Wildes Kanada - Der hohe Norden

rechts ein ausgewachsener magerer Eisbär und links zwei kleine Eisbären gehen über ein weißblaues Schneefeld mit scharfkantigen Strukturen auf den Betrachter zu

Wildes Kanada - Der hohe Norden

Die Polargebiete Kanadas sind den größten Teil des Jahres von Schnee und Eis bedeckt. Mit Ebbe und Flut bewegen sich hier gigantische Meereisflächen über 16 Meter auf und ab, eine Landschaft, die aussieht, als würden sie atmen, und dabei gefährliche Spalten und Risse erzeugt.

Diese schroffe Gegend ist die Heimat eines Tieres, das zum Symbol für die Arktis geworden ist: des Eisbären. Eine Eisbärin hat ihre Jungen in einer Höhle an der Küste zur Welt gebracht und bereits seit acht Monaten nichts gefressen. Jetzt muss sie dringend nach Nahrung suchen, am besten auf dem Meereis.

Aber erst, wenn der Nachwuchs in der Lage ist, Hunderte Kilometer zurückzulegen, kann die Familie sich auf den Weg Richtung Meereis machen. Mittlerweile beginnt es dann oft bereits zu schmelzen und eine Jagd auf die bevorzugten Robben wird unmöglich. Ein Dilemma, das mit der zunehmenden Erderwärmung hier jedes Jahr früher sichtbar wird.

Und so suchen sich manche Eisbären andere Futterquellen. Im nördlichen Québec wollen sie es ihren Verwandten, den Grizzlies, gleichtun, indem sie in einem durch warme Quellen nicht zugefrorenen Fluss Fische fangen. Leichter gesagt als getan, denn Eisbären fehlt die Erfahrung - und so müssen sie erst tollpatschig erlernen, hier Beute zu machen.

Ein Film von Sacha Mirzoeff und Jeff Turner
Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 07.10.2020, 16:00

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