Kartoffelpuffer

Kartoffelpuffer

Puffer, Rösti, Reibekuchen

Kartoffelpuffer sind ja hierzulande Leibspeise. Rezepte gibt es unzählige, ein jeder schwört auf seine eigene Zubereitung. Mal gehören Zwiebeln hinein, mal Knoblauch, mal zusätzliche Gemüse. Damit sich die Kartoffeln nicht verfärben, kann man etwas Rahm unterrühren; ob man Eier hineintut oder nicht, ist ebenso Geschmacksfrage und Anschauungssache wie die Gewürze. Kartoffeln sind vielseitig und anschmiegsam, es gibt kaum ein Gewürz, mit dem sie nicht harmonieren.

Zur Zubereitung eignen sich die verschiedensten Fette. Sie müssen sich vor allem gut erhitzen lassen. Deshalb ist Butter allein nicht geeignet. Sie verbrennt zu früh, die Puffer werden dann leicht schwarz. Wer auf den Buttergeschmack nicht verzichten möchte, nimmt lieber Butterschmalz oder mischt frische Butter zur Hälfte mit Öl, man kann stark erhitzen, ohne dass sie sofort verbrennt. Am besten ist zum Pufferbacken ein gutes Öl geeignet, ein geschmacksneutrales Soja-, Sonnenblumen- oder Erdnussöl, selbstverständlich ist immer ein gutes Olivenöl geeignet!

Martina und Moritz reiben Kartoffeln für Kartoffelpuffer

Martina und Moritz stellen Varianten von Kartoffelpuffer und Reibekuchen vor.

Röschti-Schmalz

Zutaten (für einen Schmalztopf von ca. 500 g Inhalt):

  • 250 g Schweineschmalz
  • 125 g Butter
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Apfel
  • 1 Scheibe Graubrot

Zubereitung:

  • Das Schmalz mit der Butter erhitzen.
  • Zwiebel und Apfel schälen, in feine Ringe beziehungsweise dünne Scheibchen schneiden und im Schmalz etwa eine halbe Stunde lang ziehen lassen und dabei langsam bräunen.
  • Die Brotscheibe sollte die gesamte Zeit mitdünsten, sie nimmt dem Schmalz seinen womöglich etwas aufdringlichen schweinernen Geschmack.
  • Das Schmalz durch ein feines Sieb filtern, in einen Steinguttopf füllen und abkühlen lassen.

Tipp:
Das mitgeröstete Zwiebel-Apfelgemisch schmeckt wunderbar auf einer gerösteten, mit Knoblauch abgeriebenen Brotscheibe!

Die Kartoffelsorten

In jedem Fall sollte man für Puffer oder Rösti gut gelagerte Kartoffeln verwenden, keine Früh- oder Neue Kartoffeln, sondern Kartoffeln vom Vorjahr oder wenigstens Kartoffeln, deren Ernte so lange wie nur möglich zurückliegt. Außerdem sollte es eine mehlige oder wenigstens eine mehlig-festkochende Kartoffelsorte sein. Achten Sie also beim Einkauf auf die Sorten Bintje, Desirée, Granola, Grata, Aula, Spunta, Irmgard oder Datura.

Die Rezepte

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Die Rezepte als PDF zum Abspeichern und Ausdrucken:

Die Originalsendung lief am 23.02.1996.


Stand: 16.01.2018, 15:30