Banner der Lokalzeit-Serie "Gartenzeit"

Gartenzeit: Gafa

Gartenzeit: Gartenfachmesse "Gafa" Lokalzeit aus Köln 04.09.2018 03:33 Min. Verfügbar bis 04.09.2019 WDR

Lokalzeit aus Köln vom 04.09.2018

Gartenzeit: Gafa

In Köln ist heute die weltweit größte Gartenfachmesse - Gafa - zu Ende gegangen. 2000 Aussteller aus 60 Ländern stellten vor allem neueste Technik-, Geräte- und Möbeltrends im Garten vor: Superschicke Outdoor-Küchen, XXL-Grills, Akkubetriebene Rasenmäher oder Loungeecken mit wasserfesten Polstern. Unser Fernsehgärtner Rüdiger Ramme hat sich auf der Messe umgeschaut und dabei auch ein ganz neues Arbeitsgerät für den Hobbygärtner entdeckt: Das Handy.  

Trend Smart Gardening

Zeigefinger statt grüner Daumen und eine App; so können in Zukunft Rasenmähen und Gießen erledigt und auch die Gartenbeleuchtung gesteuert werden. Lästige Gartenarbeit war gestern, glauben jedenfalls einige Gartengeräte-Hersteller. Sie zeigten auf der Messe, dass mit Hilfe neuer Apps mehr als nur der Mähroboter oder die Bewässerungsanlage von unterwegs an - und ausgeschaltet werden können. In das System kann auch Wissen über Pflanzen gespeichert werden. So bekommt der Hobbygärtner etwa auch angezeigt, wann die Olive wieder gegossen und ob der Rasen gewässert oder geschnitten werden muss.

Eine kleine Box - eine sognannte Smart-Gateway - stellt dabei die Verbindung zwischen Internet, dem Smart-Gardening-System des Anbieters und den Geräten her. Sie erreicht per Funk auch bei großen Gärten eine hohe Reichweite. Ab 400 Euro kann auf diesem Weg die Bewässerung und ab 1100 Euro das Rasenmähen gesteuert werden, ohne dass der Gärtner zu Hause ist.

Mehr Infos: www.gardena.com/smart   

 

Trend: Gartengeräte mit Akku

Wer gern selbst im Garten tätig ist statt eine App zu bedienen und dennoch auf Motorlärm oder lange Kabel lieber verzichtet, setzt heute auf Geräte mit Akku. Das ist nicht neu, aber die Akkus werden immer kompakter und halten immer länger. Trend ist, das ein und derselbe Akku nicht nur in alle Gartengeräte, sondern auch in die Bohrmaschine passt. Das bieten bereits einige Anbieter an. Die Akkus passen aber bislang nur in die verschiedenen Geräte jeweils eines Herstellers und sind nicht universell einsetzbar.

Trend: Outdoor-Möbel und Grills

Mehr als 1,3 Milliarden Euro geben die Deutschen pro Jahr alleine für Gartenmöbel aus. Die Branche rechnet mit steigenden Umsätzen. Die schlichte Bierbank-Garnitur tut‘s nicht mehr.

Gartenmöbel erinnern immer mehr an Wohnzimmer-Einrichtungen. Neu sind vor allem wasser- und wetterfeste Auflagen, die sich anfühlen wie Pendants für drinnen und die draußen bleiben können, auch wenn es regnet.

Jeder zehnte Deutsche gibt laut einer Studie mehr als 100 Euro für Grillgut und Zubehör pro Monat aus. Mit dem Grillen werden alleine in Deutschland Milliarden gemacht. Immerhin: 90 Prozent der Deutschen besitzen einen Grill. Für einen schicken Gasgrill aus Edelstahl werden inzwischen sogar 2000 Euro und mehr ausgegeben. Der neueste Schrei sind Grills mit WLAN-Funktion, die Nachrichten versenden, wenn das Fleisch gar ist.

Terrarium Marke Eigenbau   

Auf der Suche nach Pflanzen und neuen Ideen ist unser Experte auf der Messe auch noch fündig geworden. Buddelpflanze statt Buddelschiff – einen Terrarium-Eigenbau für knapp 70 Euro. Das Prinzip ist von den Seefahrern abgeguckt. Die haben schon im 18. Jahrhundert auf ihren Reisen unbekannte Pflanzen entdeckt  und sie fest verschlossen in großen Flaschen oder gläsernen Behältern von einem Ende der Welt an das andere transportiert. So funktioniert auch das System von Plant Terrarium, dass als komplettes Set bestellt werden kann:

Zunächst wird eine Drainage von 2 cm in die Flasche eingefüllt. Dann ein oder mehrere Esslöffel Aktivkohle hinzugefügt (abhängig von der Größe der Flasche). Nun folgt die Terrariumerde, die mit einem Trichter eingefüllt wird. Es folgen die Pflanzen (es eignen sich vor allem kleine, wenig wuchsfreudige Pflanzen), die mit Hilfe einer Mini-Teleskopschaufel eingesetzt werden. Am Schluss wird vorsichtig und nur wenig gegen die Innenseite der Flasche bewässert. Nach einer Akklimatisierungsphase von zwei Wochen noch einmal gießen. Dann die Flasche mit einem Korken verschließen. Nun ist ein geschlossenes System entstanden, um das sich der Pflanzenfan nicht mehr kümmern muss.       

Mehr Infos: www.esschertdesgin.com

Stand: 04.09.2018, 17:43