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Gartenzeit: Bienenfreundliche Pflanzen

Lokalzeit aus Köln vom 28.05.2019

Gartenzeit: Bienenfreundliche Pflanzen

Es geht um schattige Plätze, es geht um Bienen, Hummeln und andere nützliche Insekten und vor allem darum, wie man das beides zusammenbekommt. Die Kirchengemeinde hat sich nämlich auf die Fahne geschrieben, etwas für mehr Artenvielfalt zu tun.

Bienenfreundliches Schattenbeet

Bienenfreundliche Pflanzen Lokalzeit aus Köln 28.05.2019 03:39 Min. Verfügbar bis 28.05.2020 WDR

Pflanzen unter Bäumen und im lichten Schatten:

Was wächst also im lichten schattigen Bereich unter Bäumen? Rasen tut es meist nicht, weil der die Sonne liebt. Ökologisch wertvoll ist er auch nicht. Unser Garten-Experte Rüdiger Ramme aber weiß: Es gibt sehr wohl auch für dunkle Gartenecken blühende und insektenfreundliche Alternativen zu sprießendem Unkraut oder nackter Erde.

Auswahl bienenfreundlicher Stauden und Gehölze:

Frauenmantel, Prachtspiere, Azaleen/Rhododendron, Lungenkraut, Herbst-Annemone, Brunnera/Vergißmeinicht,  Hosta/Funkien, Lichtnelke, Elfenblume/Epimedium, Immergrün/Vinca minor, Glockenblume/Campanula, Purpurglöckchen/Heuchera, Storchschnabel/Geranium, Astrantien, Taubnessel, Goldbeeren/Waldsteinien, Bergenien/Bergenia, Efeu/Hedera, Lilientraube/Liriope muscari, Taglilien oder Johanniskraut 

Wichtige Kriterien für ein ökologisch wertvolles, bienenfreundliches Beet im lichten Schatten:

  • alle obengenannten Stauden und Gehölze gedeihen gut im Halbschatten und sogar im Schatten
  • ihre Blüten sind in der Regel einfach, offen und ungefüllt
  • und bieten Nektar und Pollen für Bienen und Hummeln
  • ratsam ist es, viele verschiedene Sorten und Arten auszuwählen. Denn nicht nur eine standort-gerechte Auswahl sondern auch die Vielfalt ist wichtig
  • achten Sie auf verschiedene Blütezeitpunkte. Der Tisch für die Insekten sollte mit Blüten von März bis Oktober gedeckt sein
  • Nektar und Pollen bieten vor allem die Wildstauden und Züchtungen mit einfachen, offenen statt gefüllten Blüten.
  • Auf Fingerhut und Lupinen sollte man in Gärten verzichten, in denen Kinder spielen, denn sie sind giftig

Beetvorbereitung:

Die richtige und sorgfältige Vorbereitung des Beetes ist entscheidend, damit die Stauden und Gehölze gut anwachsen können.

  • Zunächst muss alles Unkraut gründlich entfernt werden
  • Dann muss der Boden spatentief tief gelockert werden
  • Obendrauf wird eine Schicht frische Blumenerde verteilt
  • entweder vermischt mit Kompost. Ansonsten geben Sie organischen Dünger oder Bodenaktivator dazu
  • Die niedrigen Stauden und Bodendecker kommen in Dreier-Gruppen nach vorne ins Beet
  • Alles was höher wächst kommt gestaffelt und gruppenweise weiter nach hinten
  • Einzelne Prachtstauden oder Gehölze werden als Solitäre einzeln gepflanzt.
  • Fünf bis sechs Pflanzen passen auf einen Quadratmeter
  • Kostenpunkt pro Quadratmeter knapp 30 Euro  

Weitere Infos: Tipps & Tricks - Deutschland summt!

www.deutschland-summt.de/tipps-tricks.html

Stand: 28.05.2019, 09:35