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Gartenzeit: Naturnaher Vorgarten statt totes Kiesbeet

Lokalzeit aus Köln vom 10.09.2019

Gartenzeit: Naturnaher Vorgarten statt totes Kiesbeet

Wie die meisten Hobbygärtner und Hausbesitzer wünscht sich auch Lokalzeitzuschauer und Rentner Herbert Süther (aus Düsseldorf) einen pflegeleichten Vorgarten. Einige Sträucher und Bäume mussten kürzlich entfernt werden. Jetzt liegt eine 15 Quadratmeter große, sonnige Fläche unbepflanzt da. Die Variante graue, eintönige Kieswüste, für die sich viele Nachbarn entschieden haben, kommt für unseren Zuschauer nicht in Frage. Im Gegenteil: Naturnah, grün und bunt soll es sein. Bei der Auswahl der richtigen Pflanzen und beim Pflanzen selbst greift ihm Rüdiger Ramme unter die Arme.

Infobrief Gartenzeit

Pflegeleichter naturnaher Vorgarten

Wie die meisten Hobbygärtner und Hausbesitzer wünscht sich auch Lokalzeitzuschauer und Rentner Herbert Süther aus Düsseldorf mit fast 80 Jahren einen pflegeleichten Vorgarten, in dem nicht mehr ständig gegossen, geschnitten und Unkraut gejätet werden muss. Einige Sträucher und Bäume mussten kürzlich entfernt werden. Jetzt liegt eine 15 Quadratmeter große, sonnige Fläche unbepflanzt da. Die Variante graue, eintönige Kieswüste, für die sich viele Nachbarn entschieden haben, kommt für unseren Zuschauer nicht in Frage. Im Gegenteil: Naturnah, grün, insektenfreundlich und bunt soll es sein. Bei der Auswahl der richtigen Pflanzen und beim Pflanzen selbst greift ihm Rüdiger Ramme unter die Arme. 

Was spricht für bepflanzte Vorgärten?

Der Vorgarten ist die Visitenkarte des Hauses, aber an seiner Gestaltung scheiden sich bekanntlich die Geister. Immer häufiger entscheiden sich Hausbesitzer für eine optisch monotone Kieswüste auf einem Unkrautvlies ganz ohne oder mit ein oder zwei Alibi-Pflanzen. Die Gründe sind verschieden: der Vorgarten soll meist möglichst pflegeleicht sein oder auch minimalistisch-streng zur Optik des modernen Neubaus passen. In vielen Kommunen wird derzeit ein Verbot solcher Schotterflächen diskutiert. Denn ökologisch sind sie völlig wertlos: Sie bieten keinerlei Lebensraum für bedrohte Insekten und Vögel, sind teuer in der Anlage, heizen sich in heißen Sommern stark auf. Bei starkem Regen staut sich schnell das Wasser.

Ökologisch sprich viel für bepflanzte Vorgärten:

  • Sie kühlen die Umgebung durch Verdunstung und beschatten den Boden, sind damit gut fürs gesamte Stadtklima
  • Bieten anders als Schotterflächen wichtigen Lebensraum für Insekten und Vögel 
  • Halten den Boden intakt, der dank der Pflanzen wie ein Schwamm auch bei starkem Regen Wasser speichern kann.

 

Pflegeleichte Alternativen mit Gräsern und Stauden:

Ein schöner Vorgarten verweist auf den Bewohner des Hauses und seinen Stil. Der Vorgarten sollte auf den Rest des Hauses neugierig machen. Ganz wichtig aber ist die richtige Planung und Vorbereitung. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit dafür, ein Konzept zu erstellen. Das spart am Ende nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Nerven.

Mehrjährige Stauden und Gräser (zusammen mit gezielt gewählten, einzelnen Gehölzen) eignen sich besonders für eine pflegeleichte Gestaltung. Jedes Jahr im Frühling wachsen Sie aufs Neue üppig und bedecken schnell die gesamte Fläche  - „schließen den Bestand“, wie der Gärtner sagt.

  • in geschickt bepflanzten Staudenbeeten kommt nur wenig Unkraut durch
  • Viele Stauden und Gräser benötigen zudem nur wenig Wasser - kommen auch mit langen Trockenperioden gut zurecht.
  • berücksichtigen Sie auch ökologische Aspekte, z.B. ob die ausgewählten Pflanzen – Stauden vor allem - insekten/bienenfreundlich sind und/oder ob heimische Gehölze mit ihren Früchten den Vögeln Futter bieten können
  • wählen Sie die Stauden so aus, dass Sie zu jeder Jahreszeit etwas Blühendes im Vorgarten haben
  • variieren Sie geschickt in den Höhen: zur Hauswand (oder je nach Geschmack auch nach vorne zum Zaun hin) kommen die höheren Pflanzen, nach vorne (oder ggfs. hinten) die niedrigeren
  • suchen Sie die Pflanzen passend zum Standort aus: sonnig, schattig oder halbschattig
  • kombinieren Sie Farben gezielt miteinander
  • pflanzen Sie Stauden immer grüppchenweise oder als Bänder ins Beet und nicht nur viele verschiedene einzelnen Sorten
  • lediglich bis die frisch gepflanzten Stauden und Gräser eingewurzelt sind, muss regelmäßig gegossen werden
  • die Pflege beschränkt sich dann im Frühjahr auf einen Rückschnitt der verblühten und vertrockneten Stauden vom Vorjahr
  • einmal im Frühjahr, wenn die Stauden zu wachsen beginnen und noch Lücken im Beet da sind, muss Unkraut gejätet werden..
  • neben einem Baum, den Stauden und den Sträuchern sollten auch einige immergrüne Gehölze in den Vorgarten, damit auch im Winter etwas grün bleibt
  • Hecken, große Gehölze und der Hausbaum sind die Blickfänge im Vorgarten und müssen mit Bedacht platziert werden
  • dunkle Ecken lassen sich mit Bodendeckern und robusten Schattenstauden gut gestalten
  • setzen Sie im Herbst Frühlingszwiebeln in die Erde und im Frühling Zwiebel- und Knollenpflanzen für den Sommer und den Herbst. Viele Arten können Sie über Jahre im Boden lassen. Sie breiten sich aus und bilden bunte Blütenteppiche

Gartenzeit: Naturnaher Vorgarten statt totes Kiesbeet Lokalzeit aus Köln 10.09.2019 03:42 Min. Verfügbar bis 11.09.2020 WDR

Stand: 10.09.2019, 12:58