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Gartenzeit: Mähroboter für den Rasen installieren

Gartenzeit: Mähroboter für den Rasen Lokalzeit aus Köln 02.04.2019 05:36 Min. Verfügbar bis 02.04.2020 WDR Von Susanne Küppers

Lokalzeit aus Köln vom 02.04.2019

Gartenzeit: Mähroboter für den Rasen installieren

Es ist ja für viele Hobbygärtner der wahre Start in die Gartensaison: Der Rasenmäher kommt aus der Garage oder dem Keller. Es muss wieder gemäht werden. So war das jahrzehntelang auch bei unseren Lokalzeitzuschauern Ruth und Dietmar Appel (aus Troisdorf). Und es nervte die beiden Senioren schon länger. Mehr Zeit für die Enkel, weniger Lärm, weniger Gartenarbeit; das ist 2019 nun ihre Devise. Ein Mähroboter soll übernehmen. Aber wie wählt man den Passenden aus? Kann er selbst installiert werden? Fragen, mit denen sie sich an unseren Fernsehgärtner Rüdiger Ramme wandten.

Nicht zu überhören, die Gartensaison hat begonnen. Rasenmähen – wöchentliche Routine auch bei Ruth und Dietmar Appel. Doch damit soll heute Schluss sein. Zumindest mit dem – das ganze Viertel beschallenden – alten Benziner. Mähroboter passend zum Garten auswählen:

Bei der Wahl für das richtige Gerät spielen Größe und Beschaffenheit des Gartens eine entscheidende Rolle. Ein flach gelegener, nicht zu großer und zerklüfteter Garten mit einer Rasenfläche ohne viele feste Hindernisse eignet sich besonders gut für einen Mähroboter. Bei Grundstücken in Hanglage oder mit vielen Beeten und Bäumen inmitten der Rasenfläche ist der Installationsaufwand höher. Außerdem gilt: Je größer das Grundstück bzw. die zu mähende Fläche, umso leistungsstärker muss der Mähroboter sein.

Die verschiedenen Modelle, die der Handel anbietet, kosten zwischen 600 und 4000 Euro. Je nach Größe der Rasenfläche, die zu mähen ist. Aber vor allem: Je nach Technik, die drin steckt. Von „Einfach nur mähen“ oder Vor-Ort-Bedienung“ bis hin zur kompletten Vernetzung mit welan und einem Smart-Home-System ist vieles möglich. Eine fachkundige Beratung vor dem Kauf ist also unerlässlich.

Mähroboter einrichten: Schritt für Schritt:

Wer einen Mähroboter kauft, bekommt den Einrichtungsservice zum Aufpreis in der Regel mit angeboten. Für eine 350 Quadratmeter große Rasenfläche fallen da ca. 500-600 Euro zusätzliche Kosten an. Doch das elektrische Schaf kann mit etwas handwerklichem und technischem Geschick auch leicht an einem Nachmittag selber installiert werden.

1. Schritt: Rasen mähen

Der Rasen sollte noch einmal möglichst kurz – etwa 4 cm tief - gemäht werden. 

2. Schritt: Platz für Ladestation auswählen

Sowohl Ladestation als auch Mähroboter sind wetterfest und können problemlos im Freien aufgestellt bzw. betrieben werden. Der Platz sollte möglichst schattig, eben, aber auch zentral und leicht zugänglich am Rasenrand liegen. Am besten ein wenig geschützt vor Wind und Wetter, z.B. unter einem Baum. In der Nähe sollte sich möglichst ein Stromanschluss befinden, sonst muss ein langes, wasserfestes Kabel geführt und kaschiert werden. auf jeden Fall ist wichtig, dass der Mähroboter den Platz leicht erreichen kann. Zu schmale, kurvige  Einfahrten sind ungünstig. Zudem sollte der Platz wegen der Diebstahlgefahr von der Straße aus nicht sichtbar sein.

3. Schritt: Begrenzungskabel verlegen

Nun muss der neue Gartenhelfer in seine Schranken gewiesen werden. Begonnen wird mit dem Verlegen des Begrenzungskabels auf einer Seite der Ladestation. Das Begrenzungskabel, die Induktionsschleife, ist ein dünnes Schwachstromkabel, das dem Mähroboter seine Grenzen aufzeigt. Die zu mähende Rasenfläche muss damit komplett umschlossen sein.

Damit der neue Gartenhelfer auch weiß, bis wo er mähen soll, kann das Kabel  entlang der Rasenkante entweder einfach oben auf den Rasen gelegt und mit Haken befestigt werden. Oder man legt das Kabel in einen schmalen, etwa 10 cm tiefen Spalt in die Erde, den man mit dem Spaten leicht stechen kann. Bei größeren Flächen kann zur Zeitersparnis auch eine spezielle Kabel-Verlegemaschine ausgeliehen werden. Ab 60 Euro pro Tag sind sie im Gerätehandel im Angebot.

Hindernisse ausklammern:

Blumenbeete, Bäume oder andere Hindernisse im Rasen müssen durch eine spezielle Verlegetechnik ausspart werden, die in den Installationshinweisen der Hersteller beschrieben wird. Meist liefern die Hersteller auch eine Schablone mit, die den optimalen Abstand vor Hindernissen vorgibt.

Man legt das Begrenzungskabel vom Rand her im annähernd rechten Winkel durch den Rasen zum Baum, Blumenbeet oder Gartenteich hin, legt das Kabel rund um das Hindernis und auf der anderen Seite parallel und in geringem Abstand zum hinführenden Kabel wieder zurück zum Rasenrand. Wichtig ist, dass sich das hin- und zurückführende Kabel dabei nicht kreuzen. So heben sich die Magnetfelder der dicht nebeneinander liegenden Kabel auf und werden vom Mähroboter ignoriert. Vor Gewässern sollte man zusätzlich eine 15 Zentimeter hohe Barriere errichten.

4. Suchkabel

Bei manchen Geräten wird neben der Induktionsschleife auch ein zweites, sogenanntes Such- oder Führungskabels mitgeliefert. Es wird an einer von der Ladestation möglichst weit entfernten Stelle mit dem äußeren Begrenzungskabel verbunden und dann auf direktem Weg durch den Rasen zur Ladestation gelegt. Mit Hilfe dieses Suchkabels findet der Mähroboter auf schnellstem Weg zurück zur Ladestation.

5. Ladestation anschließen

Nachdem das Begrenzungskabel und ggfs. auch das Suchkabel verlegt sind und sie an der Ladestation wieder zusammenkommen, müssen sie mit der Ladestation verbunden werden. Die Anschlüsse für die beiden Enden der Induktionsschleife sowie für das Führungskabel liegen auf der Rückseite. Mit mitgelieferten Steckern und einer Zange können sie dort eingesteckt werden, ebenso wie der Stromstecker.

6. Mähroboter einstellen

Dann muss man der neuen Hilfskraft natürlich auch noch sagen, was sie zu tun hat; sprich sie muss - mit einer eigenen PIN-Nummer versehen-  programmiert werden. In der Regel sollte ein Mähroboter nahezu täglich im Einsatz sein. Nur sonntags kann man ihm eine Pause gönnen. Das regelmäßige, leichte Mähen tut dem Rasen sehr gut.

Die erforderliche Mähzeit hängt von der Größe des Mähroboters und der Größe der Rasenfläche ab. Zwischen 35 und 70 Quadratmetern pro Stunde können gemäht werden je nach Leistungsfähigkeit des Gerätes. Beispiel: Wenn die Rasenfläche 300 Quadratmeter groß ist und der Mähroboter pro Stunde 50 Quadratmeter schafft, sollten eine tägliche Betriebszeit von sechs Stunden eingestellt werden. Gerade bei verwinkelten Rasenflächen ist es aber besser, noch eine Reserve hinzuzurechen.

Wichtig ist es, den Mähroboter nur tagsüber und nicht nachts fahren zu lassen, da nachts Tiere wie zum Beispiel der Igel im Garten unterwegs sind.

Wichtig ist auch den Diebstahlschutz mit Alarmfunktion in Betreib zu nehmen, da der Mähroboter in der Regel im Garten unterwegs ist, wenn sein Besitzer nicht da ist

Stand: 02.04.2019, 09:56