Magisches Kolumbien

korpulente indigene Frau, mit Tuch um den Kopf und orange-grünem Kleid steht im Wasser einer Saline, im Hintergrund Salzhügel und Arbeiter

Magisches Kolumbien

Kolumbiens Nordosten, fernab von den Drogenkriegen im Süden des Landes, ist eine Region, die facettenreicher nicht sein könnte. Hier läuft das Leben der Menschen nach einem ganz eigenen Rhythmus, getragen von den Klängen des Vallenato, der fröhlich-melancholischen Akkordeon-Musik der Region.

Mitten im Río Magdalena arbeitet Americo Payares, ein Sandmann. Mit der Hand schaufelt er Sand vom Grund des Flusses in sein Kanu und fährt es dann mit dem Fahrrad zu seinen Kunden in Mompós. Der Dorfschullehrer Luis Serrano reitet mit seinem Esel regelmäßig durch das unwegsame Gelände der Sierra Nevada in Kolumbien. Er bringt Bücher und Geschichten zu Kindern in entlegenen Dörfern, die ohne ihn keinen Zugang zu Literatur hätten.

Emelia Reyes ist Süßigkeiten-Verkäuferin und lebt in der Tradition ihrer Vorfahren. Ihre kreolische Spezialität sind Cocadas, die sie nach einem Rezept ihrer Großmutter zubereitet und in Cartagena verkauft. Der 13-jährige Mario Hernandez hingegen will sich mit seinem Akkordeon ein Stipendium an der Schule in Valledupar erspielen und träumt davon, einmal ein ganz großer Star zu sein.

Ein Film von Marco Berger und Ana Maria Marin
Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 18.07.2019, 10:00