Im Bann des Polarlichts

blauer Himmel mit neongrünem Lichtstreifen, darunter verschneite Landschaft mit vereisten Ästen

Im Bann des Polarlichts

Im Winterhalbjahr erstrahlt Aurora Borealis, das Polarlicht, nachts über dem Horizont. Sonnenstürme, die ihre Energie auf die Erde schicken, sorgen für das faszinierende Phänomen. Hoch im Norden Europas zieht das Naturschauspiel die Menschen seit Jahrtausenden in seinen Bann.

Die Ureinwohner, die Sami, hielten das Nordlicht für ein schlechtes Zeichen. In ihren Zelten wurde nur leise geredet, wenn es zu sehen war. Bis heute hält sich die Sitte unter den Sami, über das Polarlicht erst zu sprechen, wenn es wieder dunkel geworden ist.

Chad Blakely dagegen kann ständig vom Nordlicht erzählen. Der US-Amerikaner ist vor sieben Jahren nach Abisko gekommen, einem kleinen Ort in Schweden nördlich des Polarkreises. Er veranstaltet hier Fotokurse für Polarlicht-Touristen, die inzwischen zu Tausenden in jedem Winter nach Abisko kommen. Vor allem aus Asien.

Urban Brandström, Forscher vom Institut für Weltraumphysik, ist dem Polarlicht aus anderen Gründen auf der Spur. Er forscht leidenschaftlich nach den Ursachen der Stürme auf der Sonne, die auch das Magnetfeld der Erde stark beeinflussen und etwa weitreichende Stromausfälle verursachen können.

Ein Film von Clas Oliver Richter
Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 07.10.2020, 16:30

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