Die Sonnenmenschen von Tokelau

schmale Insel mit vielen grünen Palmen inmitten eines türkisfarbenen Meeres von oben, auf der Insel mehrere lange Solarmodule und eine Hütte mit grauem Dach

Die Sonnenmenschen von Tokelau

Drei einsame Atolle mitten im Pazifik: Tokelau liegt 500 Kilometer nördlich von Samoa und gilt als einer der abgelegensten Orte der Welt. Nur alle zwei Wochen verbindet eine Fähre in 30-stündiger Fahrt die Inseln mit Samoa, ans Telefonnetz wurden sie erst 1994 angeschlossen - als letztes Land der Erde.

Die Menschen leben hier seit Jahrhunderten mit dem "Inati"-System, einer Art Urkommunismus, in dem alles geteilt wird. Strom gab es lange Zeit nur wenigen Stunden am Tag - erzeugt von lärmenden Dieselgeneratoren. Der Treibstoff dafür musste Fass für Fass mit der Fähre aus Samoa herangeschafft werden - 200 Liter für jeden Tag.

Seit wenigen Jahren sorgt nun ein Solarkraftwerk rund um die Uhr für eine stabile Stromversorgung. Tokelau, das lange so rückständig war, ist damit das erste Land der Welt, das seinen Strom zu 100 Prozent aus Solarzellen bezieht. Wie hat sich das Leben dadurch verändert? Das Filmteam hat die Inselgruppe besucht.

Ein Film von Ulli Weissbach
Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 21.09.2020, 17:30

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