Berliner Küche – Handfest und bodenständig, aber auch elegant und fein

Berliner Küche – Handfest und bodenständig, aber auch elegant und fein

Die Berliner Küche – da geht es herzhaft und bodenständig zu. Kartoffeln spielen eine wichtige Rolle. Die verdankten die Berliner schon dem Alten Fritz, denn dieser hatte die prächtigen Pflanzen mit den hübschen Blüten in seinen Parks gedeihen lassen. Dass man aus den Knollen, die um die Wurzeln wuchsen, eine gute Suppe kochen konnte, sprach sich bei den zunächst reservierten Bürgern erst herum, nachdem der listige König ein Feld bewachen ließ, um den Wert der Kartoffeln augenfällig werden zu lassen.

Aber es gibt auch feinere Genüsse: zum Beispiel Fisch aus der Havel, der Spree oder einem der unzähligen Seen rund um Berlin. Die Hugenotten brachten Einflüsse aus der französischen Küche in die heutige Hauptstadt. Die deftigeren Gerichte kamen sowohl aus dem slawischen Raum als auch durch die Schlesier und aus Böhmen in die Stadt. Der von den Amerikanern nach dem Krieg importierte Ketchup wurde zum Vater der Currywurst, heute ist der Döner das längst heimisch gewordene Mitbringsel der türkischen Mitbewohner. Berlin war von jeher, und ist es bis heute noch, ein Schmelztiegel, in dem die Menschen aus den unterschiedlichsten Gegenden zusammentrafen und -treffen. Das lässt sich auch an der Küche ablesen. An jeder Ecke der Stadt, so hat man immer gern gelästert, ist eine Kneipe. Und dort stand man am Tresen, zischte die Molle (das Bier), aß einen Rollmops dazu oder knickte ein paar Soleier.

Stand: 17.08.2018, 12:00