Mongolei - Zwischen Jurte und Megacity

Kamele, Ziegen und Schafe grasen in Steppelandschaft vor einer Sanddüne, im Hintergrund felsige Berge

Mongolei - Zwischen Jurte und Megacity

Die Mongolei ist ein riesiges Land, fast viermal so groß wie Deutschland. In der Hauptstadt Ulan Bator pulsiert das Leben, die weite Steppe ist hingegen nur spärlich besiedelt. Der Film zeigt die gewaltigen Unterschiede zwischen der Stadt und dem weiten Land, in dem Nomaden noch immer umherziehen.

Da ist zum Beispiel Tsogbajr. Neben seinem Job in einem Geschäft für Autozubehör geht er einer besonderen Berufung nach: Tsogbajr ist Schamane. Er versteht sich als Vermittler zwischen der traditionellen Geisterwelt und dem modernen Leben.

Auf dem Land leben die Nomaden fast genauso traditionell wie schon seit Jahrhunderten. Zwar müssen sie nicht auf Handy und Satellitenfernsehen verzichten, doch sie ziehen wie eh und je mitsamt ihren Herden vom Sommer- ins Winterlager und wieder zurück.

In der alten Königsstadt Karakorum besuchen wir Erdene Zuu, die bedeutendste Klosteranlage der Mongolei. Und in der Wüste Gobi treffen wir den Saurierforscher Tumendelger Khumbaa. Denn wenn es hier mal regnet, werden oft Jahrmillionen alte Knochen frei gespült.

Der Schriftsteller Galsan Tschinag ist nach Dschingis Khan der wohl bekannteste Mongole in Deutschland. Er hat zur Zeit der sowjetischen Unterdrückung in Jena studiert - und sich in den Kopf gesetzt, in der Mongolei eine Million Bäume zu pflanzen. Denn in den vergangenen Jahrzehnten wurden die Waldbestände rücksichtslos für den Export abgeholzt.

Ein Film von Burkhard Vorländer
Redaktion: Christiane Mausbach

Mehr über die Mongolei im WDR-Fernsehen

Stand: 06.02.2018, 10:16