Auf der Spur des Gobibären

zotteliger brauner Bär vorne links vor kargem Geröllhügel, Blick wie durch eine Videokamera mit dem Symbol für "laufende Aufnahme" oben links im Bild

Auf der Spur des Gobibären

In der Abgeschiedenheit der mongolischen Wüste Gobi lebt ein Tier, um das sich seit Jahrhunderten Sagen ranken: der Gobibär. Lange galt der "Mazaalai" den Mongolen als Fabelwesen, das kaum einer je gesehen hat. Doch mongolische Wissenschaftler haben bewiesen, dass es den kleinen braunen Bären tatsächlich gibt – und dass seine Art akut bedroht ist.

Der Film begleitet die Forscher auf eine Expedition ins mongolisch-chinesische Grenzgebiet. Ihre Fotofallen lassen vermuten, dass mindestens 23 Gobibären noch in der Wüste leben. Die Tiere haben sich dem Leben hier zwar perfekt angepasst und schaffen es, sich von Rhabarberwurzeln und Heuschrecken zu ernähren. Aber viele Wasserstellen sind in den vergangenen Jahren ausgetrocknet und die Bären müssen auf Nahrungs- und Wassersuche immer größere Strecken zurücklegen.

Die Bärenforscher planen ein Schutzprogramm, das nur gelingen kann, wenn auch die Wüstennomaden mitziehen. Denn deren riesige Kaschmirziegenherden rücken auf der Suche nach den letzten Weideplätzen dem Gobi-Nationalpark und damit dem Lebensraum des Bären gefährlich nahe. Der Gobibär gilt als "Schirmart" - wenn es gelingt, seinen Lebensraum zu schützen, dann könnten davon auch andere bedrohte Tierarten wie Wildesel oder Wildkamele profitieren.

Ein Film von Wolfgang Luck
Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth

Stand: 25.05.2020, 14:00