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Gartenzeit: Rüdiger Ramme zu Trends auf der Gartenmesse

Lokalzeit aus Köln vom 30.01.2020

Gartenzeit: Rüdiger Ramme zu Trends auf der Gartenmesse

Unser Gartenprofi Rüdiger Ramme hat auf der Internationalen Pflanzenmesse IPM, die noch bis morgen in Essen stattfindet, Ausschau gehalten nach den „Flowers for Future“: Neue grüne Lösungen in Zeiten des Klimawandels. Mehr Nachhaltigkeit und neue umweltfreundliche Ideen haben sich viele der 1500 Aussteller aus 50 Nationen auf die Fahne geschrieben. Aber was bringt das dem Hobbygärtner wirklich? Rüdiger Ramme hat nach Antworten gesucht und einige gefunden.   

IPM 2020 – Flowers for Future

Eigentlich liegen viele Gartenfans ja gerade im Winterschlaf. Einer nicht: Unser Gartenprofi Rüdiger Ramme. Er hat auf der Internationalen Pflanzenmesse IPM, die noch bis morgen in Essen stattfindet, Ausschau gehalten nach den „Flowers for Future“, nach neuen grünen Lösungen in Zeiten des Klimawandels. Nicht wenigen Hobbygärtnern sind bekanntlich in den letzten beiden heißen Sommern Pflanzen verbrannt und vertrocknet.

Fast 9 Milliarden Euro hat die Branche im letzten Jahr in Deutschland mit Zierpflanzen umgesetzt und muss jetzt liefern. Mehr Nachhaltigkeit und neue umweltfreundliche Ideen haben sich viele der 1500 Aussteller aus 50 Nationen auf die Fahne geschrieben. Aber was bringt das dem Hobbygärtner wirklich? Rüdiger Ramme hat nach Antworten gesucht und einige gefunden.   

 Kiri-Baum (auch Blauglockenbaum, botanisch Paulownia)

Der Kiri-Baum gilt als der am schnellsten wachsende Baum der Welt. Selbst im deutschen Klima wächst er drei Meter im Jahr, in ganzjährig wärmeren Gebieten bis zu sechs Meter. Innerhalb weniger Jahre erreicht er einen Stammdurchmesser von bis zu 40 Zentimetern. Das schnelle Wachstum verdankt dieser ursprünglich in Asien beheimatete Baum seinen tiefreichenden Wurzeln und seinen enormen, bis zu 1,2 Meter großen Blättern. Sein Holz ist ultraleicht und dennoch stabil. Vor allem für die Holzindustrie ist diese neue Züchtung als schnell nachwachsender Rohstoff interessant. Außerdem bindet der Kiri-Baum mit seinen großen Blättern bis zu 5 x mal mehr CO2 als andere Baumarten.

Hobbygärtner benötigen für diesen Baum allerdings vor allem eins: viel Platz. Dann aber ist er als Schattenspender oder Sichtschutz gut geeignet. Und wer gleich zwei Exemplare pflanzt, kann schon nach zwei Jahren eine Hängematte dazwischen aufhängen, verspricht der Züchter.  

www.wegrow.de 

„Flowers for Future“

Bienenfreundliche Stauden, ohne Plastik, und Pestizide, kultiviert in einem torfreduzierten Substrat; das verspricht ein Staudenproduzent unter dem Label „Flowers for Future“. Die Etiketten sind aus Graspapier, die Töpfe aus Altpapier. Beim Hobbygärtner fällt also kein Kunststoff-Müll mehr an. Die Papiertöpfe können sogar mit ins Pflanzloch wandern und verrotten da. Kultiviert, also großgezogen, wurden die Pflanzen im Betrieb zwar immer noch in Plastiktöpfen. Dieses aber werden im Betrieb wieder verwendet. Dennoch: Ganz ohne Plastik geht es in der Anzucht doch noch nicht.

www.stauden-koester.de

Blumenerde in der Papiertüte 

Und noch eine Welt-Neuheit wurde auf der IPM vorgestellt. Die Blumenerde in der Papiertüte. Statt in Plastiksäcken könnte der Pflanzenfan also künftig seine Blumenerde umweltfreundlicher nach Hause transportieren. Allerdings erstmal nur im Mini-Fünf-Liter-Paket.

www.kleeschulte-erden.de

GZ Rüdiger Ramme zu Trends auf der Gartenmesse 03:36 Min. Verfügbar bis 30.01.2030

Stand: 31.01.2020, 17:14