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Gartenzeit: Eine Feuerstelle im Garten selber bauen

Lokalzeit aus Köln 09.11.2021 04:23 Min. Verfügbar bis 17.02.2023 WDR

Lokalzeit aus Köln vom 09.11.2021

Gartenzeit: Eine Feuerstelle im Garten selber bauen

Stand: 09.11.2021, 16:01 Uhr

Die Gartensaison geht langsam zu Ende und auch unser Lokalzeitgärtner verabschiedet sich heute in die Winterpause. Vorher aber möchte er noch zeigen, wie man einen ganz besonderen Ort im Garten selber bauen kann, an dem selbst im Winter noch mal die ganze Familie – oder wie in unserem Fall heute eine achtköpfige Wohngemeinschaft – gerne zusammen kommt. Ein kleines Plätzchen, an dem ein wärmendes Feuer lodert.

Die Gartensaison geht langsam zu Ende und auch unser Lokalzeitgärtner verabschiedet sich heute in die Winterpause. Vorher aber möchte er noch zeigen, wie man einen ganz besonderen Ort im Garten selber bauen kann, an dem selbst im Winter noch mal die ganze Familie – oder wie in unserem Fall heute eine achtköpfige Wohngemeinschaft – gerne zusammen kommt. Ein kleines Plätzchen, an dem ein wärmendes Feuer lodert.

Feuerstelle im Garten selber bauen:

Wenn es draußen kälter wird, wärmt sich so mancher Hobbygärtner/manche Hobbygärtnerin gerne an einem knisternden Feuer. Auf dem offenen Boden darf man das allerdings auf keinen Fall entzünden, sondern nur in einer eigens dafür vorgesehenen Feuerstelle. Und wenn die sich dann gleichzeitig auch noch als Grillplatz nutzen lässt, umso besser. Wintergrillen liegt schließlich im Trend und Stockbrot über dem offenen Feuer garen, ist vor allem für Kinder immer ein großer Spaß.  So eine Feuerstelle selber zu bauen, dauert nicht lange und es ist nicht schwer.

Rechtliche Vorgaben:

Beachet werden aber müssen diese Regeln: In NRW dürfen keine Gartenabfälle verbrannt werden. Auch offene Lagerfeuer im Garten sind verboten oder bedürfen einer Genehmigung. Erlaubt sind geschlossene Feuerstellen von höchstens einem Meter Größe. Der Unterschied zu offenen Feuern: Sie sind mit Steinen fest ummauert oder umfasst − und damit deutlich sicherer. Der Mindestabstand zum Nachbarn muss 10 Meter betragen. Windgeschützt sollte der Platz außerdem sein, damit die Rauchentwicklung möglichst gering ist.

Materialliste und Kosten überschaubar:

An Materialien braucht es nicht viel. Einige Polygonalplatten (aus Porphyr z.B. ab 15 Euro pro Quadratmeter), eine Schubkarre Schotter, einen Sack Trass-Zement, etwas Fugensplitt, Spaten, Schaufel, Handstampfer/Rüttelplatte, Gummi-Hammer, Meißel, Kelle, Wasserwaage, Küchenschwamm,

So gehen Sie vor:

  • Ein kreisrundes Loch von einem Meter Durchmesser 30 cm tief  und leicht schräg ausheben. Die Grube misst am Ende unten knapp 80 Zentimeter und oben einen Meter.
  • Zusätzlich außen rum einen 20 cm breiten Rand frei legen für eine Einfassung.
  • Eine Schicht Schotter unten ins Loch einfüllen und mit einem Handstampfer/Rüttelplatte verdichten.
  • Steinplatten leicht schräg und dicht an dicht rundum in die Grube einstellen und mit einem Gummihammer leicht in die Erde klopfen, damit sie fest stehen. (Platten ggfs. mit einem Meißel/Pflasterhammer vorsichtig in die gewünschte Form schlagen)
  • Eine dünne Schichte Schotter in den äußeren Ring/Randbereich der Feuerstelle füllen und mit der Rüttelplatte/Handstampfer ebenfalls verfestigen. Dieser Bereich ist eine Art Schutzschicht, damit der Rasen kein Feuer fängt, die aber auch in ihrer Mosaikform attraktiv aussieht.
  • Auf die Splittschicht mit der Maurerkelle eine dünne Lage Trass-Zement aufbringen, dann die Polygonalplatten passend draufpuzzeln und mit einem Gummihammer festklopfen. Mit der Wasserwaage kontrollieren, ob die Platten in der Waage liegen. Mit kleineren Steinstücken die Lücken schließen.
  • Diesen äußeren Rand nun mit Wasser ein schlemmen und die Platten mit einem Schwamm säubern. Der Zement bindet alles fest zusammen.
  • Wenn gewünscht noch feinen Splitt oder Pflastersand mit einem Handbesen in die Fugen einfegen.
  • Die übriggebliebenen Steinscherben für die schönere Optik auf dem Boden der Feuerstelle verteilen und mit dem Gummihammer etwas festklopfen.

Feuerstelle ist einsatzbereit:

Nun können die trockenen Holzscheite aufgeschichtet und entzündet werden. Wer einen Schwenkgrill besitzt, stellt ihn oben drüber einfach auf.

Achtung: Offenes Feuer hat eine magische Anziehungskraft für Groß und Klein. Lassen Sie Kinder nicht unbeaufsichtigt am Feuer spielen!