Usbekistan - Auf der Seidenstraße unterwegs

mit Lehm verkleidete geschwungene Mauer, bekrönt mit kleinen Zinnen, vorne links zwei gemauerte Türme mit rundem Abschluss und blau-weißer Verzierung, hinten flache Häuser und wenige Bäume

Usbekistan - Auf der Seidenstraße unterwegs

Märchenhafte Städte wie Samarkand, Buchara und Xiva boten den Handelskarawanen auf der Seidenstraße jahrhundertelang die nötige Infrastruktur, um ihre Waren umzuschlagen und Menschen und Tiere unterzubringen. Zahlreiche Gebäude zeugen noch heute von der Pracht und dem Reichtum, den der Handel in die Oasenstädte brachte.

In Samarkand bestaunen wir die Architektur der prächtigen Koranschulen, Medresen genannt, die zum UNESCO-Welterbe zählen, und erleben, wie die wertvollen Seidenteppiche hergestellt werden. Dazu wird die Seide vom Färbermeister auf traditionelle Weise mit Walnusshüllen gefärbt.

In der Region Boysun im Hissargebirge wird zum Nouruz-Fest das uralte Reiterspiel Kopkari ausgetragen. Mehr als hundert Reiter versuchen, einen Ziegenbalg vom Boden aufzuheben und mit dieser Beute den anderen Reitern zu entkommen.

In seinem Geburtsort Shahrisabz ließ der usbekische Volksheld Amir Timur (Tamerlan) 1380 einen gigantischen Palast errichten. Er umfasste tausend mit Edelsteinen geschmückte Zimmer. Zu Timurs Ehren bereitet der Restaurator Aziz das usbekische Nationalgericht Palov zu, das überwiegend aus Reis, Schaffleisch und Möhren besteht.

Die Dokumentation zeigt Usbekistan mit prachtvollen Bauten und faszinierenden Landschaften, beleuchtet aber auch die Probleme des Landes wie die Versalzung der Felder durch den extensiven Baumwollanbau und die eingeschränkte Pressefreiheit.

Ein Film von Max von Klitzing
Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 21.08.2020, 10:30

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