Kamtschatka - Frühling auf Sibirisch

Vulkan mit schwarzer Spitze in weißer Schneelandschaft unter blauem Himmel mit wenigen weißen Wolken, vorne ein roter Hubschrauber, der auf den Vulkan zufliegt, und eine kleine blassblaue Hütte

Kamtschatka - Frühling auf Sibirisch

Die Bewohner Kamtschatkas werden von einer besonderen Leidenschaft erfasst, wenn die milde Jahreszeit naht - also das, was man hier unter mild versteht. Wenn man wieder vor die Tür treten kann, ohne in einen Schneesturm zu geraten und die ersten Bären aus dem Winterschlaf erwachen. Dann geht es raus, auf der Suche nach Abenteuern.

Kamtschatka ist berühmt für seine Vulkane und Naturschutzgebiete. Man muss nur irgendwie hinkommen: Wenige Orte sind mit Straßen verbunden. Der Film spielt auf der dünn besiedelten Halbinsel im Osten Russlands und zeigt einzigartige Bilder der rauen unberührten Natur.

Und er stellt uns Menschen wie Sergey Samoilenko vor. Der Vulkanforscher weiß, dass es vielerorts unter der Halbinsel brodelt und ist daher stets in Alarmbereitschaft. So lange es kalt ist, gehen die Einheimischen in die Sauna. Anton Morozov surft lieber, egal bei welchen Temperaturen. Er ist ständig auf der Suche nach der perfekten Welle im winterlichen Pazifik.

In Kamtschatka heißt es, „es gibt es keine Straßen, nur Richtungen". Ohne Hubschrauber wären Dörfer wie Osernowski von der Außenwelt abgeschnitten. Der Ort ist als Hauptstadt der Fischerei bekannt, obwohl dort nur 1.800 Menschen leben. Sie arbeiten als Seeleute, Filetierer, Fischzähler. Nach mageren Jahren ist Osernowski zur Mustersiedlung geworden und beweist, dass kleine Küstendörfer trotz aller Widrigkeiten eine Zukunft haben.

Ein Film von Sven Jaax
Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 23.12.2021, 11:00

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