Die gefährlichsten Schulwege der Welt - Philippinen

drei Kinder klettern einen sehr steilen Hang hinauf, über Felsbrocken und die Wurzeln von üppig grünen Dschungelpflanzen

Die gefährlichsten Schulwege der Welt - Philippinen

Auf der philippinischen Halbinsel Zamboanga del Norte gehen Küste und Gebirge nahtlos ineinander über. Die 11-jährige Aible wohnt hier direkt am Meer, ihre Schule befindet sich aber mitten auf dem angrenzenden Berg, um auch den dort lebenden Kindern eine Schuldbildung zu ermöglichen.

Eine Straße führt dort hinauf. Doch sie zu Fuß zu gehen, würde mehrere Stunden dauern. Und ein Motorradtaxi können sich die Schüler nicht leisten. Aible und ihren Nachbarskindern bleibt also nichts anderes übrig, als jeden Tag die Abkürzung quer durch den Dschungel zu nehmen, der sie zur Pam-Pang führt: der berüchtigten und gefürchteten Steilwand.

In Flipflops und mit den Schulbüchern auf dem Rücken klettern die Kinder mitten im Dschungel morgens und abends die etwa 40 Meter hohe und teilweise 90 Grad steile Klippe herauf und herunter. Ungesichert.

Besonders gefährlich wird es, wenn es regnet. Denn dann sind das Erdreich, die Felsen und die Wurzeln rutschig. Schon viele Kinder sind hier abgestürzt und haben sich verletzt. Aber Aible und ihre Mitschüler wagen sich trotzdem jeden Tag erneut an die Wand - getrieben von der Hoffnung auf ein besseres Leben durch ihre Schulbildung.

Ein Film von Raphael Lauer
Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 08.10.2020, 12:00

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