemeldet werden, in den Häusern gilt Maskenpflicht. Da die Regelungen unterschiedlich sind, sollte sich Besucher zuvor im Heim nach den Vorgaben erkundigen. Auch im Münsterland waren während der Infektionswelle mehrere Seniorenheime betroffen.

Stand: 14.08.2020, 13:21

Unsere Videos