Selma

 Martin Luther King (David Oyelowo, Mitte) führt den Marsch der Bürgerrechtler von Selma nach Montgomery an.

Großbritannien/USA 2014

Selma

Seit dem amerikanischen Civil-Rights-Act von 1964 sind Schwarze und Weiße vor dem Gesetz gleich. Faktisch nützt das den Afroamerikanern nicht viel. Noch immer werden sie in den USA diskriminiert und terrorisiert. Selbst Mörder wie jene Attentäter, die 1963 bei einem Sprengstoffanschlag auf eine Kirche in Birmingham, Alabama, vier afroamerikanische Mädchen töteten, gehen straffrei aus. Einer der Gründe: Schwarze dürfen sich nicht ins Wählerregister eintragen. Und deshalb haben sie keinen Zugang zu wichtigen Gremien in Regierung und Justiz, wo Weiße ihre eigenen Interessen vertreten. Als Martin Luther King 1964 den Friedensnobelpreis erhält, nutzt er eine Einladung ins Weiße Haus, um Lyndon B. Johnson zu einer entsprechenden Gesetzesnovelle zu drängen. Der Präsident bleibt zurückhaltend. Eine Unterstützung des umstrittenen Bürgerrechtlers könnte ihn Wählerstimmen kosten.

Während das F.B.I. jeden seiner Schritte überwacht, konzentriert sich King mit seiner Bürgerrechtsbewegung auf die Stadt Selma in Alabama. Hier bekämpft der rassistische Sheriff Jim Clark die schwarze Bürgerrechtsbewegung besonders grausam. Mit einem friedlichen Protestmarsch in die 86 Kilometer entfernte Hauptstadt Montgomery soll die Öffentlichkeit für diese Missstände sensibilisiert werden. Als die Polizei am "Bloody Sunday" 600 friedliche Demonstranten vor laufenden Fernsehkameras mit Knüppeln und Tränengas angreift, kommt es zu einem landesweiten Aufschrei, der den Lauf der Geschichte verändert.

Ava DuVernay gelingt ein aufrüttelndes Biopic über Martin Luther King und seinen gewaltfreien Protest gegen Rassismus.

Darsteller:
Dr. Martin Luther King jr. (David Oyelowo)
Präsident Lyndon B. Johnson (Tom Wilkinson)
Coretta Scott King (Carmen Ejogo)
Andrew Young (André Holland)

Stab:
Buch Paul Webb
Regie Ava DuVernay
Musik Jason Moran

Stand: 29.09.2018, 16:52

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