Lokalzeit aus Köln vom 25.01.2016

Anderthalb Stunden zu Spät

„Anderthalb Stunden zu spät“ - im Kölner Theater am Dom

Lokalzeit aus Köln vom 25.01.2016

Premiere des Boulevard-Theaterstücks "Anderthalb Stunden zu spät" - mit TV-Star Herbert Herrmann und seiner Lebensgefährtin Nora von Collande. Sie spielen ein Paar, das mal wieder zu einem Termin viel zu spät kommen wird, darüber in Streit gerät und daher das eigene Eheleben grundsätzlich hinterfragt.

Das Theater am Dom ist Kölns Adresse Nummer eins in Sachen Boulevardtheater. Seit über 50 Jahren treten hier immer wieder Stars aus Film und Fernsehen auf und bieten leichte Theater-Unterhaltungskost. Jetzt hatte dort wieder ein neues Stück Premiere. Es heißt „Anderthalb Stunden zu spät“ und es wird von gleich zwei fernsehbekannten Stars gespielt: Herbert Herrmann und Nora von Collande. Die beiden spielen nicht nur ein Paar, sie sind es auch im richtigen Leben, was diesem ohnehin eher ungewöhnlichen Theaterabend eine ganz besondere Würze verleiht.

Anderthalb Stunden zu Spät
Anderthalb Stunden zu Spät

Man merkt schnell: dieses Stück ist eigentlich überhaupt kein übliches, mit Gags und Pointen gespicktes Boulevardtheater. Man hat hier eher das Gefühl, einem älteren Ehepaar ins Wohnzimmer zu spinksen und deren ganz private Diskussionen mit zu bekommen. Da gibt’s Situationskomik genug.

Und nun die Lokalzeit-Kritik:

  • Das Ganze ist ein lustig-hintergründiger Psychotrip durch das Seelenleben eines Paares.
  • Wird von Herbert Herrmann und Nora von Collande sehr feinsinnig und einfühlsam gespielt.
  • Das Stück hat auch ein paar langatmige Momente.
  • Doch insgesamt bietet es knapp zwei Stunden sehr kurzweilige, geistreiche Unterhaltung.
  • vier Sterne für „Anderthalb Stunden zu spät“ im Kölner Theater am Dom.

Stand: 28.01.2016, 16:08