Weihnachten auf einem Waldbauernhof in Westfalen

Wer kocht das beste Weihnachtsmenü?

Weihnachten auf einem Waldbauernhof in Westfalen

Der "Land und lecker"-Bus hat Winterpause. Dafür rollt ein kleiner, aber feiner roter Bulli durchs Land. Am Steuer sitzt selbstverständlich Fahrer Wolfgang. Auf dem Armaturenbrett blinkt ein kleiner Weihnachtsbaum und auf der Rückbank amüsieren sich die Landfrauen. Ihr Auftrag: In den nächsten vier Wochen das leckerste Weihnachtsmenü zu kreieren und die beste Köchin unter ihnen zu küren.

Die erste Gastgeberin ist Judith Schulze Beikel. Zusammen mit ihrem Mann Markus und den drei Kindern Johanna, Helena und Maximilian empfängt sie die Landfrauen auf ihrem Weihnachtshof in Marbeck im westlichen Münsterland.

Kaminholz, Weihnachtsbäume und Klettergerüste

Der Hof wurde 1935 von Judiths Vorfahren gebaut. Ihre Eltern haben von Vieh- auf Forstwirtschaft umgestellt. Vor zehn Jahren übernahmen schließlich Judith und Markus den Hof und bewirtschaften heute rund 60 Hektar Wald.

Um die Bäume kümmert sich Markus: Rund 200-300 fällt er pro Jahr und pflanzt ebenso viele neue an. Einige werden als Weihnachtsbäume verkauft, die restlichen zu Kaminholz verarbeitet.

Zu Gast bei Judith Schulze Beikel

Auf ihrem weihnachtlich geschmückten Waldbauernhof im Kreis Borken empfangen Judith Schulze Beikel und ihre Familie die Landfrauen der Land und lecker-Weihnachtsrunde.

Judith und ihre Familie sitzen am Kamin.

Judith und Markus sind seit 22 Jahren ein Paar und haben drei Kinder: Johanna, Helena und Maximilian.

Judith und Markus sind seit 22 Jahren ein Paar und haben drei Kinder: Johanna, Helena und Maximilian.

Kennengelernt haben sich Judith und Markus bei der Jagd.

Seit zehn Jahren führen sie gemeinsam ihren Waldbauernhof mit Spielscheune, Kaminholz und einem alljährlichen Weihnachtsmarkt.

Für den Weihnachtsmarkt wird der ganze Hof geschmückt: Die Girlande aus Tannengrün ist 1000 Meter lang.

Judith überlässt beim Dekorieren nichts dem Zufall. Tatkräftige Unterstützung bekommt sie von ihrer Mutter Mathilde und Schwiegermutter Agnes.

Den Kindern gefällt an Weihnachten besonders, dass draußen viele Lichter leuchten und es drinnen so schön geschmückt ist.

Weihnachten bedeutet auch, Zeit mit den Liebsten zu verbringen. Deshalb beginnen die hektischen Vorweihnachtstage immer mit einem Familienfrühstück.

Jeden Morgen öffnen die Schulze Beikels ein Säckchen ihres ganz speziellen Adventskalender. Darin findet sich jeden Tag ein kleines Spiel.

Von früh bis spät dreht sich alles um die Vorbereitung des Weihnachtsmarkts. Selbst abends am Kamin werden noch Aufgaben verteilt und besprochen.

Ein weiteres Standbein der Familie ist die Spielscheune, in die sie vor einigen Jahren ihren Speicher verwandelt haben. Dort finden sich verschiedene selbstgebaute Klettergerüste aus Naturmaterialien. Die Idee dazu kam von Tochter Johanna, die leidenschaftlich gerne kletterte.

Weihnachtsmarkt mit regionalem Flair

Seit 28 Jahren verwandelt sich der Waldbauernhof im Advent in einen romantischen Weihnachtsmarkt. Rund 200 Aussteller kommen, um ihre Ware zu verkaufen. Bei der Auswahl der Stände legt Judith wert auf Originalität und einen Bezug zur Region. Die Frauen vom Heimatverein beispielsweise versorgen die Marktbesucher jedes Jahr mit Buchweizenpfannkuchen nach altem Rezept. Judiths Spezialität ist ein Eierpunsch, den sie auch ihren Gästen servieren wird. Das Rezept stammt von ihrer Oma und wird im Tresor gehütet.

So ein großer Markt will natürlich vorbereitet werden. Wochenlang sind Judith und ihr Mann damit beschäftigt. So fängt „Weihnachten“ bei den Schulze Beikels schon im Oktober an und bedeutet viel Trubel, Hektik und Organisation. Damit die Familie nicht zu kurz kommt, beginnt jeder Tag um halb sieben mit einem gemeinsamen Frühstück.

Spekulatiuskuchen mit einer marmorierten Mousse

„Wilde Weihnacht“ aus Westfalen

Für ihr Menü setzt Judith ganz auf Wild aus der Region: Das Reh für den Hauptgang hat ihr Mann selbst geschossen. „Meine größte Herausforderung wird sein, das Fleisch auf den Punkt hinzubekommen, dass es wirklich zartrosa ist“, sagt die Gastgeberin, die gerne in der Küche steht und selbst im Vorweihnachtsstress täglich für ihre Familie kocht. Unterstützung bekommt sie heute von ihrer Mutter Mathilde, die zum Menü ihren speziellen „Jägerkohl“ beisteuert. Abgerundet wird das weihnachtliche Menü von einem Spekulatiuskuchen.

Weitere Infos: www.schulze-beikel.de

Stand: 20.11.2017, 17:15

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