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Gartenzeit: Blumenzwiebeln verbuddeln

04:18 Min. Verfügbar bis 04.11.2022

Lokalzeit aus Köln vom 26.10.2021

Gartenzeit: Blumenzwiebeln verbuddeln

Stand: 04.11.2021, 15:45 Uhr

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“ - nach diesem Motto können Pflanzenfans jetzt schon in Sachen Frühjahrs-Vorsorge tätig werden. Schon im Oktober lässt sich nämlich die Blütenpracht des nächsten Frühlings im wahrsten Wort-Sinne in die Startlöcher bringen. Egal ob Tulpen, Narzissen oder Krokusse: Es sind alles Zwiebelblumen und die müssen mit ihren Zwiebeln zwischen Oktober und November in die Erde, damit sie ab Februar/März aufblühen.

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“ - nach diesem Motto können Pflanzenfans jetzt schon in Sachen Frühjahrs-Vorsorge tätig werden. Schon im Oktober lässt sich nämlich die Blütenpracht des nächsten Frühlings im wahrsten Wort-Sinne in die Startlöcher bringen. Egal ob Tulpen, Narzissen oder Krokusse: Es sind alles Zwiebelblumen und die müssen mit ihren Zwiebeln zwischen Oktober und November in die Erde, damit sie ab Februar/März aufblühen. Denn dafür benötigen sie den Kältereiz des Winters.

Lokalzeitzuschauer Lars Busch aus Erkrath-Hochdahl möchte sie gleich massenhaft in öffentlichen Flächen verbuddeln und hat sich Mitstreiter gesucht. Unseren Lokalzeitgärtner zum Beispiel. Wie kann man mit kleinen Tricks auf städtischen Wiesen und unter Bäumen am Wegesrand mit Blumenzwiebeln Akzente setzen? Da war der Profi gefragt.

Blumenzwiebeln zum Verwildern: 

Ziel auf Wiesen und unter Bäumen ist es in aller Regel, dass die verbuddelten Zwiebeln jahrelang im Frühjahr wieder neu aufblühen. Vom Verwildern spricht da der Fachmann. Dafür müssen entweder Wildformen von Zwiebelpflanzen oder spezielle Sorten gewählt werden, die sich gezielt zum Verwildern eignen. In der Regel steht das auf den Verpackungen. Solche Sorten gibt es von allen bekannten Arten; von Narzissen, Tulpen, Schneeglöckchen, Märzenbecher, Krokussen, Blausternchen oder Hyazinten. Alle müssen im Herbst in die Erde gesetzt werden.

Die wichtigsten Tipps, Tricks und Kniffe:

  • Beim Kauf der Zwiebeln sollte man statt Tütenware besser in Netze verpackte Ware wählen. Die Zwiebeln müssen trocken, fest und schimmelfrei sein
  • Die Preise pro Zwiebel liegen zwischen 5 Cent für einfache, gängige Sorten und 50 Cent bei anspruchsvollen Zuchttulpen
  • Die Blumenzwiebeln möglichst bald nach dem Kauf verbuddeln und nicht in der warmen Wohnung lagern. Sonst beginnen sie bereits auszutreiben. 
  • Achten Sie bei Auswahl auf einen langen Blütezeitraum, damit sie Nützlingen wie Bienen möglichst früh und lange Nahrung bieten
  • Für das Verbuddeln von Blumenzwiebeln gibt es eine einfache Formel. Sie werden etwa doppelt bis dreifach so tief eingegraben wie sie hoch sind.
  • Für größere Flächen – etwa unter Bäumen oder an Wegesrändern – bietet sich die Wurfmethode an: Wollen Sie verschiedene Zwiebelpflanzen kombinieren, mischen Sie die Zwiebeln gut durch, werfen sie mit vollen Händen einfach aus und pflanzen sie dort ein, wo sie landen. Achtung: Es sollten etwa 40 Zwiebeln auf einen Quadratmeter sein, damit im Frühjahr ein dichtes Blütenbild entsteht. Klotzen statt Kleckern also.  
  • Auf größeren Rasenflächen, die regelmäßig gemäht werden müssen, bieten sich sogenannte Tuffs an, mit denen man die Fläche im Frühjahr punktuell attraktiv gestalten kann. Teilstücke des Rasens werden dafür an verschiedenen Stellen kreisrund oder quadratisch mit dem Spaten abgestochen und einfach auf geklappt. Dann werden die gewünschten Zwiebeln dicht an dicht, mit der Spitze nach oben hineingesetzt. Der Rasendeckel wird wieder draufgesetzt. Fertig. Egal ob Krokusse, Narzissen oder Tulpen; sie wachsen einfach durch den Rasen nach oben durch.
  • Aufgepasst bei Tulpen: Blumenzwiebeln stehen auf dem Speiseplan gefräßiger Wühlmäuse ganz weit oben. Um den Nagern einen Strich durch die Rechnung zu machen, die Zwiebeln am besten in einen Pflanzkorb aus Plastik setzen oder feinmaschigen Kaninchendraht im Pflanzloch auslegen und dann erst die Zwiebeln einsetzen.
  • Damit die Zwiebeln jahrelang neu aufblühen können, sollte nach der Blüte der Blütenstand abgeknipst werden, damit sich keine Samen bilden. Denn das schwächt die Pflanzen. Die Blätter aber müssen so lange stehen bleiben, bis sie braun und eingetrocknet sind. Das dauert in der Regel vier bis sechs Wochen nach der Blüte.
  • Der Vorteil der Rasen-Tuffs: Der Gärtner kann um die bepflanzten Kreise und Quadrate im Frühjahr ohne Probleme drum herum mähen.
  • Wer Zwiebelblumen auf dem Balkon bewundern möchte, kann sie im Herbst einfach tief in seine bepflanzten Blumenkästen stecken. Oder einen eigenen Kübel mit ihnen bestücken nach der sogenannten „Lasagne-Methode“. Dabei werden Zwiebeln in verschiedene Schichten im Kübel in die Erde gelegt. Dicke Narzissenzwiebeln, die hoch hinaus wachsen,  zum Beispiel ganz nach unten. In der Mitte kleiner bleibende Tulpen und zum Schluss oben winzige Trauben-Hyazinten. Auf diese Wiese passen besonders viele Zwiebeln in einen Kübel. Geschickt kombiniert lässt sich so ein langer Blütezeitraum erzielen und der Kübel blüht besonders prächtig.