Zwei Tage, eine Nacht

Szene aus "ZWEI TAGE, EINE NACHT"

Belgien/Italien/Frankreich 2014, Deux jours, une nuit

Zwei Tage, eine Nacht

Die unter Depressionen leidende Arbeiterin Sandra soll von ihrer Firma für Solarmodule nach einer Abstimmung unter der Belegschaft entlassen werden. Im Gegenzug würden die Arbeiter eine Bonuszahlung erhalten. Sandra kann erreichen, dass es unter den Mitarbeitern zu einer erneuten Abstimmung kommt. In persönlichen Besuchen bei ihren Kollegen versucht Sandra diese zu überzeugen, einer solchen Abstimmung gegen sie nicht zu folgen. Die Reaktionen auf ihre versuchte Einflussnahme sind sehr unterschiedlich. Bei der erneuten Abstimmung stimmt nur die Hälfte der Belegschaft für Sandras Arbeitsplatz. Der Chef zeigt sich jedoch beeindruckt von Sandras Aktion und bietet ihr an, trotzdem zu bleiben. Überraschenderweise lehnt Sandra ab, da für ihren Arbeitsplatz ein Zeitarbeitsvertrag eines anderen Mitarbeiters nicht verlängert werden würde.

"Am Ende sind die großen Themen verhandelt worden, die Entsolidarisierung unserer Gesellschaft, die Verwandlung der Welt in ein einziges großes Gewerbegebiet - und doch wird es sich wie eine einfache Geschichte anfühlen. A straight story: Die junge Mutter Sandra (Marion Cotillard) ist entlassen worden; der Chef hatte ihre sechzehn Kollegen vor die Wahl gestellt: eine Prämie von 1000 Euro für jeden - oder Sandra darf bleiben. Bis auf zwei haben alle das Geld gewählt, aber Sandra erwirkt eine neue Abstimmung. Nun bleiben ihr zwei Tage und eine Nacht, um für ihren Job zu kämpfen.
Eine schöne Schlichtheit zeichnet die Filme der belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne aus. An eine unüberschaubar scheinende Wirklichkeit stellen die beiden die entscheidenden Fragen, die manchmal eben doch ganz einfach sind - Geld oder Solidarität zum Beispiel."
(Martina Knoben, SZ, 29.10.2014)

Darsteller
Sandra (Marion Cotillard)
Manu (Fabrizio Rongione)
Juliette (Catherine Salée)
Anne (Christelle Cornil)
Timur (Timur Magomedgadzhiev)

Stab
Regie: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne
Buch: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne
Kamera: Alain Marcoen

Stand: 17.09.2018, 18:55

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