Die Scilly Inseln - Englands unbekannte Schönheit

Frauen rudern vor einer flach hügeligen Küste ein langes altertümliches Boot, hinter ihnen ein Motorboot mit gelber Kajüte

Die Scilly Inseln - Englands unbekannte Schönheit

Die Isles of Scilly liegen vor der Küste von Cornwall. Die westlichste Spitze Englands, Land's End, ist nur 45 Kilometer entfernt. Bei schönem Wetter leuchten weiße Sandstrände vor azurblauem Meer, bei Sturm peitschen die Wellen gnadenlos gegen die etwa 140 winzigen Inseln, von denen keine breiter als fünf Kilometer ist.

Nur sechs von ihnen sind mit etwa 2.260 Einwohnern bewohnt. Hier gibt es die kleinste Molkerei Englands mit eigener Eiscremefabrik, die kleinste Fußball-Liga des Königreiches mit sage und schreibe zwei Mannschaften und ein für englische Verhältnisse sehr untypisches, sonniges Klima.

Die Insulaner kennen die Tücken des Ozeans: In der Vergangenheit zerschellten rund 800 Schiffe an den Klippen vor den Scillys. Der Meeresgrund mit seinen Wracks und seinen vielen ungeklärten Geheimnissen ist ein Eldorado für Taucher und Archäologen.

In einem Punkt sind die Bewohner der Scilly Islands besonders britisch: Sie sind sportverrückt. Ständig treten sie gegeneinander an, nicht nur in der Fußball-Liga, sondern auch bei den großen Inselregatten mit traditionellen Gig Boats. Das sind Ruderboote mit einer über 200-jährigen Tradition.

Die vielen exotischen Pflanzen, die auf den Inseln gedeihen, verdanken ihre Existenz dem sehr milden Klima und dem Tresco Abbey Garden, den Augustus Smith 1835 anlegen ließ. Mit über 20.000 Pflanzen ist er das Highlight für jeden Blumenliebhaber.

Ein Film von Hanno Gerken und Frank Mirbach
Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 01.09.2020, 13:00

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