Von Strausberg zum Mount Everest (2/2)

Nahaufnahme des Cockpits eines Segelflugzeuges über verschneitem Bergpanorama unter blauem Himmel

Von Strausberg zum Mount Everest (2/2)

Die Fluggenehmigungen für die Strausberger Motorsegler sind da, die Nepal-Mission kann beginnen. Vom Flugplatz im subtropischen Pokhara, am Fuße des Annapurna-Massivs mit seinen Achttausendern, starten die Motorsegler zu Forschungsflügen in die höchsten Berge der Welt.

Wird die Luftbildkamera den extremen Bedingungen standhalten - eisiger Kälte und enormem Unterdruck? Liefert sie brauchbare Bilder für hochaufgelöste 3D-Modelle von Gletschergebieten, in denen Lawinen und gigantische Hangrutschungen das Leben der Einheimischen bedrohen? Wenn nicht Wolken die Gipfel verhüllen, wird jede Stunde zum Fliegen genutzt.

Sensoren an Brust, Stirn und Schienbein der Piloten liefern Daten über den Sauerstoffmangel in großen Höhen. Luftturbulenzen werden aufgespürt als Hilfe für nepalesische Passagiermaschinen in gefährlichen Regionen. Vor allem aber wird der Mount Everest zum ersten Mal mit einem Segler aus der Luft bezwungen, der Khumbu-Gletscher detailliert abgelichtet.

Drei Monate später werden dort 16 Sherpas durch eine Lawine ihr Leben verlieren. Bergrettung, Umweltforschung und Katastrophenschutz können die Ergebnisse der Nepal-Mission nutzen. Denn aus den 350.000 Einzelbildern der Spezialkamera entstehen beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Berlin die genauesten Modelle vom Himalaya, die es jemals gab.

Ein Film von Heiderose Häsler
Redaktion: Christiane Mausbach

Stand: 07.02.2018, 11:14