Rosa Luxemburg

Rosa Luxemburg (Barbara Sukowa, li.), ihr Geliebter Leo Jogiches (Daniel Olbrychski, Mitte) und die Sekretärin Mathilde (Karin Baal, re.).

BRD 1986

Rosa Luxemburg

Am 31. Mai 1919 taucht im Berliner Landwehrkanal an einer Schleuse eine Tote auf. Aufgrund ihrer Handschuhe, eines Medaillons und einiger Kleiderfetzen identifiziert sie eine Freundin als Rosa Luxemburg, jene Journalistin und kommunistische Politikerin, die zweieinhalb Monate zuvor verschleppt, misshandelt und getötet worden war. Die Monarchisten sahen in ihr eine Vaterlandsverräterin, die Sozialdemokraten eine Anarchistin, den Spartakisten war sie nicht radikal genug. Eine Frau zwischen allen Stühlen, ein Leben lang. Wer war diese Frau, die Deutschland in die Revolution stürzen wollte?

"Wie kommt es, dass Menschen über andere Menschen entscheiden dürfen?" - im Gefängnis notiert Rosa Luxemburg (1871-1919) eine Frage, die sie ihr Leben lang umgetrieben hat. Margarethe von Trottas behutsame und gefühlsstarke Frauenbiografie interessiert sich in erster Linie für die persönlichen, die inneren Beweggründe politischen Handelns. Einfühlsam in Inszenierung, Spiel und Fotografie überzeugt der Film inhaltlich als Plädoyer für Zivilcourage, unbestechliche politische Moral sowie für den Mut zu utopischem Denken.

Stab:
Buch, Regie: Margarethe von Trotta

Darsteller:
Rosa Luxemburg (Barbara Sukowa)
Luise Kautsky (Adelheid Arndt)
Leo Jogiches (Daniel Olbrychski)
Clara Zetkin (Doris Schade)
Karl Liebknecht (Otto Sander)

Stand: 19.10.2018, 17:45

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