Wuppertal: Jugendwerkstatt Alpha e.V. wird 40 Jahre

Jugendliche malt mit Pinsel und Farbe

Wuppertal: Jugendwerkstatt Alpha e.V. wird 40 Jahre

• Unterstützung beim Weg ins Berufsleben
• Ausbilder vermitteln handwerkliche Grundlagen
• Nur ein Drittel schafft den Weg in die Arbeitswelt

Von der Schule ins Berufsleben: Vielen Jugendlichen fällt der Übergang schwer. Seit 40 Jahren kümmert sich die Jugendwerkstatt Alpha e.V. in Wuppertal darum. Was die Jugendlichen hier lernen: grundlegende handwerkliche Fertigkeiten. Und, wie man sich im Arbeitsleben verhält. Für die meisten Jugendlichen ist das ein ganz schön hartes Pensum.

Schon einfache Aufgaben sind eine Herausforderung

Zwei Jugendliche in der Holzwerkstatt

In der Holzwerkstatt lernen die Jugendlichen handwerkliche Fähigkeiten

Marcel ist 16 und arbeitet schon seit einem halben Jahr in der Wuppertaler Jugendwerkstatt. In der Metallwerkstatt lernt er das Metall in Form zu bringen. Er hat ADHS und braucht deshalb viel Bewegung. Hier lernt er, konzentriert zu arbeiten.

Schon einfache Aufgaben sind eine Herausforderung

Die Jugendlichen hier haben häufig keinen Schulabschluss oder ihre Ausbildung abgebrochen. Vielen fällt das Lernen schwer. Die Ausbilder müssen deshalb häufig grundlegendes Wissen vermitteln.

Tricks helfen durchzuhalten

Die Jugendwerkstatt bietet 32 Plätze. Die meisten Jugendlichen bleiben ein Jahr, viele gehen aber nach einem Monat. Nur etwa ein Drittel schafft den Weg in die Arbeitswelt.

Jugendliche lernt, eine Hecke zu trimmen

Auch eine Hecke richtig zu trimmen will gelernt sein

Vertrauen und kleine Tricks helfen dabei: Wer eine Woche pünktlich kommt und sich anstrengt, bekommt einen Stempel. Bei vier Stempeln gibt es einen Tag bezahlt frei. Als Ansporn dienen auch wechselnde Ausbildungsorte.

Fördern und Fordern

Alle Ausbilder haben eine Berufs- und eine pädagogische Zusatzausbildung. Die Jugendlichen kommen aus verschiedenen Richtungen, die einen werden unterstützt zu Hause, die anderen nicht. Vielen sei gar nicht gesagt worden, dass sie Sachen sehr gut können. Durch die verschiedenen Einsätze finden die Jugendlichen heraus, was sie besonders gut können und welche Berufsausbildung zu ihnen passt.

Marcel findet, er hat Fortschritte gemacht. Jeden Tag acht Stunden zu arbeiten, das sei ein Unterschied zur Schulzeit. So gewöhne man sich an die normalen Arbeitstage.

Stand: 18.03.2019, 18:02

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