Tauchen mit Eisbären: Amos - Das Foto seines Lebens

Blick von unten durch das Wasser auf einen großen und zwei kleine Eisbären, die an der Wasseroberfläche schwimmen, Sonnenstrahlen fallen von oben durch das tiefblaue Wasser und auf die Bären

Tauchen mit Eisbären: Amos - Das Foto seines Lebens

Ein Pinguin taucht direkt ins weit geöffnete Maul eines Seeleoparden, ein Schwertfisch pflügt durch einen Schwarm Makrelen: Die Fotos von Amos Nachoum sind weltberühmt. Jeder kennt sie, alle bedeutenden Magazine drucken die ikonischen, faszinierenden Bilder.

Der Fotograf aus Israel ist eine lebende Legende der Unterwasserfotografie. Nicht zuletzt wegen seiner Eigensinnigkeit: Amos Nachoum verzichtet auf schützende Käfige und beharrt auf der Idee, nur im direkten Gegenüber mit dem wilden Tier Fotos schießen zu können, die dessen Seele widerspiegeln, die eine Geschichte erzählen, die unverstellt und echt sind.

So tauchte er im freien Gewässer mit Anakondas, Weißen Haien, Killerwalen und Krokodilen, ohne Netz und doppelten Boden. Nur eine Aufnahme ist ihm nie gelungen, die von Eisbären im Polarmeer. Bei einem ersten Versuch vor zehn Jahren geriet Amos Nachoum in Lebensgefahr. Jetzt macht im äußersten Norden Kanadas einen zweiten Versuch.

Dieser Film begleitet den Fotografen auf der gefährlichen Expedition. Die einmotorige Propellermaschine muss im Sturm quer zur Startbahn landen, das Zeltlager wird weitab der Zivilisation zwischen Felsen errichtet. Bewaffnete Inuit beschützen die Crew vor den Eisbären. Denn hier in der Wildnis wird jeder Gang zur Toilette zur Gefahr. Tagelang geht es immer wieder ins eiskalte Polarmeer – auf der Suche nach dem „Foto seines Lebens".

Ein Film von Yonatan Nir und Dani Menkin
Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 21.12.2020, 14:30

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