Zu neuen Ufern

Szene aus: Zu neuen Ufern

Deutschland 1937

Zu neuen Ufern

Im Jahre 1840 wird die englische Sängerin Gloria Vane, der umjubelte Star des Londoner Adelphi-Theaters, in die berüchtigte Strafanstalt Paramatta bei Sydney deportiert. Sie hat, obwohl unschuldig, eine Scheckfälschung auf sich genommen, um ihren leichtsinnigen Geliebten Albert Finsbury zu decken, der als Offizier in Australien dient. Als sie ihn dort wieder sieht, ist er im Begriff, eine andere Frau zu heiraten...

Detlef Sierck (1900-1987) war ein erfolgreicher Regisseur der UFA, bis er emigrierte und als Douglas Sirk und Meister des Melodrams in Amerika eine neue, internationale Karriere begann. Sirk über den ersten UFA-Film Zarah Leanders: "'Zu neuen Ufern' hat zwei Elemente, die für meine Kinoarbeit fundamental sind: Einmal ist es der Aspekt von sozialem Bewusstsein, zum anderen die Rolle, die Willy Birgel spielt. Der Charakter, an dem ich im Theater und im Film immer interessiert war, das ist der Zweifelnde, der Zwiespältige, der Unsichere. Unsicherheit und die Ziellosigkeit des Menschen sind zentral für viele meiner Filme, so unterschwellig diese Charakteristika auch sein mögen. Ich bin an der Kreisförmigkeit, am Kreis interessiert - Menschen, die an den Ort zurückkehren, von dem aus sie gestartet sind. Es ist das, was ich das tragische Rondo nenne. In meinen Filmen taucht das zum ersten Mal in 'Zu neuen Ufern' auf."
Mit Willy Birgel schildert Sierck einen schwachen Charakter, der sich mit üblen Machenschaften durchlaviert und damit die Liebe der Heldin verspielt. Die typisch melodramatische Figur ist die leidenschaftlich liebende und entsetzlich leidende Zarah Leander, deren Weg durch ihre übermenschliche Größe bestimmt ist.

Klassisches UFA-Melodram, mit dem Zarah Leander über Nacht zum großen weiblichen Kinostar Deutschlands wurde.

Stab:
Buch: Kurt Heuser
Regie: Detlef Sierck
Musik: Ralph Benatzky

Darsteller:
Gloria Vane (Zarah Leander)
Albert Finsbury (Willy Birgel)
Henry (Viktor Staal)
Dr. Hoyer (Erich Ziegel)
Fanny (Hilde v. Stolz)
Gouverneur (Edwin Jürgensen)
Mary (Carola Höhn)
Wells sr. (Jakob Tiedtke)
Bobby Wells (Robert Dorsay)
Gilbert (Siegfried Schürenberg)
Casinodirektor (Herbert Hübner)
Soubrette (Mady Rahl)
Bänkelsängerin (Lina Carstens)

Stand: 22.11.2018, 15:25

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