Das Meer der Anden - Menschen am Titicacasee

drei Kinder in einem Holzboot auf einem ruhigen See mit Schilfgrasinseln, einer Strohhütte und braunen Hügeln im Hintergrund, blauer Himmel

Das Meer der Anden - Menschen am Titicacasee

Der Titicacasee auf dem Altiplano zwischen Peru und Bolivien ist mit fast 4000 Metern über dem Meeresspiegel das am höchsten gelegene schiffbare Gewässer der Welt. Er ist mehr als 15 Mal größer als der Bodensee – fast so groß wie ein Meer. Und für seine Anwohner ist er genau das: „El Mar“ – das mythologische Meer.

Homar Lujano ist einer der Indianer, die hier traditionell auf dem Wasser leben. Alle zehn Tage muss er mit seiner Frau Gloria den schwimmenden Untergrund seiner Hütte erneuern, denn die künstliche Insel besteht ganz aus Schilf.

Die 35-jährige Eugenia Paje lebt mit ihren zwei kleinen Kindern an Land. Als ihr Mann, der ein LKW-Unternehmen hatte, starb, setzte sie sich selbst ans Steuer der zwei schweren Lastwagen. Täglich muss sie den Titicacasee auf einer kippligen Holzfähre überqueren.

Die Biologin Veronica Flores erforscht den Titicacasee-Riesenfrosch. Dazu muss sie auf den Grund des eiskalten Sees tauchen. Gar nicht so leicht, denn wegen der dünnen Luft zählt jeder Meter unter Wasser doppelt. Zacharias Callisaya versteht sich auf höhere Mächte: Wir sind dabei, wie der Schamane im Auftrag eines Fischers eine Opferzeremonie abhält.

Ein Film von Manfred Uhlig
Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 18.07.2019, 10:00