Die gefährlichsten Schulwege der Welt - Kolumbien

zwei in die Kamera lächelnde Mädchen mit dunkler Hautfarbe, schwarzen krausen, zusammengebundenen Haaren und bunten Trägershirts sitzen nebeneinander auf einem Bett mit orange-bunter Decke zwischen schlichten Holzwänden

Die gefährlichsten Schulwege der Welt - Kolumbien

Im Norden Kolumbiens in der Region Bajo Cauca rund 300 Kilometer nördlich von Medellín liegt das kleine Dorf Vereda la escuela. Hier wechseln sich dichter Dschungel und Sümpfe ab. Die Menschen, die hier leben, sind arm und ihr Besitz ist auf das Nötigste beschränkt.

Wer der Armut entkommen will, schafft das meist nur durch Bildung. Nur so haben die Menschen die Chance auf einen guten Job in einer größeren Stadt. Um zur Schule zu kommen, müssen die Kinder täglich über eine instabile morsche Brücke gehen - ein paar dünne, rutschige Holzstämme, notdürftig zusammengebunden.

Die 10-jährige Kendys hat jedes Mal Angst, dass ihr oder ihren Freunden etwas passiert. Sie könnten ausrutschen oder herunterfallen und sich schwer verletzen. Der 10-jährige Juan muss zwar nicht über die Brücke, dafür kämpft er sich jeden Tag durch Dickicht und Schlamm und dann mit einem wackligen Einbaum über den Fluss.

Das alles nehmen die Schulkinder aus Vereda la escuela täglich auf sich, um in ihre Schule zu kommen. Denn sie wissen: Nur durch den regelmäßigen Unterricht ist es möglich, einmal ein besseres Leben zu führen.

Ein Film von Nora Kocks
Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 08.10.2020, 15:00

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