Der Südwesten von oben - Unsere Gotteshäuser

Nahaufnahme einer jungen lächelnden Frau mit Helm hoch oben auf dem Gerüst an einem Kirchturm

Der Südwesten von oben - Unsere Gotteshäuser

Sobald Menschen an einem Ort siedelten, war das Gotteshaus eines der ersten Zeugnisse ihrer Gemeinschaft. Je höher, desto näher an Gott. Im Ulmer Münster mit dem bis heute höchsten Kirchturm der Welt fanden im Mittelalter über 20.000 Gläubige Platz, erbaut wurde es mit Spenden der Bürger - zu Ehren Gottes, aber wohl auch zu ihrer eigenen.

Pfaffengasse hieß einst die linke Rheinseite, wo Dom auf Dom vom Reichtum der Bistümer kündete - und von der Macht der Institution Kirche. Heute drückt sie Gläubigkeit meist weniger im Kirchgang oder kirchlicher Prachtentfaltung aus als vielmehr in gesellschaftlichem Engagement. In Jugenheim engagiert sich die Kirchengemeinde für Flüchtlinge. Und in Freiburg klettert eine Steinmetzin am Seil gesichert bis zur Turmspitze, um Ausbesserungsarbeiten an Freiburgs Wahrzeichen, dem Münster, zu begutachten.

Aber die Reise geht nicht nur entlang der christlichen Religionen; besucht werden auch jüdische und muslimische Gebetshäusern, zum Beispiel die neue Synagoge in Saarbrücken oder die Yavuz-Sultan-Selim-Moschee in Mannheim. Religion ist manchmal Zündstoff für Konflikte, aber meist auch Ausdruck von Toleranz und Weltoffenheit.

Ein Film von Peter Bardehle und Ulrike Peichert
Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 23.07.2020, 15:00

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