Coronavirus in Region Aachen: Kinder & Jugendliche

Kind lernt an Tablet

Coronavirus in Region Aachen: Kinder & Jugendliche

Aktuelle Informationen rund um Kinder und Jugendliche in der Region Aachen.

Düren öffnet Fußballplätze

Kinder bis 14 Jahre dürfen in Düren wieder auf städtischen Sportplätzen Fußball spielen - allerdings nur in Gruppen von höchstens fünf Kindern (06.05.2021). Das hat die Stadt beschlossen. Voraussetzung ist auch, dass Trainer einen negativen Corona-Test vorweisen. Außerdem müssen fünf Meter Abstand eingehalten werden. Vereinslokale und Umkleiden bleiben zu, Zuschauer dürfen sich nicht auf der Sportanlage aufhalten.

Schulen in Ostbelgien geschlossen

Die Grundschule und der Kindergarten in Lichtenbusch an der deutsch-belgischen Grenze bei Aachen sind wegen Corona geschlossen worden (04.05.2021). 6 Kinder und Lehrer sind erkrankt. 200 Kinder und Lehrer werden morgen dort getestet. Es ist bereits die dritte Schule in Ostbelgien, die wegen Corona schließen muss.

Hilfe für Kinder in der Pandemie

Mehr als 100 Eltern, Lehrer und andere Interessierte haben in Aachen am Donnerstagabend (29.04.2021) online über die Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche diskutiert. Die Stadt hatte dazu aufgerufen, um zu erfahren, wie man jetzt Unterstützung geben kann.

Viele machen sich im Moment Sorgen, weil sich die Kinder zu wenig bewegen. Schulsport fällt aus, die meisten Vereine haben das Training eingestellt. Einige Kinder und Jugendliche nehmen auch zu. Da gab es natürlich Fragen, ob die Stadt mehr Bewegungsmöglichkeiten anbieten kann. Und die Idee, dass Jugendliche ehrenamtlich mit maximal fünf Kindern Sport machen könnten. Die Stadt hat zugesagt, dass sie zum Beispiel versuchen wird, Netzwerke auf die Beine zu stellen, die die Leute zusammenführen und dass sie verstärkt Angebote wie Schwimmkurse machen will.

Schulen und Geschäfte müssen in Städteregion wieder schließen

Kitas, Schulen und Geschäfte müssen ab Donnerstag (29.04.2021) in der Städteregion Aachen wieder weitgehend schließen. Das hat das NRW-Gesundheitsministerium angekündigt. In der Städteregion ist die Sieben-Tages-Inzidenz zwar am Mittwoch (28.04.2021) wieder gesunken, lag aber an den vergangenen Tagen über dem festgelegten Grenzwert von 165. In den Kreisen Euskirchen und Düren ist das auch der Fall, im Kreis Heinsberg sind die Infektionszahlen niedriger. Dort bleibt es beim Wechselunterricht und eingeschränkten Kita-Betrieb.

Freie Schule klagt gegen Testpflicht für Schüler

Eine freie Schule aus Mechernich hat gegen die aktuelle Corona-Testpflicht für Schüler geklagt (14.04.2021). Das Oberverwaltungsgericht Münster muss nun entscheiden, ob das Land die Selbsttests in der Schule anordnen darf.

Die Schule sei der falsche Ort für die Tests, sagte ein Sprecher der Freien Veytal-Schule, einer Waldorf-Einrichtung. Positiv getestete Schüler stünden leicht am Pranger; aus Lehrern und Betreuern würden Aufpasser, die testunwillige Schüler abweisen müssten. Das widerspreche dem Recht auf Bildung, und für die Testpflicht gebe es keine rechtliche Grundlage, heißt es in der Klage. Ausdrücklich betont die Schule, dass sie Tests für sinnvoll hält - nur eben zuhause und in Verantwortung der Eltern.

Schnelltests für Kindergärten

Die Verteilung von Schnelltests für Kindergärten hat begonnen – allerdings noch nicht überall (13.04.2021). Die Stadt Aachen hat 14.000 Tests bekommen, damit können aber nicht alle Kitas in der Stadt versorgt werden.

Laut einer Liste vom Land sind die 14.000 Schnelltests für 76 Kitas in Aachen gedacht – es gibt aber etwa doppelt so viele Kitas. Auf der Liste fehlen gemeinnützig geführte Tageseinrichtungen oder Elterninitiativen. Noch offen ist, ob diese direkt beliefert werden. Der private Träger Pro Futura mit 33 Kitas in und um Aachen sagte dem WDR, noch keine Lieferung bekommen zu haben. Gleiches gilt für die AWO im Kreis Heinsberg mit 12 Kitas. In der Stadt Heinsberg sind dagegen Schnelltests für die städtischen Kitas angekommen.

Schulsozialarbeit in Corona-Zeiten

Die Schulsozialarbeit hat sich durch die Pandemie und den Distanzunterricht stark verändert (13.04.2021). Aus dem jetzt vorgelegten Jahresbericht wird deutlich, dass vor allem die persönlichen Kontakte zu den Klassen und den Familien fehlen.

Um nicht den Kontakt zu den Hilfesuchenden abreißen zu lassen, entwickelten die Schulsozialarbeiter neue Formen der Betreuung. Sie verschickten Kinderbriefe mit Spiel- und Bastelanleitungen. Außerdem organisierten sie Foto-Rallyes in den Wohnorten der Kinder. Bei Spaziergängen konnten Jugendliche im Einzelgespräch ihre persönlichen Probleme schildern. Häufig sind das beengte Wohnungen ohne Rückzugsmöglichkeit und eine schlechte technische Ausstattung für den Distanzunterricht. Mehr als 100 Schüler und deren Eltern wurden in Jülich betreut.

Kaum Schwimmausbildung wegen Corona

Die Schwimmausbildung für Kinder bei uns liegt in Folge der Corona-Pandemie seit einem Jahr mehr oder weniger auf Eis (08.04.2021). Schwimmlehrer in Aachen, Düren, Heinsberg und Euskirchen schlagen deshalb Alarm.

Schon vor Corona sei die Lage besorgniserregend gewesen, sagt zum Beispiel die Schwimmabteilung des VfR Übach-Palenberg. Jetzt, wo alle Schwimmhallen geschlossen sind, habe sich das Problem verschärft. Auch die Zahl der Übungsleiter sinkt seit Jahren. Schon vor der Pandemie konnten laut DLRG 60 Prozent aller Zehnjährigen nicht richtig schwimmen. Hinzu kommt, dass die Wartelisten für einen Schwimmkurs immer länger werden. Ehe der eingetretene Rückstau abgearbeitet sei, könnte es Jahre dauern, warnen die Schwimmvereine in unserer Region.

Corona verschärft Gefahr einer Online-Sucht

Bei der Suchtberatung in der Region melden sich deutlich mehr besorgte Eltern (12.01.2021). Wegen der Corona- Pandemie verbringen Kinder und Jugendliche deutlich mehr Zeit vor dem Bildschirm. Morgens Onlineunterricht, dann ein paar Videospiele, ein bisschen Daddeln und abends ein paar Filme auf YouTube oder Netflix.

Nach aktuellen Studien der Krankenkasse DAK ist der Gebrauch von Computern, Handys und Tablets bei Kindern und Jugendlichen durch Corona um 75 Prozent gestiegen. Die Gefahr einer Onlinesucht wächst. Die Suchthilfe Aachen bietet deshalb mehr Beratungen und Infoabende für Eltern, Lehrer sowie für Kinder und Jugendliche an. Wichtig sei es, immer einen Ausgleich zu den Bildschirmzeiten zu schaffen - wie zum Beispiel Sport draußen, Spiele oder Lesen.

Keine Elternbeiträge in Aachen 2021

Eltern müssen für dieses Jahr keine Beiträge für Kita, Kindertagespflege oder die offene Ganztagsgrundschule ((OGS)) zahlen. Das hat der Rat der Stadt beschlossen. Damit möchte Aachen die Familien während der Pandemie entlasten. Bereits gezahlte Beiträge sollen in den nächsten Tagen zurückerstattet werden.

Wenige Selbsttests an den Schulen

Das Schulministerium hatte ab Dienstag (16.03.2021) Selbsttests für die Schüler angekündigt. Nach unserer Recherche bei rund 20 Schulen in der Region ist nur eine am Dienstag beliefert worden. Tausend Selbst-Tests für ein Dürener Gymnasium. Alle anderen hoffen weiter auf Post, ob in Aachen, Stolberg, Alsdorf, Kreuzau, Jülich, Langerwehe, ob Haupt-, Gesamtschule oder Gymnasium. Zwei, drei rechnen optimistisch mit Mittwoch. Viele fragen aber auch, wie sie mit positiv getesteten Schülern umgehen sollen.

Schulen in Düren mussten Montag öffnen

Die weiterführenden Schulen in der Stadt mussten am Montag (15.03.2021) zum Präsenzunterricht öffnen. Das Land hat einen Antrag des Kreises Düren abgelehnt, den Distanzunterricht wegen der hohen Corona-Werte beizubehalten. Der Kreis Düren wollte die zwei Wochen bis zu den Osterferien nur mit Distanzunterricht überbrücken.

Darauf hatten viele Eltern, Schulleiter und auch die Schülervertretung in Düren gehofft. Der Inzidenzwert für die Stadt liegt bei über 200, für das Kreisgebiet bei 138. Beim Kreis hieß es, man bedauere die Entscheidung, müsse sie aber akzeptieren.

Mobile Endgeräte für Stolberger Schüler

Die Stadt Stolberg stellt mehreren Schulen mehr als 1.300 mobile Endgeräte für Distanzunterricht zur Verfügung (09.03.2021). Zunächst profitieren davon die Grundschule Bischofstraße sowie das Ritzefeld Gymnasium, bald sollen dann alle Stolberger Schulen ausgestattet sein. Die Geräte sollen auch später im durchgehenden Präsenzunterricht weiterhin zum Einsatz kommen. Die Geräte sollen nach Angaben der Stadt langfristig zum Einsatz kommen - also auch dann, wenn wieder durchgehend Präsenzunterricht stattfindet.

Erschwerte Situation von Trennungskindern in Corona-Pandemie

Kinder von getrennten oder in Scheidung lebenden Paaren leiden besonders unter der Corona-Pandemie. Das bestätigen die Familienberatungsstellen in der Region (08.02.2021). Vor allem die Besuchs- und Umgangsregeln würden zunehmend zum Streitfall.

Die Pandemie werde oft als Grund vorgeschoben, das Umgangsrecht zu verweigern, sagt die Beratungsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen in Düren. In den Corona-Schutzmaßnahmen sei aber geregelt, dass Besuche bei den getrennt lebenden Elternteilen sogar im Ausland möglich sind.

Auch der Kinderschutzbund in Aachen bestätigt, dass vor allem kleine Wohnungen oder Geldsorgen die Probleme verschärfen. Die Kinder litten besonders unter Trennung und Streit, denn ihnen fehlten die Freiräume wie Schule oder Sportvereine.

Schulen in Ostbelgien weiter offen

Während die Schulen in Deutschland geschlossen sind, geht die Deutschsprachige Gemeinschaft einen anderen Weg: Schulen sind geöffnet, für ältere Schüler gibt es Unterricht im Wechsel (21.01.2021). Die Hälfte der Klassen 9 bis 12 lernt eine Woche in der Schule und die andere Hälfte eine Woche zu Hause.

Die jüngeren Schüler haben normalen Unterricht. Kinder ab 12 müssen Masken tragen, für die Lehrer gibt es FFP2-Masken. Schulen sind mit CO2-Messgeräten ausgestattet, und es sind mehr Schülerbusse im Einsatz. Die Regierung in Eupen stuft die psychologischen Schäden der Kinder bei geschlossenen Schulen höher ein als das Infektionsrisiko. Ob das reicht, darüber berät am Freitag der Belgische Sicherheitsrat.

So wie in Belgien insgesamt sind auch in der DG die Corona-Zahlen derzeit rückläufig.

Unterschiedlich starke Auslastung der Kitas in Aachen

Der Betreuungsbedarf in den 56 Kitas in Aachen schwankt derzeit stark (12.01.2021). In einigen sind nach Angaben der Stadt wegen Corona nur 30 Prozent der Kinder, in anderen bis zu 70 Prozent. Nach der Corona-Schutzverordnung des Landes sind die Kitas grundsätzlich geöffnet. Eltern sollen ihre Kinder aber, wenn möglich, selber betreuen. Das ist für einige aber kaum zu leisten. Die Stadt Aachen nennt besonders Alleinerziehende, berufstätige Eltern, die kein homeoffice machen können oder Eltern, die sich jetzt nach den Ferien gleichzeitig um Homeschooling, Kleinkinder und ihre Arbeit kümmern müssen. Je nach Elternstruktur sind die Aachener Kitas deswegen unterschiedlich stark gefragt.

Kinderschutzbund: Lockdown für Familien immer belastender

Der Kinderschutzbund weist auf die schwierige Situation von Familien im Corona-Lockdown hin (11.01.2021). Sie werde immer belastender - die Pandemie sorge für viele Probleme. Besonders für finanziell schwache Familien sei das Homeschooling eine große Herausforderung, sagt die Geschäftsführerin des Kinderschutzbunds in Aachen, Andrea Weyer. Diesen fehle häufig die dafür notwendige technische Ausstattung. Auch für den Kinderschutzbund ist die Arbeit derzeit schwierig. Häufig wenden sich Lehrer oder Erzieher an den Verband, wenn sie vermuten, dass sich Kinder in Notsituationen befinden. Im Lockdown haben hilfsbedürftige Kinder aber kaum eine Möglichkeit sich mitzuteilen. Auch Freizeitangebote und Sprechstunden des Kinderschutzbunds müssen derzeit entfallen.


Schüler und Eltern kritisieren Distanzunterricht

Während Schulträger und Landesregierung oft betonen, wie gut Schulen in Aachen, Düren und Heinsberg auf das digitale Lernen vorbereitet sind, hagelt es von Schülern und Eltern Kritik (07.01.2021). Zwar sei Digitalunterricht richtig, bringe aber viele Schüler an ihre Grenzen.

Schüler der Heinrich-Heine Gesamtschule und des Inda-Gymnasiums in Aachen kritisieren, dass flächendeckendes WLAN fehlt. Die Hauptschule Drimborn beklagt fehlende Ausstattung bei Familien. In diese Kerbe schlägt auch die Schülervertretung der Städteregion. Sie sagt, gerade in Haupt-, Real- und Berufsschulen zwischen Monschau und Baesweiler gäbe es deutlichen Nachholbedarf. Hinzu kommt, dass sich viele Lehrer, vor allem ältere, schwer tun mit der neuen Technik. Oft fehlt es aber auch schlicht an digitalen Lernkonzepten.

Corona-Pandemie Belastung für viele Frauen

Die Lebenssituation vieler Frauen in Aachen hat sich während der Corona-Pandemie erheblich verschlechtert. Das hat eine Umfrage des regionalen Frauennetzwerkes ergeben. Knapp 600 Frauen und Männer aus der Städteregion haben an der Befragung teilgenommen. Auch wenn die Umfrage nicht repräsentativ ist: Sie zeigt, wie zementiert Rollenverteilungen nach wie vor sind: Die Betreuung der Kinder während der Kita- und Schulschließungen zum Beispiel wurde zu 70 Prozent durch die Mütter gestemmt. Mehr als doppelt so viele der teilnehmenden Frauen arbeiteten überwiegend oder ausschließlich im Homeoffice. Die Belastung durch die Krise wurde deshalb unterschiedlich bewertet: 42 Prozent der Frauen belastete die Pandemie stark. 42 Prozent der Männer gaben dagegen an, die Coronakrise habe sie kaum belastet.

Tipps für Kinder in der Corona-Krise

Wie beschäftige ich meine Kinder zu Hause? Diese Frage stellen sich auch in der Aachener Region viele Eltern seit Beginn der Corona-Krise. Im Internet gibt es immer mehr Tipps dazu.

Über Rätsel, interaktive Geschichten, Online-Vorlesestunden bis hin zum Programmieren für Jugendliche – das Netzwerk "Aachenerkinder.de" hat Tipps für jede Altersgruppe zusammengestellt. Ähnlich sieht es beim Familienmagazin "Kingkalli" aus. Hier kann man lernen, wie man Knete selber macht oder einen Barfußpfad im Wohnzimmer aufbaut.

Unter dem Motto "macht die Welt für uns ein bisschen bunter" ruft der Kreis Düren bei Facebook auf, Bilder zu malen. Auch im Kinderradio-Kanal des WDR gibt es Basteltipps und Spieleideen. Außerdem klärt ein Arzt hier kindgerecht über die Corona Krankheit und die Folgen auf.

Stand: 06.05.2021, 20:17