Myanmar - Eine Reise durch mein Land

Sonnenuntergang über einer asiatischen Tempellandschaft, im Vordergrund eine Frau mit weißem Hut von hinten

Myanmar - Eine Reise durch mein Land

Khine Khine, eine junge, in den USA aufgewachsene Burmesin bereist ihr im Umbruch befindliches Land. Sie möchte in Begegnungen und Gesprächen herauszufinden, was die Menschen ihrer einstigen Heimat bewegt und wohin das heutige Myanmar treiben wird. Ihre Eltern mussten nach den Studentenunruhen von 1988 emigrieren.

Khine Khine möchte Mrauk U, das Zentrum des einstigen Königreichs Arakan aufsuchen, eine "Goldene Stadt", die einst einen Teil Bengalens und das westliche Niederburma regierte. Heute bildet das untergegangene Reich die Provinz Rakhine, die in den Medien immer dann auftaucht, wenn es um Konflikte mit den in Myanmar lebenden Muslimen geht.

Deren Vorfahren kamen als Zwangsarbeiter ins Land; die Könige von Arakan brauchten sie, um ihre riesige Kriegsflotte aufrechtzuerhalten. Von der buddhistischen Bevölkerungsmehrheit wurden die Zuwanderer nie anerkannt; auch nach vier Jahrhunderten sind sie nicht integriert. Immer wieder kommt es zu brutalen Übergriffen, mehrfach wurden ganze Dörfer niedergebrannt. Doch Myanmar, das Land, an dem seit der Öffnung so viele Hoffnungen hängen, verdrängt seine gesellschaftlichen und ethischen Konflikte.

Khine Khine sieht auf ihrer Reise Orte, deren Armut und Vernachlässigung deprimierend sind. Ein Kulturerbe, mit dem der burmesische Aufbruch nichts anzufangen weiß; Pagoden, Tempel und religiöse Prachtbauten, die dem Verfall preisgegeben sind. Die Reisedokumentation übernimmt die Erzählperspektive der jungen, aus den USA in ihr Land zurückgekehrten Burmesin - mit einem Kommentar im Stil eines tagebuchartigen inneren Monologs.

Ein Film von Roman Teufel | Redaktion: Christiane Mausbach

Stand: 03.04.2018, 17:02