Gemüseanbau - Kürbis

Gemüseanbau – Zucchini und Kürbisse

Zucchini und Kürbisse kann man wunderbar in den eigenen Kompost pflanzen, denn hier werden sie reichlich mit Nährstoffen versorgt. Tipps zum Anbau und zur Pflege gibt Gartenexpertin Uta Grünwald.

Kürbisse und Zucchini gehören zur Pflanzenfamilie der Kürbisgewächse und zu den sogenannten Starkzehrern, denn sie benötigen für ihr Wachstum entsprechend viele Nitrate und Nährstoffe, die sie dem Boden entziehen.

Gemüseanbau: Zucchini und Kürbisse

Hier und heute 20.06.2022 07:17 Min. Verfügbar bis 20.06.2023 WDR

Anbau und Pflege

Hokkaido Kürbisse

Hokkaido-Kürbisse sind sehr beliebt.

Ein humusreicher Gartenkompost eignet sich hervorragend für den Anbau von Kürbisgewächsen, da die Pflanzen hier ausreichend Nährstoffe vorfinden. Die Wurzeln der Kürbisgewächse graben sich auf natürliche Weise durch den Kompost. Wegen des hohen Nährstoffgehaltes ist eine Düngung überflüssig.

Der Standort sollte warm und sonnig sein. Sechs bis acht Sonnenstunden pro Tag sind ideal.

Die Pflanzen am besten gegenüber einpflanzen -  im Abstand von 80 cm bis einen Meter, damit sich die Kürbisgewächse nicht gegenseitig behindern.

Gießen sie die Pflanzen regelmäßig.

Sortenwahl

Bei der Sortenwahl empfiehlt Uta Grünwald ganz normale Zucchini, die für das Freiland geeignet sind. Kürbissorten sollten nicht allzu großwüchsig gewählt werden. Es empfiehlt sich: Hokkaido, Winter Squash, Baby Bear oder Baby Boo.

Ohne Insekten keine Früchte

Kürbisse und Zucchini besitzen männliche und weibliche Blüten. Sie sind Fremdbestäuber, die auf Insekten angewiesen sind. Ohne Insekten gibt es keine Befruchtung und keine Früchte. Wer bienenfreundliche Pflanzen in der Nähe der gepflanzten Kürbisgewächse hat, erhöht die Chance für Insektenbesuch.

Ernte

Zucchiniernte

Zucchinis sollte man ernten, wenn sie etwa 10 bis 20 Zentimeter lang sind.

Je nach Wetterverhältnissen können nach sechs bis acht Wochen die ersten Früchte geerntet werden. Bei der Zucchini ist es empfehlenswert, die Früchte jung zu ernten, sonst verlieren sie an Aroma und die Schale wird hart. Durch die frühe Ernte wird die Pflanze zugleich stimuliert, weitere Früchte auszubilden.

Knicken Sie die Früchte nicht ab. Dadurch kann die Pflanze verletzt werden. Empfehlenswert ist es, die Früchte ein bis zwei Zentimeter hinter dem Stilansatz mit einem Messer abzuschneiden.

Achtung Schneckengefahr!

Gerade der Kompost kann aufgrund seiner Bodenlage zum Schneckenparadies werden. Hier empfiehlt es sich, entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Ein Schneckenkranz oder Schafswolle können helfen. 

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